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Avatar #94352
am Donnerstag, 30. Dezember 2010 um 21:12

Das ist noch lange nicht das Ende

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Experten und Kommunen befürchten drastisch zunehmende Altersarmut
vom Donnerstag, 30. Dezember 2010
Wenn diejenigen, die zwar etwas mehr Rente als in Höhe der Grundsicherung bekommen, vielleicht mit Riester etwas aufgepolstert, dann ihre karge Rente noch versteuern dürfen, der Staat hilft mit hohen (und sicherlich steigenden) Steuern auf Energie usw und MWSt gerne noch weiter, man die steigenden Kosten für Lebensmittel etc berücksichtigt, dann werden das sicher mehr als 10% der Menschen sein, die in Armut dahinvegetieren. ....
Avatar #99598
am Mittwoch, 5. Januar 2011 um 10:45

...und praktisch keine lindernden Hinzuverdienstmöglichkeiten!

Ist man in der Falle "Altersarmut" gelandet und bezieht ergänzende Grundsicherung nach SGB-XII, so hat man nicht einmal die Chance, durch Hinzuverdienst seine Situation zu verbessern. Der Gesetzgeber will anscheinend, dass die Betroffenen in dieser Armut verbleiben!

Denn wer Hinzuverdienen will, dem werden 80 Prozent seines Hinzuverdienst auf die Grundsicherung angerechnet, nur 20 Prozent darf man behalten. Und wehe dem, der seinen Hinzuverdienst aus selbständiger Tätigkeit erwirtschaften will: Die Sozialämter verlangen gemäß SGB "eine ganz spezielle Buchhaltung" mit geradezu grotesken Vorgaben, die sich erheblich unterscheidet von der Buchhaltung, die steuerrechtlich zu erstellen ist. Bei stark schwankenden Einnahmen ist die Abrechnung sogar monatlich vorzunehmen. Solch einen Aufwand kann kaum jemand leisten, sowohl weil die fachliche Qualifikation dazu fehlt als auch wegen des zeitlichen Aufwands.

Besonders problematisch ist die Kombination der ergänzenden Grundsicherungsleistung zur (nicht ausreichenden) Rente. Denn wenn man so viel hinzuverdient, dass die ergänzende Grundsicherung wegfällt, fallen zugleich die Sozialabgaben für den Hinzuverdienst an. Also muss man noch mehr hinzuverdienen, damit sich die Tätigkeit überhaupt lohnt und etwas übrig bleibt.
Aber welche Nebentätigkeit gibt es denn überhaupt, die hinreichende Erträge einbringt, ohne Überlastung für die Menschen, die oft bereits gesundheitliche Einschränkungen haben?

Fazit: Es scheint so, als ist es vom Gesetzgeber so gewollt, dass Menschen unverschuldet in eine Armutsposition geraten und sich dann nicht daraus befreien können sollen oder zumindest ihre Not lindern können! - Das empfinde ich als asozial und menschenverachtend.

Clemens M. Hürten, gesSso - Rottweil

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