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Spermien schwängern Schafe nach 50 Jahren

Montag, 18. März 2019

Merinoschafe /dpa

Sydney – Der eingefrorene Samen von Merinoschafböcken ist auch nach 50 Jahren noch nutzbar. Das fanden Forscher in Australien heraus, die 56 Merinoschafe mit Sperma aus dem Jahr 1968 besamten. 34 der Schafe wurden nach der Besamung trächtig. Die Erfolgs­rate von 61 Prozent sei etwa die gleiche, die mit erst kürzlich eingefrorenem Samen erzielt werde, erklären die Wissenschaftler von der University of Sydney.

„Wir glauben, dass es sich hier um die ältesten nutzbaren aufbewahrten Spermien einer Art weltweit handelt und in jedem Fall um das älteste Sperma, mit dem Nachwuchs produziert wurde“, sagt die Biologin Jessica Rickard. Die Samenspenden aus dem Jahr 1968 stammten nach Angaben der Universität von vier Schafböcken.

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Sie wurden damals mithilfe von flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius einge­froren und jetzt wieder für die Besamungen aufgetaut. „Das zeigt ganz klar die Nutzbar­keit von langfristig eingefrorenem und gelagertem Sperma“, sagt Rickards Kollege Simon de Graaf.

Interessant sei auch der Einblick in die Schafzuchtpraxis der Vergangenheit. So schienen die Lämmer die faltige Haut zu haben, die bei Merinoschafen in der Mitte des vergange­nen Jahrhunderts vorkam. Züchter hätten diese Schafe ausgewählt, um die Hautober­fläche der Tiere und damit den Wollertrag zu maximieren. Später habe man von der Praxis wieder abgelassen, weil die Falten unter anderem beim Scheren zu Problemen geführt hätten, erklärt De Graaf. © dpa/aerzteblatt.de

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