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Vermischtes

Bundesweit wieder mehr Keuchhustenfälle

Donnerstag, 30. November 2017

Erfurt – In Deutschland sind wieder mehr Menschen an Keuchhusten erkrankt. Bundes­weit sei die Zahl der Erkrankungen um fast ein Viertel auf rund 14.000 gestiegen. Das berichtete die Techniker Krankenkasse unter Bezug auf aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach sind besonders Sachsen und Sachsen-Anhalt betroffen.

Keuchhusten ist eigentlich eine klassische Kinderkrankheit. Inzwischen treten laut RKI aber mehr als zwei Drittel aller Erkrankungen bei den unter 19-Jährigen auf. Bei Husten, Niesen und Sprechen kann die Infektion bekannterweise übertragen werden. Sie kann zu schweren Hustenattacken mit Erbrechen führen. Vor allem für Säuglinge kann sie gefährlich werden.

Das RKI bemängelt, dass die seit 2000 empfohlene Auffrischung der Impfung gegen Keuchhusten im Jugendalter bisher unzureichend sei. Generell empfiehlt die Ständige Impfkommission mehrere Impfungen ab dem Babyalter. © dpa/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Freitag, 1. Dezember 2017, 00:29

Es kreißte der Berg und gebar ein Mäuschen

Der Pertussis-Impfstoff ist üblicherweise Bestandteil einer Kombi-Impfung, die Zusammensetzung eines derartigen Impfstoffs ist aus der Fachinfo ersichtlich:
https://www.gsk-med.de/spc/boostrix-fachinformation.html

Der Pertussis-Anteil enthält folgende Antigene:
Pertussis-Toxoid 8 µg
Filamentöses Hämagglutinin 8 µg
Pertactin 2,5 µg
Der entscheidende Anteil am Impfstoff ist das Toxoid, und diese Komponente schützt den Impfling vor dem Toxin des Erregers, nicht aber vor einer Infektion. Für den Antikörpernachweis sind nur Testsysteme empfohlen, welche Antikörper gegen das Toxin nachweisen:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Pertussis.html

Die anderen Proteine haben sicher einen gewissen Effekt bei der Eliminierung des Erregers in der Lunge, ermöglichen aber keine sichere Immunität. Auf den entsprechenden RKI-Seiten wird nach der Impfung nur eine Immunität für wenige Jahre angegeben. Selbst bei einer „natürlichen“ Infektion ist man nur für etwa 10-20 Jahre vor einer erneuten Pertussis-Infektion geschützt. Das früher verwendete Voll-Antigen war wirksamer als der aktuelle azelluläre Impfstoff, hatte aber auch deutlich mehr Nebenwirkungen. Der Hauptzweck der Impfung ist nicht die Eradikation des Erregers, sondern der Schutz der besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen (z.B. Neugeborene). All dies ist auf den Impf-FAQ des RKI nachzulesen, dort wird auch den Geimpften eine medikamentöse Postexpositionsprophylaxe empfohlen: http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Pertussis/FAQ-Liste_Pertussis_Impfen.html

@Pro-Natur: Was wollen Sie mit Ihrem Beitrag erreichen? Eine Banalität verpackt in eine bedrohlich klingende Überschrift, das ist Stimmungsmache, aber kein seriöser Diskussionsbeitrag.
Pro-Natur
am Donnerstag, 30. November 2017, 19:49

Übertragen Geimpfte den Keuchhusten-Erreger?

Im Tiermodell sind Geimpfte ansteckend: "Affen bis zu sechs Wochen ansteckend" sein. https://www.welt.de/gesundheit/article122245807/Uebertragen-Geimpfte-den-Keuchhusten-Erreger.html