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Hintergrund: Weiterentwicklungen im Bereich der Diagnostik und Strahlentherapie ermöglichen zunehmend Re-Bestrahlungen mit kurativer Intention. Es werden die onkologischen Ergebnisse sowie die Akut- und (soweit bekannt) Spätfolgen einer modernen perkutanen Re-Bestrahlung bei kurativ vorbestrahlten Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren (KHT) und Prostatakarzinom (PCA) dargestellt.

Methode: Es erfolgte eine Recherche in der Datenbank PubMed nach Publikationen mit > 20 Patienten, die zwischen Mai (KHT) beziehungsweise Oktober (PCA) 1998 bis April (KHT) beziehungsweise Oktober (PCA) 2018 veröffentlicht wurden.

Ergebnisse: Es wurden vornehmlich retrospektive, unkontrollierte Studien identifiziert. Davon umfassten 16 Studien insgesamt 2 678 Patienten mit KHT-Rezidiv und 8 Studien insgesamt 245 Patienten mit PCA-Rezidiv. Der Einsatz der Intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT) und Körperstereotaxie (SBRT) ergab bei Plattenepithelkarzinomen der Kopf-Hals-Region 3-Jahres-Überlebensraten von 47–57 %. Substanzielle Akut- und Spätnebenwirkungen wurden hierbei in Kauf genommen. In Studien mit vornehmlich kleinen Patientenkollektiven mit PCA-Rezidiv führte eine Re-Bestrahlung mittels Körperstereotaxie bei Nachbeobachtungszeiten von 11–24 Monaten zu Tumorkontrollraten von circa 40–80 % bei geringer Akuttoxizität.

Schlussfolgerung: Trotz fehlender Vergleichsstudien können moderne perkutane Strahlentherapietechniken nach sorgfältiger Patientenauswahl zur Re-Bestrahlung bei Lokalrezidiven von KHT mit kurativer Intention eingesetzt werden. Die Re-Bestrahlung der Prostata muss noch als experimentell bezeichnet werden. Erste Ergebnisse aus Studien mit kleinen Fallzahlen stimmen aber zuversichtlich. Allerdings können die Langzeitnebenwirkungen noch nicht abgeschätzt werden. Die Auswahl der Patienten sollte interdisziplinär erfolgen. In der Regel wird die Behandlung in spezialisierten Zentren durchgeführt.

LNSLNS

Ziel jeder kurativ intendierten Tumortherapie ist die dauerhafte Tumorkontrolle unter Minimierung langfristiger Einschränkungen der Lebensqualität. In der Vergangenheit war nach einer Strahlentherapie keine weitere möglich, weil der Hochdosisbereich nicht präzise genug geformt werden konnte und dadurch umliegende gesunde Strukturen überdosiert bestrahlt wurden. Weiterentwicklungen der Bestrahlungstechniken schaffen heute die notwendigen Voraussetzungen, um eine erneute Strahlentherapie in Betracht zu ziehen (Tabelle 1, Kasten) (1, 2, 3). Hierzu zählen:

  • die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT, „intensity modulated radiotherapy“), eine Bestrahlungstechnik mit besonders homogener Dosisverteilung)
  • die volumenmodulierte Strahlentherapie (VMAT, „volumetric arc therapy“) und helikale Tomotherapie (HT), beides IMRT-Formen, die ohne Pause im Rahmen einer Rotation des Beschleunigers um den Patienten appliziert werden
  • die stereotaktische Radiochirurgie im Zentralnervensystem und übrigen Körper (SRS/SBRT „stereotactic radiosurgery/stereotactic body radiotherapy“), wozu auch das Gammaknife und Cyerknife gerechnet werden
  • die Partikeltherapie, zum Beispiel mit Protonen.
Entscheidungskriterien für eine kurative Re-Bestrahlung
Kasten
Entscheidungskriterien für eine kurative Re-Bestrahlung
Verfügbare Bestrahlungsarten und -techniken zur Re-Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren und Prostatakarzinomen
Tabelle 1
Verfügbare Bestrahlungsarten und -techniken zur Re-Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren und Prostatakarzinomen
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Beim Cyberknife sind mithilfe von Steuerungselementen zur Lagerung, Navigation und Strahlformung nur sehr kleine Sicherheitssäume notwendig.

Die Fortschritte in der Bestrahlungstechnik gehen einher mit Weiterentwicklungen der radiologischen Diagnostik (Computertomografie[CT]- und Magnetresonanztomografie[MRT]-Diagnostik, zum Teil gekoppelt mit Positronen-Emissions-Tomografie[PET]-CT oder -MRT). Mit deren Hilfe lassen sich Rückfälle nach intitialer Strahlentherapie besser als früher lokalisieren. Somit können geeignete Patienten für eine Re-Bestrahlung leichter identifiziert werden (4). Generell gelten die folgenden Kriterien als entscheidend hinsichtlich der Möglichkeiten und Chancen einer erneuten Bestrahlung:

  • der Allgemeinzustand des Patienten
  • die Art und Intensität der Vorbehandlung
  • die Lokalisation und Größe des Rezidivtumors
  • die Infiltration von Nachbarstrukuren
  • das Vorhandensein von Metastasen.

Kopf-Hals-Tumor(KHT)-Rezidive treten in 40–50 % der Fälle nach primär kurativer Therapie auf. Die Rettungschirurgie ist die Behandlung der ersten Wahl. Ist dies nicht möglich, das Rezidiv jedoch lokal begrenzt, kann eine Re-Bestrahlung, gegebenenfalls mit Systemtherapie, eine erneute kurative Chance für Patienten mit Rezidiv- oder Zweittumoren im vorbestrahlten Areal darstellen (5). Bei Rezidiven von Prostatakarzinomen (PCA) nach kurativer Bestrahlung, älteren komorbiden Patienten oder Nachweis von Fernmetastasen gilt die alleinige systemische (Hormon- oder Antihormon-)Therapie als Möglichkeit der palliativen Dauertherapie (6).

Die Weiterentwicklungen von PET und MRT (3Tesla-MRT, PSMA [prostataspezifisches Membranantigen]-PET-CT/-MRT) ermöglichen es, Rezidive zu diagnostizieren, sie lokal abzugrenzen und gleichzeitig Metastasen auszuschließen (4). Bisher gilt die Rettungs- oder Salvage-Prostatektomie nach kurativer Vorbestrahlung als Standard trotz Fehlens komparativer Evidenz. Sie ist allerdings durch eine hohe Morbidität gekennzeichnet (7).

In den letzten Jahren sind wenige prospektive Studien, jedoch viele retrospektive und zum Teil monoinstitutionelle Einzelfallanalysen zur Re-Bestrahlung von Patienten mit rezidivierten KHT mit verschiedensten Techniken veröffentlicht worden. Der Kenntnisstand zur Re-Bestrahlung beim PCA umfasst ausschließlich retrospektiv ausgewertete Daten kleiner Patientengruppen einzelner Zentren. Beide Tumorentitäten in den zwei sehr verschiedenen Körperregionen zeichnen sich durch sehr unterschiedliche Therapieverläufe und mögliche Nebenwirkungsspektren aus. Dennoch geben die hier vorgestellten Daten einen ersten Überblick über die Bandbreite zunehmender kurativ intendierter nichtinvasiver Behandlungsoptionen nach vorhergehender hochdosierter Bestrahlung. Gleichzeitig muss aufgrund der fehlenden Randomisierung bei vornehmlich retrospektiv ausgewerteten kleinen Patientenzahlen auf die begrenzte Allgemeingültigkeit hingewiesen werden. Für die Zukunft besteht die dringende Notwendigkeit, das Potenzial der Verfahren in kontrollierter Studien zu überprüfen.

Methoden

Es erfolgte eine Literatursuche in PubMed. Eingeschlossen in die Auswertung wurden nur Originalpublikationen, die zwischen Mai (KHT) beziehungsweise Oktober (PCA) 1998 bis April (KHT) beziehungsweise Oktober (PCA) 2018 publiziert wurden und in die Patienten mit einem lokalen oder (loko)regionären Rezidiv beziehungsweise Zweitkarzinom der KH- oder PCA-Region im initial kurativ vorbestrahlten Gebiet (≥ 40 Gy) und kurativer Re-Bestrahlung mit moderner Technik (IMRT, VMAT, SBRT, Partikeltherapie bei KHT; SBRT bei PCA) einbezogen worden waren. Es wurden Publikationen berücksichtigt, die in englischer oder deutscher Sprache im Volltext verfügbar waren. Ausgeschlossen wurden Übersichtsarbeiten und Studien ohne Überlebensdaten, Re-Bestrahlung (Re-RT) in Kombination mit Rettungschirurgie oder anderen lokalen Therapieverfahren sowie Studien mit > 50 % überholter Re-Bestrahlungstechniken wie TeleCobalt, 2D-RT und 3D-konformaler RT (3D-CRT) oder Einsatz von Brachytherapie. Zusätzlich wurden die Referenzen der eingeschlossenen Studien auf weitere Publikationen geprüft. Die Studien wurden ausgewertet nach:

  • Patientenzahl
  • Tumorlokalisation
  • Bestrahlungstechnik
  • Eckpunkte zu Re-Bestrahlung mit Gesamtdosis (GD)
  • Fraktionen (Fx) und Einzeldosis (ED)
  • Systemtherapie.

Die mediane Nachbeobachtungszeit, das progressionsfreie- (PFÜ) und/oder Gesamtüberleben (GÜ) wurden nach 1, 2, 3 beziehungsweise 5 Jahren erhoben (soweit Daten verfügbar). Akut- und Spätfolgen entsprechend der Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE; Grad [G]3: schwerwiegend, G4: lebensbedrohlich; G5: tödlich) wurden analysiert und aufgeschlüsselt (eMethodenteil).

Kopf-Hals-Tumore

Das 1- und 2-Jahres-GÜ betrug nach IMRT 56 % und 35–51 % (8), nach SBRT 31–84 % und 13–58 % und nach einer Partikeltherapie 62–68 % und 30–42 % (8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17). In der prospektiven Phase-II-Studie mit Cyberknife-SBRT plus Cetuximab betrug das GÜ nach 1 Jahr 47 % (3). Mit alleiniger SBRT betrug das mediane GÜ in der Phase-I-Studie nur 6 Monate (95-%-Konfidenzintervall: 5–8 Monate) (18). Die längerfristigen Überlebensraten nach IMRT lagen nach 3 Jahren zwischen 47–57 % (19, 20, 21) und nach 5 Jahren bei 19 % ohne simultane Chemotherapie und 23 % mit einer simultanen Chemotherapie bei einem medianen Follow-Up von 39 Monaten (22).

Höhergradige akute Nebenwirkungen (CTCAE G3) schwankten je nach Tumorsitz und Rezidivtumorvolumen zwischen 0 und 39 % (Tabelle 2). Hier wurden überwiegend die Mukositis, Blutungen, Dermatitis und Dysphagie genannt. Akute G4- und G5-Nebenwirkungen wurden bei IMRT und SBRT bei 5 % und 0,5 % aller Patienten beobachtet. G3-Spätmorbiditäten wurden in retrospektiven IMRT-Studien entweder gar nicht oder in bis zu 74 % aller Fälle berichtet (20). Die große Spannbreite ergibt sich aus der zum Teil beträchtlichen Inhomogenität der Kohorten. Schwere und lebensbedrohliche Spättoxizitäten G3–4 wurden ebenfalls gar nicht und in bis zu 24 % nach IMRT beziehungsweise bis 61 % nach IMRT/3D-CRT und 0–46 % nach Partikeltherapie beschrieben (8, 21). Genannt wurden Blutung, Dysphagie, Weichteilfibrose sowie Osteoradionekrose (ORN). Tödliche therapiebedingte Verläufe (G5) traten überwiegend aufgrund von arteriellen Blutungen und dem Carotis-Blowout-Syndrom (CBO) in 0–10 % der behandelten Patienten auf (3, 8, 11, 15, 20). Auch in der prospektiven Phase-II-Studie mit Cyberknife-SBRT kam es zu einer (1,6 %) tödlichen Blutung (3). In 5 der 8 Studien mit beschriebenen G5-Toxizitäten wurde die SBRT zur Re-Bestrahlung verwendet (3, 8, 9, 11, 12, 15, 16, 20). In einer IMRT-Studie mit insgesamt nur 38 Patienten, in der eine Hyperfraktionierung mit 2 × 1,2 Gy/Tag bis median 64,8 Gy eingesetzt wurde, kam es in 8 % der Fälle zu G5-Toxizitäten mit Todesfolge durch Epistaxis (20). Tabelle 2 gibt eine detaillierte Übersicht zum Überleben und zur Toxizität in den KH-Re-Bestrahlungsstudien. In 11 Studien wurde zusätzlich zur Strahlentherapie bei 24–100 % der Patienten eine Chemotherapie oder Immuntherapie mit Cetuximab durchgeführt. Eine systematische Analyse der Wirksamkeit der einzelnen Substanzen war nicht möglich. Wenn klinisch durchführbar, wird die Kombination einer Re-Bestrahlung mit einer systemischen Therapie eingesetzt mit dem Ziel, die lokale Wirkung der Bestrahlung zu verstärken und die systematische Kontrolle zu verbessern (22).

Studien zu Kopf-Hals-Tumoren
Tabelle 2
Studien zu Kopf-Hals-Tumoren

Prostatakarzinom

Das mediane Alter bei Rezidivdiagnose beziehungsweise Re-Bestrahlung betrug 68,8–71,6 Jahre, die mediane Nachbeobachtungszeit 11,7–24 Monate (23, 24). Dabei erhielten 74 % der Patienten im Rahmen ihrer Primärbehandlung eine hochdosierte definitive Strahlentherapie mit 3D-CRT oder IMRT. Bei 23 % der Patienten wurde zunächst die Prostata (gegebenenfalls mit Samenblasen und Lymphknoten) entfernt, gefolgt von einer adjuvanten oder im Fall eines biochemischen Rezidivs Rettungs(Salvage-)Bestrahlung des Prostatabetts. 3 % der Patienten bekamen eine Primärtherapie mit einer LDR-Brachytherapie, kombinierter Telebrachytherapie oder hochdosierter Stereotaxie. Der Rezidivverdacht (PSA-Rezidiv nach Kriterien der American Society for Radiation Oncology (ASTRO): Nadir + 2 ng/mL) wurde in einigen Studien bioptisch gesichert, zum Teil erfolgte die Diagnose durch ein Becken-MRT oder eine Ganzkörper-PET-CT. In den meisten Rezidivstudien wurden Patienten mit metastasierter Erkrankung ausgeschlossen.

Jereczek-Fossa et al. inkludierten allerdings bewusst auch Patienten mit lymphatischer und distanter Oligometastasierung (25). Sechs Studien verwendeten zur Re-Bestrahlung die SBRT mit Cyberknife. Nur eine Studie behandelte die Patienten mit dem VERO, einem stereotaxiefähigen Linearbeschleuniger mit Mikro-Multilamellenkollimatoren (MLC). Fuller et al. berichten von einem medianen Prostatavolumen vor Re-Bestrahlung von 21,7 mL (23). In Abhängigkeit vom initialen Behandlungsvolumen und der Gesamtdosis der Primärbehandlung wurden sehr unterschiedliche Zeit-Dosis-Konzepte angewandt. Mbeutcha et al. behandelten an 5 Tagen in einer Woche (26). Das am häufigsten verwendete Rezidivkonzept beinhaltet 6–7 Gy im 48-stündigen Intervall an 5 Tagen. Zumeist erfolgte eine als Tracking bezeichnete markerbasierte bildgeführte Radiotherapie, nachdem zuvor etwa 3–4 Goldmarker in die Prostata oder Goldmarker direkt in das makroskopische Rezidiv implantiert worden war. Bei intraprostatischem Rezidiv wurde häufig erneut die gesamte Prostata bestrahlt. Nur Mbeutcha et al. fokussierten allein auf das Rezidiv innerhalb der Prostata (26).

Meistens wurde die bereits eingeleitete antihormonelle Behandlung fortgesetzt. Der mediane PSA-Wert zum Zeitpunkt der Re-Bestrahlung betrug 3,1–10 ng/mL (23, 27). Der mediane Zeitraum von Re-RT bis zum PSA-Nadir betrug 6–7,5 Monate und lag absolut bei 0,38–1,0 ng/mL (26, 28).

Die primären Endpunkte der Überlebensanalysen wurden unterschiedlich gesetzt. In zwei Arbeiten wurde die biochemisch nachgewiesene (PSA-Wert) Rezidivfreiheit nach einem Jahr mit 80 und 83,3 % angegeben (27, 28). Andere Arbeiten berichteten, zum Zeitpunkt ihrer Auswertung BNED-Raten (BNED, „biologically no evidence of disease“) von 41–82 % erreicht zu haben, (Tabelle 3) (23, 29). Nach Re-SBRT betrug die mediane Dauer bis zum biochemischen Rezidiv 10–16,5 Monate (25, 28). Da nicht alle Autoren eine neue bildgebende Rezidivdiagnostik zum Zeitpunkt des erneuten Therapieversagens einleiteten, war eine Differenzierung zwischen lokalen und regionalen sowie distanten Rezidiven/Metastasen nicht zuverlässig möglich. Zerini et al. beobachtete bei 32 ausgewerteten Patienten 4 lokale Rückfälle, 1 lymphonoduläres Rezidiv und 7 Patienten mit distanter Metastasierung (29). Als Risikofaktoren für das biochemische Versagen (PSA-Zunahme) nach Re-SBRT konnten Loi et al. das höhere T-Stadium (> T3a), Hochrisikosituation nach National Comprehensive Cancer Network (NCCN) und die fortgesetzte anti-hormonelle Therapie identifizieren (27).

Relevante Studien bei Patienten mit lokoregionalen Rezidiv nach definitiver Radiotherapie des Prostatakarzinoms
Tabelle 3
Relevante Studien bei Patienten mit lokoregionalen Rezidiv nach definitiver Radiotherapie des Prostatakarzinoms

Resümee und Limitationen

Durch die Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik und Präzisionsstrahlentherapie ist heute bei Patienten mit Lokalrezidiven oder Zweittumoren in der Kopf-Hals-Region eine kurativ intendierte perkutane Re-Bestrahlung mit moderner Technik durchführbar. Aufgrund der fehlenden Daten aus kontrollierten Studien, müssen die Patienten unter Abwägung aller Chancen und Risiken interdisziplinär selektiv ausgewählt werden.

Bei sorgfältiger Patientenauswahl kann langfristig eine Progressionsfreiheit und erneut eine längere tumorfreie Phase erreicht werden. Gerade im Kopf-Hals-Bereich müssen bei der Indikationsstellung mögliche schwere Akut- und Spätfolgen in die Entscheidung mit einfließen. Die Re-Bestrahlung sollte immer auf der Basis einer interdisziplinären Therapieentscheidung im Tumorboard erfolgen. Eine umfassende Aufklärung des Patienten ist die Voraussetzung für eine gemeinsame Entscheidungsfindung.

Bei KHT-Rezidiven kann durch den Einsatz moderner RT-Technik, das heißt der IMRT, SBRT oder Partikeltherapie, in der Re-Bestrahlungssitutation ein 1- beziehungsweise 2-Jahres-GÜ zwischen 31–84 % beziehungsweise 13–58 % erreicht werden. Das 3-Jahres-GÜ lag bei IMRT-Studien mit entsprechenden Nachsorgezeitraum zwischen 47–57 % und in einer Studie nach 5 Jahren noch bei 19 % ohne Chemotherapie und 23 % in Kombination mit Chemotherapie (22). Als prädiktiv für ein längeres Überleben werden jüngeres Lebensalter (≤ 65 Jahre), ein guter Allgemeinzustand, geringe Komorbiditäten sowie eine Zeitspanne > 1 Jahr von Primärtherapie bis zum Rezidiv angegeben (13, 14, 20, 22). Speziell für die Nutzung einer SBRT scheint ein makroskopisches Rezidivtumorvolumen von < 150 cm3 prädiktiv für ein besseres Überleben und geringere Toxizitäten zu sein (9, 14, 16). Jedoch sollte angesichts von bis zu 74 % schwerwiegender und bis 11 % tödlicher Nebenwirkungen die Toxizität der Re-Radiotherapie an den Normalgeweben deutlich reduziert werden. Dies kann mit einer IMRT in Hyperfraktionierung mit 2 × täglich 1,1–1,4 Gy bis 60–66 Gy umgesetzt werden, ohne die Effektivität zu kompromittieren. Bei Normofraktionierung sollten Einzeldosen von 1,8–2,0 Gy und Gesamtdosen von 50–66 Gy nicht überschritten werden.

Eine starke Hypofraktionierung mit Anwendung einer SBRT sollte auf kleinere Zielvolumina < 25 cm3 und in unkritischen Weichteilbereichen beschränkt werden, um die Spätfolgen eines radiogenen Ulcus der Haut, einer Osteoradionekrose und vor allem einer „Blowout“-Blutung arterieller Gefäße zu vermeiden. Wie eine prospektive Phase-I-Dosiseskalationsstudie mit einem medianen Überleben von nur 6 Monaten zeigte, stellt die SBRT mit kumulativ 44 Gy in 5 Fraktionen über 2 Wochen hier absolutes Dosislimit dar (18). Risikoarm erscheint die Dosierung mit GD 36 Gy in 6 Fx jeden zweiten Tag mit einen 1-Jahres-GÜ von 47 % (3).

Daten zu vielversprechenden Kombinationen der Re-Bestrahlung mit neuen Medikamenten, wie zum Beispiel Checkpoint-Inhibitoren, wurden bisher nicht publiziert. Wie in der Primärsituation scheint die Re-Bestrahlung in Kombination mit einer Systemtherapie im KH-Bereich einen Überlebensvorteil zu bringen und sollte entweder Cisplatin-basiert oder Cetuximab-basiert erfolgen (22). Wenngleich hochgradige komparative Evidenz fehlt, kann die kurativ intendierte Re-Bestrahlung bei KH-Tumoren unter bestimmten Kautelen als etabliert gelten.

Die Re-Bestrahlung der Prostata hingegen, muss weiterhin als experimentell bezeichnet werden. Bei den bisher veröffentlichten Daten handelt es sich um retrospektive Auswertungen kleiner und inhomogener Patientengruppen ohne vordefinierte Ein- und Ausschlusskriterien. Darüber hinaus lässt die begrenzte Nachbeobachtungszeit keine eindeutigen Schlüsse hinsichtlich langfristiger Komplikationen zu.

Die meisten Studien zur Re-Bestrahlung des Prostatakarzinoms untersuchten lediglich kleine und inhomogene Patientenkohorten, was die Aussagekraft erheblich einschränkt (31). Patienten mit vorbestehenden Beschwerden wurden von der Behandlung ausgeschlossen. Auch wenn die vorliegenden Daten hinsichtlich der Nebenwirkungen überraschend positiv scheinen (Tabelle 4), muss erneut auf die retrospektive Natur der Auswertung mit dem Risiko des underreporting, die kleinen Patientenzahlen und die begrenzt lange Nachbeoabchtungszeit (maximal 24 Monate) hingewiesen werden. Verlässliche Aussagen zu Langzeitnebenwirkungen können somit noch nicht getroffen werden.

Akute und späte urogenitale (GU) und gastrointestinale (GI) Nebenwirkungen, insofern sie angegeben wurden bzw. zeitlich zuzuordnen waren (Anzahl betroffener Patienten bzw. bei Miszczyket al. Prozent betroffener Patienten)
Tabelle 4
Akute und späte urogenitale (GU) und gastrointestinale (GI) Nebenwirkungen, insofern sie angegeben wurden bzw. zeitlich zuzuordnen waren (Anzahl betroffener Patienten bzw. bei Miszczyket al. Prozent betroffener Patienten)

Unterschiedliche Vorbestrahlungen, bestehend aus Teletherapie oder Brachytherapie sowie als kombinierte Tele-Brachytherapie, und Systemtherapien, mit oder ohne Androgenblockade, zum Zeitpunkt der Re-Bestrahlung relativieren die Resultate und machen eine profunde Analyse schwer. Die Tumorkontrolle, gemessen als PSA-Rückfall, betrug zum Zeitpunkt der jeweiligen Auswertungen nach 1 Jahr circa 20 %, wobei sich zwischen 40–82 % der PCA-Patienten auch in kompletter PSA-Remission befanden. Aus den vorliegenden Studien geht nicht klar hervor, warum die Tumorkontrollraten im Vergleich zur primären SBRT deutlich schlechter sind, obwohl ähnliche Dosis- und Volumenkonzepte eingesetzt wurden (32). Möglicherweise wurde bei Patienten unter fortgesetzter antihormoneller Therapie eine bereits eingetretene mikroskopische systemische Aussaat maskiert oder das vor der Rezidiv Re-RT eingesetzt Cholin-PET-CT war nicht ausreichend sensitiv, um die systemische Metastasierung nachzuweisen. Die Weiterentwicklungen von PET-CT und PET-MRT (3Tesla-MRT, 68Ga-HBED-CC-PSMA-PET/MRI, 68Ga-HBED-CC-PSMA-PET/CT) präzisieren die Diagnose singulärer, das Organ nicht überschreitender Lokalrezidive und schließt gleichzeitig systemische Metastasen aus (33, 34, 35). Sollten sich die bisher überraschend geringen Nebenwirkungen in kontrollierten Langzeitauswertungen bestätigen, kann eine Dosisekalation bei Re-Bestrahlungen der Prostata durchaus erwogen werden.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 2. 2019, revidierte Fassung angenommen: 10. 12. 2019

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Arne Grün
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
arne.gruen@charite.de

Zitierweise
Grün A, Kuhnt T, Schlomm T, Olze H, Budach V, Stromberger C: Repeat radiation for local recurrence of head and neck tumors and in prostate cancer. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 167–74. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0167

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
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Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum: Dr. med. Arne Grün, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Volker Budach,
PD Dr. med. Dr. med. univ. Carmen Stromberger
Charité CyberKnife Centrum Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin,
Campus Virchow-Klinikum: Dr. med. Arne Grün, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Volker Budach,
PD Dr. med. Dr. med. univ. Carmen Stromberger
Klinik für Strahlentherapie Universitätsklinikum Leipzig: Prof. Dr. med. Thomas Kuhnt
Klinik für Urologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Prof. Dr. med. Thorsten Schlomm
Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Charité – Universitätsmedizin Berlin,
Campus Virchow-Klinikum: Prof. Dr. med. Heidi Olze
Entscheidungskriterien für eine kurative Re-Bestrahlung
Kasten
Entscheidungskriterien für eine kurative Re-Bestrahlung
Verfügbare Bestrahlungsarten und -techniken zur Re-Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren und Prostatakarzinomen
Tabelle 1
Verfügbare Bestrahlungsarten und -techniken zur Re-Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren und Prostatakarzinomen
Studien zu Kopf-Hals-Tumoren
Tabelle 2
Studien zu Kopf-Hals-Tumoren
Relevante Studien bei Patienten mit lokoregionalen Rezidiv nach definitiver Radiotherapie des Prostatakarzinoms
Tabelle 3
Relevante Studien bei Patienten mit lokoregionalen Rezidiv nach definitiver Radiotherapie des Prostatakarzinoms
Akute und späte urogenitale (GU) und gastrointestinale (GI) Nebenwirkungen, insofern sie angegeben wurden bzw. zeitlich zuzuordnen waren (Anzahl betroffener Patienten bzw. bei Miszczyket al. Prozent betroffener Patienten)
Tabelle 4
Akute und späte urogenitale (GU) und gastrointestinale (GI) Nebenwirkungen, insofern sie angegeben wurden bzw. zeitlich zuzuordnen waren (Anzahl betroffener Patienten bzw. bei Miszczyket al. Prozent betroffener Patienten)
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