MedizinPneumologieStudien PneumologieGesundheitsschäden durch Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid
Studien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Gesundheitsschäden durch Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid

Freitag, 20. Dezember 2019

/kristo74, stock.adobe.com
/kristo74, stock.adobe.com

Berlin – Luftschadstoffe, zu denen unter anderem Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid gehören, gefährden die Gesundheit aller Menschen weltweit. Dies zeigt eine Übersichtsarbeit von Beate Ritz und Co-Autorinnen im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 881-6). Deutlich wird, dass die Zunahme der Luftschadstoffwerte und deren Einfluss auf die Gesundheit bereits seit Jahrzehnten in einer Reihe von Studien erfasst werden.

Diese Studien belegten einen Zusammenhang von erhöhter Luftschadstoffbelastung mit Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie mit metabolischen Erkrankungen, wie etwa Diabetes mellitus Typ 2. Die krebsauslösende Wirkung von Feinstaub gelte als gesichert. Epidemiologische Studien kämen zu dem Ergebnis, dass eine zusätzliche Luftschadstoffbelastung mit erhöhter Mortalität verbunden ist.

Zudem sei ein Zusammenhang von erhöhten Luftschadstoffwerten mit Schwanger­schaftsproblemen, erhöhter Frühgeburtlichkeit, Hautalterung, kognitiver Beeinträchtigung sowie Demenz gezeigt worden.

Die Autorinnen fordern, zum Schutz der Gesundheit die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung in der EU deutlich abzusenken. Auf der Grundlage von Studien könne davon ausgegangen werden, dass mit einer Reduzierung der Luftschadstoffbelastung deutliche Verbesserungen beim allgemeinen Gesundheitszustand erzielt werden. Es gebe mithin eine ethische Verpflichtung des Gesetzgebers, zum Schutz der Bevölkerung nachgewiesen wirksame Maßnahmen zu ergreifen. © LM/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #715180
DrSchnitzler
am Samstag, 21. Dezember 2019, 11:43

... Menschen STERBEN durch Luftverschmutzung = WAHRHEITSWIDRIG

Jedem seine Meinung.

Wie aber in einem aktuellen Grundsatzartikel (1) klar und deutlich dargelegt wurde, ist die Suggestion, man könne durch "epidemologische Studien" quasi beweisen, "Menschen sterben durch Luftverschmutzung", UNWAHR.

Auszüge (eventuelle, unbeabsichtigte Übersetzungsfehler gehen zu Lasten des Unterzeichners; es gilt der Originaltext!):

»EBD-Studien bewerten die Gesundheitsschäden durch Exposition im Vergleich zu einer kontrafaktischen Situation, um die Wichtigkeit verschiedener Expositionen und den möglichen Nutzen einer Verringerung derselben zu beurteilen.«

=== EINSCHUB: ===
A. »Würde man z. B. nur Menschen, die oberhalb des gesetzlichen Grenzwertes für Feinstaub leben, als exponiert ansehen und deren Krankheitslast berechnen, käme Null heraus (weil in Deutschland überall der gesetzliche Grenzwert für Feinstaub eingehalten wird).« (2)
B. Das Umweltbundesamt (UBA) stellt zu Stickstoffdioxid (NO2) und Dieseltoten richtig, „Sie sind keinesfalls (...) Todesfälle“. (3)
=== EINSCHUB ENDE. ===

»Das Problem ist, dass ätiologische Todesfälle nicht statistisch identifiziert werden können: Der Zeitpunkt, zu dem ein exponiertes Individuum stirbt, ist jedoch kontrafaktisch und kann nicht beobachtet werden.«

»Die Gesamtzahl der durch die Exposition verlorenen Lebensjahre wird statistisch erfasst, kann jedoch nicht in Lebensjahre unterteilt werden, die aufgrund des Todes in einem bestimmten Alter oder aufgrund bestimmter Krankheiten verloren gehen, da diese Mengen nicht statistisch erfasst werden.«

============= !!! ================
»Die Frage der Kausalität steht nicht im Mittelpunkt dieses Artikels; Ab diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass jeder beobachtete Zusammenhang zwischen Exposition und Mortalität kausal ist. Die von uns beschriebenen Einschränkungen gelten auch in einer idealen Situation mit echten kausalen Effekten und epidemiologischen Studien oder randomisierten kontrollierten Studien, die frei von Verzerrungen und Zufallsfehlern sind. Wenn der Zusammenhang zwischen Exposition und Mortalität nicht kausal ist, werden tautologisch keine Todesfälle durch Exposition verursacht.«
============= !!! ================
(etc. pp.)

Man nenne also bitte diejenige(n) Studie(n), die die Aussage belegen, dass – bezogen auf unsere Verhältnisse – tatsächlich weniger Menschen sterben, wenn die Feinstaubbelastung (weiter) abnimmt.

Man berücksichtige dabei bitte die Cochrane-Analyse (4), die solche Belege gerade nicht fand.

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg


Referenzen
(1) Hammitt JK, Morfeld P, Tuomisto JT, Erren TC. Premature Deaths, Statistical Lives, and Years of Life Lost: Identification, Quantification, and Valuation of Mortality Risks. Risk Anal. 2019 Dec 10. doi: 10.1111/risa.13427. [Epub ahead of print] URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/risa.13427
(2) Schulz H, Karrasch S, Bölke G et al.: Antwort. Pneumologie 2019. 73:619-621. doi: 10.1055/a-0979-4983 (https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0979-4983)
(3)
https://www.umweltbundesamt.de/themen/umweltbundesamt-weist-kritik-an-no2-studie-zurueck
(4) Zylka-Menhorn V: Luftverschmutzung: Komplexität erlaubt keine allgemeingültigen Aussagen. Dtsch Arztebl International 2019. 116:A-1110. (https://www.aerzteblatt.de/int/article.asp?id=208112)
Avatar #654929
*1044#002051042682000#2712*
am Samstag, 21. Dezember 2019, 03:28

Gesundheitsschäden durch Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid

Mit Blick auf innerstädtische Fahrverbote wären Untersuchungen von belastungshomogenen Gruppen (Berufskraftfahrer wie z. B. Paketzusteller) sinnvoll: Was weiß die BG Verkehr über Taxifahrer-Bronchitis als Berufskrankheit?
Meddir a. d. Dr. Müsch
LNS
NEWSLETTER