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Prävention mit Humor: Zottelige Puppen klären Jugendliche über sexuell übertragbare Infektionen auf

Mittwoch, 19. September 2018

Staffel eins der „Infektastischen STI“ im Onlinestream bei Youtube und Facebook. /Liebesleben, BZgA

Köln – Im Juli stellte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ihre Kampagne zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) auf der 22. Internationalen Aidskonferenz in Amsterdam vor: Die „Infektastischen STI“ sollen in kurzen Videos mit Humor überzeugen. Inzwischen sind 30 Folgen der ersten Staffel online mit fünf charismatischen Hauptdarstellern, die an die der Muppetshow erinnern. Eine zweite Staffel mit etwa 20 Folgen startet Mitte Oktober, teilte die BZgA heute auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes mit.

Bei den „Infektastischen STI“ handelt es sich um fünf Handpuppen, die an STI angelehnte Namen tragen: Trippo Tripper, Feig Feigwarze, Chlam Chlamydie, Hepp Hepatitis und Philis Syphilis. Diese erklären zielgruppengerecht, was sich hinter den Krankheitsbezeichnungen verbirgt, wie man sich infizieren kann und wie man sich am besten vor ihnen schützt.

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Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betonte: „Die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen ist eng miteinander verbunden.“ Deshalb hat die BZgA im Rahmen ihrer Kampagne „Liebesleben“ zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen das Format der Infektastischen STI“ entwickelt.

/youtube, Liebesleben

Die „Infektastischen STI“ informieren in kurzen Videoclips und sensibilisieren auf diese Weise eine junge Zielgruppe für das Thema. In einer Folge berichtet Trippo Tripper, wie er im All-inclusive-Urlaub so richtig rumgekommen ist, in einer anderen Folge erklärt Trippo, wie erfolgreich er beim Onlinedating auf Bumsando.com jede „Gelegenheit am Schwanz packt“ und Philis Syphilis schwärmt von „Geschwüren und Hautausschlägen“.

Das Präventionsformat findet große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. Etwa neun Millionen Menschen haben sich so im vergangenen Jahr mit den Puppen und dem Thema STI beschäftigt.

/youtube, Liebesleben

Schon im Oktober wird die erste Folge der zweiten Staffel ausgestrahlt. Die Folgen werden monatlich auf dem Liebesleben-Facebookkanal bis September 2019 veröffentlicht und auch auf Youtube hochgeladen.

Während in Deutschland das Wissen zu HIV sehr ausgeprägt ist, sind Kenntnisse über einzelne STI und deren Symptome in der Gesamtbevölkerung gering. So zeigt die repräsentative Umfrage der BZgA „Aids im öffentlichen Bewusstsein in der Bundesrepublik Deutschland“, dass aktuell nur 16 Prozent der Frauen und nur elf Prozent der Männer Brennen als Symptom einer möglichen STI zuordnen können. Und das, obwohl STI auch in Deutschland weit verbreitet sind. Studien gehen davon aus, dass sich knapp fünf Prozent der jungen Frauen und Männern mit Chlamydien infiziert haben.   © gie/aerzteblatt.de

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