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Medizin

Proteinblockade mögliche Therapieoption bei metastasiertem Prostatakarzinom

Montag, 28. Juni 2021

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Bonn – Eine Blockade des Proteins Neuropilin 2 (NRP2) könnte ein Behandlungsansatz bei Prostata­karzino­men sein, die bereits in den Knochen metastasiert haben. Das berichtet ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Michael Muders von der Universität Bonn. Die Studie ist im Journal Bone Research erschienen (DOI: 10.1038/s41413-021-00136-2).

„Wenn das Prostatakarzinom bereits in das Skelett gestreut hat, sind die Heilungschancen sehr schlecht”, erläutert Muders, der die Stiftungsprofessur für translationale Prostatakarzinomforschung der Rudolf-Becker-Stiftung im Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Bonn innehat.

Zusammen mit Navatha Shree Polavaram und Kaustubh Datta vom University of Nebraska Medical Center (USA) sowie Wissenschaftlern der Mayo Clinic, Rochester (USA) und der Technischen Universität Dresden hat die Arbeitsgruppe um Muders die Rolle von NRP2 bei der Streuung der Prostatakarzinome untersucht.

Die Wissenschaftler analysierten Gewebe aus dem Krebs in der Prostata sowie den Knochenmetastasen. „Dabei zeigte sich, dass insbesondere die Metastasen viel NRP2 enthielten”, so Muders. Außerdem ent­hielten spezialisierte Knochenzellen – die Osteoklasten – ebenfalls erhöhte Mengen des Proteins. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass NRP2 bei der Absiedlung der Prostatakarzinome in das Skelett eine wichtige Rolle spielt.

Die Forscher prüften diese Hypothese an Mäusen, die ebenfalls an Prostatakarzinomen litten. Wurde das Gen für NRP2 in den Tieren in den Knochenzellen oder Krebszellen stumm geschaltet, kamen weniger Metastasen vor.

„Wir konnten nachweisen, dass das NRP2 nicht nur in den Krebszellen, sondern auch in den abbauenden Knochenzellen eine wichtige Rolle spielt“, erläutert Muders. Unter anderem scheint das NRP2 den Kal­zium­haushalt und gleichzeitig die Ausdifferenzierung der Knochenzellen zu beeinflussen. Die Wissen­schaftler suchen nun nach Wirkstoffen, die das NRP2 hemmen. © hil/aerzteblatt.de

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