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Lebenserwartung von Menschen mit cystischer Fibrose gestiegen

Dienstag, 23. November 2021

/Zerbor, stock.adobe.com

Bonn – Ein heute in Deutschland neugeborenes Kind mit einer cystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 55 Jahren. Das geht aus einem neuen Berichtsband Deutschen Mukoviszidose-Registers hervor. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist demnach gegen­über dem Vorjahr um zwei Jahre gestiegen.

„Bemerkenswert ist, dass dieser Anstieg der Lebenserwartung den Einfluss der neusten zugelassenen Modulatorentherapien noch gar nicht abbildet, da für die Berechnung im aktuellen Berichtsband nur Daten für den Zeitraum von 2015 bis 2019 ausgewertet werden“, sagte Lutz Nährlich, medizinischer Leiter des Registers.

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Er erwarte daher im kommenden Jahr einen noch deutlicheren Sprung in der Entwicklung der Lebens­erwartung, betonte er. Der 20-Jahres-Rückblick in dem Berichtsband zeigt auch weitere positive Ent­wicklungen, zum Beispiel in Bezug auf den Body Mass Index, der sich für immer mehr CF-Patienten offenbar vom Untergewicht in Richtung Normalgewicht verschiebt.

Zudem sinkt das Alter bei Diagnosestellung stetig. Auch der chronische Befall mit Pseudomonas aeru­gi­nosa, mit dem viele Menschen mit CF zu kämpfen haben, hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich ver­ringert. So habe sich bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Häufigkeit des mikrobiolo­gischen Keimnachweises von 2000 bis 2020 mehr als halbiert.

Das Deutsche Mukoviszidose-Register besteht seit dem Jahr 1995. Mit Beginn der Coronapandemie hat der betreibende Verband „Mukoviszidose“ im Register die Möglichkeit geschaffen, Daten zu COVID-19 bei Menschen mit CF zu dokumentieren.

„Dank dieser unmittelbaren Einbindung des Patientenregisters wurde früh klar, dass der prozentuale Anteil der mit dem Coronavirus infizierten CF-Betroffenen geringer ausfällt, als der Anteil der Infizierten in der Normalbevölkerung. Eine wichtige Erkenntnis für CF-Behandler und ihre Patienten, die zu Beginn der Pandemie in großer Verunsicherung waren“, hieß es aus dem Verband. © hil/aerzteblatt.de

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