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Ärzteschaft

Frauenärzte raten zur Keuchhusten­impfung in der 28. bis 32. Schwangerschafts­woche

Dienstag, 26. April 2022

/picture alliance, Jens Kalaene

München – Keuchhusteninfektionen (Pertussis) sind für Neugeborene und Säuglinge besonders gefährlich. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hin und rät zur Impfung.

„Bei Säuglingen können Keuchhustenanfälle bedrohliche Atemstillstände verursachen, zudem kann die Infektion gerade in den ersten Lebensmonaten zu problematischen Entzündungen von Gehirn, Lungen und dem Mittelohr führen“, warnt der Berufsverband.

Ein aufgefrischter Impfschutz gegen Keuchhusten bei Schwangeren sowie den künftigen Kontaktpersonen des Babys schütze diese vor Komplikationen der Infektionserkrankung.

Als Hauptinfektionsquellen für eine Ansteckung der Säuglinge gelten laut dem BVF in erster Linie die Geschwister sowie Mutter und Vater sowie die Großeltern. Der reguläre Schwangerschaftsvorsorgetermin in der 28. bis 32. Schwanger­schafts­woche eignet sich laut dem Verband gut für eine Immunisierung.

„Eine Keuchhustenimpfung in der Schwangerschaft erhöht die schützenden Antikörperkonzentrationen sowohl bei der Schwangeren als auch beim Neuge­borenen wirksam“, betont Cornelia Hösemann aus dem BVF-Vorstand.

Nach einer Impfung in früheren Jahren oder einer früher durchgemachten Pertussisinfektion seien die Antikörperkonzentrationen im Blut der Mutter nicht mehr hoch genug – der Antikörpertiter nehme bereits nach einem Jahr relevant ab.

„Jede Schwangere sollte sich daher in jeder Schwangerschaft unabhängig von ihrem Pertussisimpfstatus im frühen dritten Schwangerschaftsdrittel gegen Pertussis impfen lassen“, so Hösemann.

Bestehe ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt, sei eine Impfung bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel sinnvoll. „Ist die empfohlene Impfung in der Schwangerschaft nicht erfolgt, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt geimpft werden“, so die Expertin. © hil/aerzteblatt.de

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