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Ärzteschaft

Chronikerprogramm Asthma weitgehend aktuell

Dienstag, 23. Februar 2021

/dpa

Köln – Das Chronikerprogramm (Disease Management Programm, DMP) Asthma bronchiale entspricht weitgehend den aktuellen Leitlinienempfehlungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Es hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesaus­schusses (G-BA) geprüft, ob die Regelungen des DMP den aktuellen Stand des medizinischen Wissens widerspiegeln.

Die IQWiG-Wissenschaftler haben rund 2.000 Empfehlungen aus sieben Leitlinien mit dem DMP-Rege­lun­gen verglichen. Sie fanden nach eigenen Angaben einige wenige Diskrepanzen, zum Beispiel empfeh­len einzelne Leitlinien eine FeNO-Messung als zusätzliches diagnostisches Kriterium.

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Außerdem empfehlen mehrere Leitlinien die Gabe von inhalativen Glukokortikosteroiden (ICS) oder die Kombi­nation von ICS und lang wirksamen Beta-2-Agonisten im Rahmen der Bedarfstherapie als Fixkom­bi­na­tion aus niedrigdosiertem ICS und Formoterol. Das DMP sieht dies nur im Rahmen einer Dauerthera­pie vor.

Einige Leitlinien enthalten außerdem Empfehlungen zu digitalen Anwendungen, die in der aktuellen Fassung der DMP noch nicht berücksichtigt werden. „Allerdings beruhen diese Empfehlungen größten­teils auf niedrigen Empfehlungsgraden oder widersprüchlicher Evidenz“, berichten die IQWiG-Wissen­schaftler.

Telemedizinische Interventionen wie automatisierte Reminder oder web- beziehungs­weise computer­basierte Lernprogramme könnten aber die Adhärenz der Patienten verbessern sowie ihr Wissen über die Erkrankung oder ihr Verhalten beeinflussen, heißt es im IQWiG-Vorbericht.

Auch für das Telemonitoring gebe es Hinweise auf eine mögliche Verbesserung der Asthmakontrolle und der Lebensqualität. Empfehlungen zu spezifischen Apps fanden die IQWiG-Autoren aber nicht.

Die IQWiG-Stellungnahme ist ein Vorbericht. Interessierte können diesen bis zum 22. März kommen­tie­ren. © hil/aerzteblatt.de

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