MedizinPneumologieStudien Pneumologie2019-nCoV: Milchglastrübungen und Konsolidierungen im Thorax-CT
Studien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

2019-nCoV: Milchglastrübungen und Konsolidierungen im Thorax-CT

Mittwoch, 5. Februar 2020

Zhuhai/Guangdong – Die schwere Pneumonie, zu der es im Rahmen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) kommen kann, ist im Computertomogramm (CT) durch bilaterale Milchglastrübungen und eine Konsolidierung von Lungenabschnitt­en gekennzeichnet. Mitunter kommt es laut einer retrospektiven Fallserie in Radiology (2020; doi: 10.1148/radiol.2020200230) auch zum „Crazy paving“-Muster.

Zu den Erstuntersuchungen bei Verdacht auf eine Pneumonie gehört eine Computertomo­grafie. Das CT kann zwar die Ursache der Erkrankung in der Regel nicht erkennen. Es gibt jedoch Muster, die für einzelne Erreger typisch sind.

Bei SARS und MERS, den beiden anderen schweren Erkrankungen durch Coronaviren, sind Milchglastrübungen und Konsolidierungen die primären Befunde. Typisch ist auch, dass die Veränderungen vor allem in der Peripherie auftreten. Eine Verdickung der interlobulä­ren Septen und der intralobulären Linien ergibt manchmal das Muster eines ungeordne­ten Straßenpflasters, das als „Crazy paving-Pattern“ bezeichnet wird.

Ein Team um Hong Shan von der „Sun Yat Sen“-Universität in Zhuhai in der Provinz Gu­ang­dong stellt jetzt die CT-Befunde von 21 Patienten vor, die in den letzten Wochen in 3 Krankenhäusern in China behandelt wurden. Die 13 Männer und 8 Frauen waren zwischen 29 und 77 Jahre alt. Bei allen war die Infektion durch Labortests belegt worden.

Die häufigsten Veränderungen waren wie bei SARS und MERS Milchglastrübungen (12 Patienten) und Konsolidierungen (6 Patienten). Bei den meisten Patienten waren mehr als 2 Lungenlappen (21 Patienten) und beide Lungenflügel (16 Patienten) betroffen.

Zu den Sekundärbefunden gehörten Milchglastrübungen mit einer gerundeten Morpho­logie (7 Patienten), retikuläre Muster 83 Patienten) und die genannte „verrückte Pflas­terung“ (4 Patienten). Häufig war auch eine periphere Lokalisierung der Trübungen (7 Patienten). Bei keinem Patienten wurden hingegen abgrenzbare Knoten, Kavitäten, Pleu­ra­ergüsse oder eine Vergrößerung von Lymphknoten gefunden.

Interessanterweise wiesen 3 Patienten bei der Erstuntersuchung keine Veränderungen im CT auf. Bei einer dieser Patienten wurde 3 Tage später dann doch eine abgegrenzte Milch­­­glastrübung im rechten unteren Lungenlappen gefunden.

Es könnte sich laut Shan um das 1. sichtbare Zeichen der Erkrankung in der Lunge handeln. Ein anderer Patient war bei einer Kontrolluntersuchung nach 4 Tagen weiterhin ohne CT-Veränderungen. Ein normaler CT-Befund schließt deshalb eine 2019-nCoV-Erkrankung nicht sicher aus, warnt Shan. © rme/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #770423
Angy210
am Freitag, 7. Februar 2020, 20:19

Reaktionen

Mittlerweile gewinnt man den Eindruck egal wie fachgerecht sachlich und nüchtern ein Bericht über diesen Virus geschrieben wird dennoch wird kritisiert und vermeintlich hinter jeden Satz oder Beschreibung Panikmache vermutet. Das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Avatar #555822
j.g.
am Mittwoch, 5. Februar 2020, 22:04

lieber conni

haben sie überhaupt den artikel gelesen und verstanden? oder haben sie sich verlaufen?
Avatar #782899
ConniS
am Mittwoch, 5. Februar 2020, 20:58

2019-nCoV

Das ist ja nun nichts Neues, dass Erreger von der Mutter auf Neugeborene übertragen werden. Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern. Was ist das für ein Blatt hier?? Nur dass etwas Panikmachendes geschrieben wird. Überall diese verdummende, angstschürende Propaganda - selbst hier.
LNS
NEWSLETTER