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Ärzteschaft

Vierte Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma erschienen

Mittwoch, 9. September 2020

/RFBSIP, stock.adobe.com

Berlin – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat eine neue – vierte – Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma veröffentlicht. Vertreter aus 25 Fachgesellschaften haben dazu Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie des Asthmaanfalls im Kindes- und Erwachsenenalter erarbeitet.

Sie ergänzten Empfehlungen für die Kapitel Asthma in der Schwangerschaft, Asthma mit Arbeitsplatzbezug, Rehabilitation sowie für die komplementäre und alternative Therapie. Dabei betonen sie, dass ein gutes Selbstmanagement der Erkrankten wichtig ist, um mit der chronischen Erkrankung und Akutsituationen umzugehen.

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Die Grundprinzipien der Asthmatherapie sind laut der Leitlinie gleich geblieben: Reicht die Bedarfsmedikation nicht aus, sollen Patienten inhalative Corticosteroide erhalten. Diese behandeln die Entzündung, die der Erkrankung zugrunde liegt. Für Patienten ab zwölf Jahren ist in Stufe 1 und 2 jetzt aber alternativ eine ausschließlich bedarfsorientierte Anwendung der Fixkombination aus einem Kortikosteroid in niedriger Dosis und Formoterol möglich. Die Empfehlungen entsprechen einem Off-Label-Use.

Schwangere Frauen mit Asthma sollen über die Bedeutung der Asthmakontrolle und die Sicherheit der während der Schwangerschaft fortzuführenden medikamentösen Therapie beraten werden. Die Diagnose Asthma begründet laut der NVL allein nicht die Indikation für einen Kaiserschnitt.

Für Menschen mit berufsbedingtem Asthma kann sich laut den Autoren die Frage stellen, den Beruf zu wechseln oder die Tätigkeit aufzugeben. „Eine entsprechende Empfehlung durch die Ärztin oder den Arzt greift stark in das Leben Betroffener ein und muss gut überlegt sein“, hieß es aus dem ÄZQ.

Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sind gemeinsam Träger des NVL-Programms. Die Redaktion liegt beim ÄZQ. © hil/aerzteblatt.de

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