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Veränderte Atemwegsmakrophagen fördern die Entzündungsreaktion bei Mukoviszidose

Montag, 17. Januar 2022

/mi_viri, stock.adobe.com

Berlin/Heidelberg – Schleim in den Atemwegen kann Makrophagen bei Mukoviszidose so verändern, dass sie krankheitsfördernde Eigenschaften entwickeln. Das berichtet ein Forschungsteam des Deutsch­en Zentrums für Lungenforschung am Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC) im Fach­magazin Nature Communications (2021; DOI: 10.1038/s41467-021-26777-9). Atemwegsmakro­phagen könnten daher ein Ziel neuer Therapien zur Behandlung von Mukoviszidose und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) werden, hoffen die Wissenschaftler.

Normalerweise sind Entzündungsreaktionen bekanntlich ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Die Arbeitsgruppe untersuchte diesen Zusammenhang im Mausmodell. „Die Makrophagen aus den Lungen dieser Mäuse erfüllten ihre Funktion als Fresszellen nicht mehr und produzierten entzündungsfördernde Botenstoffe“, erklärt Michelle Paulsen, Co-Erstautorin der Arbeit.

Diese Ergebnisse bestätigten die Forscher durch weitere Experimente, bei denen sie Makrophagen ge­sun­der Mäuse mit Schleim behandelten. In Folge des Kontakts zeigten die Atemwegsmakrophagen die gleichen Veränderungen wie die aus den Lungen genetisch veränderter Mäuse.

„Wir konnten zeigen, dass bestimmte Abschnitte der Makrophagen-DNA so verändert waren, dass Gene für entzündungsfördernde Botenstoffe vermehrt abgelesen werden“, erläuterte Christoph Plass, Co-Letztautor der Veröffentlichung. Bei den Veränderungen der DNA handelte es sich nicht um Verände­rungen in der DNA-Sequenz, sondern um sogenannte epigenetische Veränderungen, die die Struktur der DNA beeinflussen.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen nach Auffassung der Arbeitsgruppe die Bedeutung schleimlö­sender Therapien bei den Atemwegserkrankungen. „Zukünftig könnten die veränderten Atemwegs­makro­phagen als Angriffspunkt für die Entwicklung zielgerichteter Therapien für Mukoviszidose und COPD dienen“, erläutert Joschka Hey, ebenfalls Co-Erstautor der Arbeit. © hil/aerzteblatt.de

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