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Männer gehen laut Barmer-Auswertung seltener zur Krebsvorsorge als Frauen

Dienstag, 30. März 2021

/Wolfilser, stock.adobe.com

Berlin – Männer gehen in Deutschland nach wie vor deutlich seltener zur Krebsvorsorge als Frauen. Nur zwölf Prozent nahmen im Jahr 2019 eine Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs wahr, wie aus einer heute vorgestellten Auswertung der Krankenkasse Barmer hervorging. Das entsprach rund 4,7 Millionen Männern. Im Vergleich dazu ließen sich rund 17 Millionen beziehungsweise 40 Prozent der Frauen auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs untersuchen.

Aus der Auswertung ergaben sich deutliche regionale Unterschiede: Demnach nahmen Frauen in ost­deutsch­en Flächenländern deutlich häufiger Vorsorgeuntersuchungen wahr als im Saarland oder in Nieder­sachsen, wo die Raten mit 36,5 beziehungsweise 28,8 Prozent am niedrigsten ausfielen.

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Spitzenreiter bei der Krebsvorsorge waren demnach die Brandenburgerinnen, von denen 42,8 Prozent eine Früherkennung in Anspruch nahmen.

Bei den Männern wurde die Krebsvorsorge am häufigsten in Mecklenburg-Vorpommern genutzt, wo 13,8 Prozent aller Teilnehmer zur Krebsfrüherkennung gingen. Die Schlusslichter bildeten das Saarland mit 9,3 Prozent und Bayern mit 10,3 Prozent.

Nach Barmer-Angaben erkrankten in Deutschland jedes Jahr rund 500.000 Menschen an Krebs. Die gesetz­lichen Krankenkassen übernehmen unter anderem die Kosten für die Gebärmutterhals­krebsvorsorge für Frauen ab 20 Jahren und den Test auf Prostatakrebs für Männer ab 45 Jahren. © afp/aerzteblatt.de

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Miguel Zapatero
am Samstag, 3. April 2021, 14:25

Screenings auf Prostatakrebs

Solange entgegen der wissenschaftlichen Datenlage PSA-Tests nicht qualifiziert eingesetzt werden, macht die Finger-in-den-Po-Vorsorge keinen wirklichen Sinn. Niemals würde mit Frauen so umgegangen, denn die Daten vom Mamma-Screenings mit Mammographie sind nicht besser als die vom PSA-Screening.
LNS

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