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Ärzte ohne Grenzen fordert Preissenkungen für TB-Medikament Bedaquilin

Dienstag, 21. August 2018

Mycobacterium tuberculosis (orange) /dpa

Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Initiative der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zur besseren Behandlung von Menschen mit resistenter Tuberkulose (MDR-TB) begrüßt.

Das neue Therapieregime, das die WHO noch in diesem Jahr veröffentlichen will, umfasst laut Ärzte ohne Grenzen auch den Einsatz des Medikaments Bedaquilin. „Damit gäbe es eine Therapie aus oral einnehmbaren Medikamenten, ohne schmerzvolle injizierte Antibiotika und mit weniger Nebenwirkungen“, hieß es aus der Hilfsorganisation.

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Ärzte ohne Grenzen hat daher jetzt das US-amerikanische Pharmaunternehmen Johnson & Johnson aufgefordert, Bedaquilin günstiger anzubieten. Denn nur wenn das Medikament bezahlbar sei, könnten die Empfehlungen umgesetzt werden und Erkrankte insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen und hoher DR-TB-Belastung behandelt werden, so das Hilfswerk.

Die Vereinten Nationen (UN) bereiten sich zurzeit auf einen hochrangigen Gipfel zu Tuberkulose im September vor. „Wir hoffen sehr, dass die Deutsche Bundesregierung sich in den Verhandlungen um die Abschlusserklärung bemüht, dass sich die UN deutlich für den bezahlbaren Zugang zu Medikamenten einsetzen“, sagte Marco Alves von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO hat jetzt neue Behandlungsrichtlinien für Patienten mit MDR-TB angekündigt. Eine Task Force der WHO soll Länder dabei unterstützen, ihre nationalen Tuberkuloseprogramme umzustellen.

Ende Juni hatte der Staat Südafrika Bedaquilin in seine nationale TB-Behandlungs­richtlinien aufgenommen. Künftig sollten alle Patienten mit resistenten Formen von TB mit dem Medikament behandelt werden, teilte das südafrikanische Gesundheits­ministerium mit. © hil/aerzteblatt.de

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