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Verhaltens- und Beckenboden­muskeltherapie in Studie ohne klinische Relevanz bei Inkontinenz-OP

Freitag, 20. September 2019

 Ältere Frau macht eine Übung für den Beckenboden. /Viacheslav Iakobchuk stock.adobe.com
Um die Muskelkraft des Beckenbodens zu steigern, führten die Teilnehmerinnen 8 bis 12 Wiederholungen jedes Übungssets basierte auf den Richtlinien des American College of Sports Medicine durch. /Viacheslav Iakobchuk stock.adobe.com

Rhode Island – Frauen mit einer Mischinkontinenz, die nach einer Operationen auch eine Verhaltens- und Beckenbodenmuskeltherapie abolvierten, hatten davon nur einen geringen Zusatznutzen. Die randomisierte klinische Studie in JAMA mit 480 Frauen konnte für die kombinierte Therapie- und Operationsgruppe keine klinischen Vorteil feststellen (2019; doi: 10.1001/jama.2019.12467).

Alle Studienteilnehmerinnen litten seit mindestens 3 Monaten an einer moderaten oder schweren Drang- und Stressinkontinenz und ließen eine midurethrale Schlingenoperation durchführen. Hierbei wird unterhalb der Harnröhre, durch die der Urin aus der Blase abfließt, ein Band angebracht. Die Hälfte der Teilnehmerinnen kombinierte die Operation mit 6 Sitzungen einer Verhaltens- und Beckenbodenmuskeltherapie – eine der Sitzungen fand bereits vor der Operation statt.

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Die Erfolgsquote wurde mit dem Urogenital Distress Inventory Score (UDI-Score, 0 bis 300 Punkte) gemessen. In beiden Gruppen sank der UDI signifikant nach 12 Monaten. In der Operationsgruppe von 176,8 auf 34,5 Punkte und in der Kombinationsgruppe von 178,0 auf 30,7 UDI-Punkte. Die Differenz von 13,4 Punkten war jedoch klinisch nicht relevant.

Einen Vorteil hatte die Gruppe mit der kombinierten Therapie aber dennoch. Nach 12 Monaten mussten seltener und später zusätzliche Behandlungen der unteren Harnwege durchgeführt werden (8,5% versus 15,7 %). Eine zusätzliche Behandlung konnte beispielsweise eine medkamentöse Therapie der Symptome der unteren Harnwege beinhalten oder auch eine Nachjustierung der Schlinge. © gie/aerzteblatt.de

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