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Vermischtes

Neues Telemedizin-Projekt für Lungenpatienten in Rheinland-Pfalz

Freitag, 26. Mai 2017

Mainz – Ein neues Telemedizin-Projekt soll die Versorgung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Asthma in der Region Koblenz und Mittelrhein-Westerwald verbessern. Das Start-up-Unternehmen Qurasoft in Koblenz und seine Projektpartner erhalten für das am Anfang Juni 2017 startende Projekt „Rheinland-Pfalz atmet durch! Telemedizin für eine gesunde Lunge“ eine Förderung von knapp 300.000 Euro aus Landesmitteln.

„Die Sicherstellung der Versorgung der Bürger in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz ist mir ein besonderes Anliegen“, sagte Landesgesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). „Durch dieses Projekt wird eine gute fachärztliche Versorgung angeboten, ohne dass die Betroffenen dafür eine weite Anreise oder Wartezeiten in Kauf nehmen müssen“, so die Ministerin.

Im Rahmen des Projektes sollen Patienten, für die der behandelnde Arzt das Telemonitoring als Verbesserung der Behandlung einstuft, zu einer telemedizinischen Behandlung eingeladen werden. Das unmittelbare Arzt-Patienten-Verhältnis bleibt erhalten. Gut eingestellte Patienten müssen durch die Selbstmessung und die Übertragung der Daten nicht zu jedem Termin in die Praxis kommen.

Zunächst sollen 120 lungenkranke Patienten teilnehmen. Sie erhalten eine „Asthma Plus-App“ für das Smartphone sowie einem tragbaren Lungenmessgerät. Betreut werden sie durch die lungenfachärztliche Schwerpunktpraxis von Olaf Schmidt in Koblenz. „Für mich wird es eine enorm spannende Erfahrung“, so Schmidt. „Als Arzt ist der Echtzeit-Einblick in die Messdaten ein deutlicher Zeitvorsprung. Mein Team und ich können so die Behandlung frühzeitig anpassen – ohne die grundsätzliche Notwendigkeit eines Praxis- oder Krankenhausbesuchs.“ Über ein Softwaresystem kann das Praxisteam jederzeit auf die Messdaten der teilnehmenden Patienten zugreifen.

Die Universität Koblenz-Landau ist die Geburtsstätte von Qurasoft und wird das Projekt unter der Leitung von Felix Hampe wissenschaftlich begleiten. © hil/aerzteblatt.de

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