DÄ plusForenKommentare NewsIm Prinzip eine gute Idee

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Avatar #98355
am Montag, 2. August 2010 um 13:36

Versteckspiel

Kommentar zur Nachricht
Verbraucherschützer für Patientenquittung
vom Montag, 2. August 2010
Was soll eigentlich dieses Versteckspiel ? Die Kassen könnten sehr einfach und ohne große Umstände jedem Patienten eine jährliche Kostenabrechnung zusenden. Damit wäre eine deutliche Bewußtseinsförderung verbunden, wenn die Pat. sehen, was die Behandlung gekostet hat. Die Mehrkosten für Aufwand und Porto hätten sich bei den Kassen vermutlich rasch amortisiert. Momentan wollen viele Patienten nicht wissen, was es kostet, solange die Kasse zahlt und sie möchten ihr Gewissen nicht belasten. Aber auch der Arzt möchte nicht, dass sein Patient sieht, was er verdient.
Avatar #94352
am Montag, 2. August 2010 um 20:50

Was soll der Patient denn dadurch erfahren?

Was der Arzt für die erbrachten Leistungen erhält? Ganz einfach, hier reicht die Angabe des Fallwertes.
Oder soll er wissen, welche Kosten er verursacht hat und was der Arzt an Vergütung eigentlich erhalten müsste?
Avatar #103070
am Mittwoch, 4. August 2010 um 00:18

Im Prinzip eine gute Idee

Sozialdemokratische Neidpolitik hat über die Jahrzehnte bei vielen Patienten die fälschliche Ansicht erzeugt, ihnen stünde (beinahe) alles zu und der Arzt würde sich zu viel Geld in die Tasche stecken.
In fahrlässiger Weise sprechen viele SPD-nahe Politiker gerne von einer zwei-Klassen-Medizin.
Aber auch viele wohlmeinende Bürger haben schlichtweg keine Vorstellung, welche Kosten medizinische Behandlung verursachen kann.
Von daher ist es sehr sinnvoll, eine Rechnungskopie zur Kenntnisnahme an den gesetzlich Zwangsversicherten zu schicken.
Die Krönung der Transparenz wäre allerdings, offenzulegen, welcher Anteil an den Versicherungskosten für die Begehrlichkeiten der Krankenkassenverwaltung anfällt.
Bereits seit Jahrzehnten ist Deutschland ein gutes Land für KK-Bürokraten, aber ein schlechtes für die Leistungserbringer - und die Zwangsversicherten...
Avatar #102327
am Mittwoch, 4. August 2010 um 00:31

Schuldgefühle und Menschenwürde

Bewußtsein hin, Bewußtsein her.
Ich gehe davon aus, dass ein Patient dann zum Arzt geht, wenn dies erforderlich ist.
Was ist mit all den Patienten die chronisch krank sind, die immense Kosten verursachen, nur um überhaupt überleben zu können, wie zum Beispiel Krebspatienten oder Mukoviszidosepatienten?
Was sollen diese Menschen tun? Welche Wahl haben sie?
Wie sollen sie damit umgehen, wenn ihnen bewusst wird, wie sehr sie die Solidargemeinschaft belasten?
Wer verantwortet es, wenn nur einer dieser Patienten mit dieser "Schuld" nicht leben kann und seine Konsequenzen der Kostensenkung zieht?
Ich würde mit dieser Schuld nicht leben müssen!
Ich finde es grausam und unverantwortlich wenn die Schwächsten der Schwachen das schwarz auf weiss vorgehalten bekommen !
Muss es denn immer NUR ums Geld gehen?
Wir sollten uns dafür einsetzen, dass diese Gesellschaft menschlich bleibt und noch menschlicher wird.
Wir sollten uns bewusst machen, es kann jeden treffen, dass er zum "Kostenfaktor" wird und jeder von uns möchte und soll auch dann ein Recht auf Menschenwürde haben.
Avatar #100202
am Mittwoch, 4. August 2010 um 08:20

Eigenverantwortung der Versicherten

Mehrheitlich ist es doch nach wie vor so, hier in diesem bundesdeutschen Gesundheits(Krankheits)system herrscht eine Art Selbstbedienungsmentalität. Im europäischen Vergleich "rennen" die Deutschen 3x zum Arzt, fast alle anderen Europäer 1x, Durchschnitt aller Versicherten p.a. Werden die Deutschen deshalb älter als andere Europäer, sind sie deshalb "gesünder"? Nein!
Mehr Eigenverantwortung ist erforderlich. Das bewirkt man allerdings ausschließlich mit "Sanktionen". Beispiel; Patient mit erheblichem Übergewicht. 25 Jahre jung - Generation McWürg - Klagt über Gelenkschmerzen, Müdigkeit und häufig auftretende Kopfschmerzen. Befund; Hypertonie und Azidose u.a. Nun bekommt der Patient folgendes gesagt; Sie müssen ihre Lebensweise umstellen, sie müssen abnehmen, sich gesünder ernähren und sie müssen sich mehr bewegen. "Gegen" ihren Bluthochdruck schreibe ich ihnen was auf, wegen ihrer Übersäuerung fragen sie in der Apotheke nach, die haben da was, müssen sie aber selbst bezahlen. Dann wenden sie sich bitte an ihre "Krankenkasse" wegen eines Beratungsgutscheines für eine Ernährungsberatung. Die Blutdrucksenker erhalten Sie gleich für ein ganzes Jahr, die Großpackungen sind schließlich preiswerter. Nach einem Jahr kommen Sie wieder in die Praxis. Dann werde ich sie erneut untersuchen und wenn ich feststelle, dass sie nicht abgenommen haben, muss ich der Krankenkasse das melden. Dann müssen sie einen Beitragsaufschlag entrichten, glaube der beträgt etwa 15 % des gezahlten Beitrages, müssen sie aber allein entrichten, nicht zur Hälfte. Wenn sie dann immer noch Blutdrucksenker benötigen, verordne ich ihnen die, müssen sie aber dann auch komplett selbst berappen.
Ob der was tut?
Alles fiktiv, klar.
Allerdings sollte man hinsichtlich "Übergewichtszuschlag bei Versichterten2 mal nach Japan schauen, sehr interessant:-)).
Kommen wir nun zu den Rauchern .... nee das würde sie nur langweilen.

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