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PET/CT zeigt Eindringen von Rifampicin in die Lungenherde bei Tuberkulose

Mittwoch, 26. Februar 2020

Der CT-Scan oben zeigt die Lage von 2 Lungenhohlräumen. Im unteren PET/CT-Bild erkennt man das Versagen eines radioaktiv markierten Anti-TB-Medikaments (farbig dargestellt), in diese Hohlräume zu gelangen und die darin eingeschlossenen Mikroben anzugreifen. /Johns Hopkins Medicine
Der CT-Scan oben zeigt die Lage von 2 Lungenhohlräumen. Im unteren PET/CT-Bild erkennt man das Versagen eines radioaktiv markierten Anti-TB-Medikaments (farbig dargestellt), in diese Hohlräume zu gelangen und die darin eingeschlossenen Mikroben anzugreifen. /Johns Hopkins Medicine

Baltimore – Ein bildgebendes Verfahren, das US-Forscher in Nature Medicine (2020; doi: 10.1038/s41591-020-0770-2) vorstellen, macht sichtbar, ob das Tuberkulostatikum Rifampicin in die Lungenkavernen eindringt, wo sich die Mykobakterien stark vermehren. Das Verfahren könnte genutzt werden, um die Dosis von Rifampicin anzupassen und eventuell die Dauer der Behandlung zu verkürzen.

Die Therapie einer Tuberkulose erfordert von den Patienten viel Geduld. Selbst bei unkomplizierten Fällen müssen die Patienten über sechs Monate mehrere Wirkstoffe einnehmen. Die langen Behandlungszeiten sind notwendig, weil die Bakterien sich in Granulomen vermehren, die von den Wirkstoffen nur schwer erreicht werden. Die Wände der Lungenkavernen bilden für die Medikamente einen schwer durchdringbaren Abwehrwall.

Ein Team um Alvaro Ordonez von Johns Hopkins Medicine in Baltimore hat einen Tracer für die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) untersucht, der das Eindringen von Rifampicin, dem wichtigsten Wirkstoff der Standardbehandlung, sichtbar macht. Ärzte können auf der heute üblichen Kombination mit einer Computertomografie (PET/CT) erkennen, ob der Wirkstoff bereits das Innere der Lungenkavernen erreicht hat, wo sich die Tuberkelbazillen massenhaft vermehren.

Die Forscher haben die Technik in einer klinischen Studie an 12 Patienten untersucht, die mehrmals mit dem PET/CT-Verfahren untersucht wurden. Tierexperimentelle Untersuchungen belegten, dass die Aufnahmen im Prinzip genutzt werden könnten, um den Fortschritt der Behandlung zu beurteilen. In günstigen Fällen könnte die Behandlung von sechs auf vier Monate verkürzt werden, schreiben die Forscher. © rme/aerzteblatt.de

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