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Avatar #99273
am Dienstag, 4. Januar 2011 um 22:12

Hm.

Kommentar zur Nachricht
Rauchen: Wo Bupropion und Vareniclin im Gehirn das Verlangen bremsen
vom Dienstag, 4. Januar 2011
Ich bin von 40 Roth-Händle auf Null. Ohne jedes Hilfsmittel. Das ging auch.
Avatar #99598
am Mittwoch, 5. Januar 2011 um 10:28

Verzweifelte Suche nach Verwendung für dubiose Medikamente

Nachdem Bupropion in den USA 1986 die Zulassung entzogen wurde und unter eigenartigen Bedingungen später wieder zugelassen wurde...

nachdem es trotz der Vorgeschichte in den USA in 2007 in Deutschland als Antidepressivum zugelassen wurde und...

nachdem es in 2009 durch den Bericht des IQWIG eine von Placebos nicht unterscheidbare Wirkung zu haben, sehr wohl aber extreme Nebenwirkungen...

...ist für die Hersteller klar, dass dringend ein neues Anwendungsgebiet für diesen Sondermüll erschlossen werden muss, damit sich die (ständig behaupteten) hohen Forschungs- und Zulassungskosten wieder einspielen lassen.

Zudem ist gerade das Anwendungsgebiet "Raucherentwöhnung" absolut lächerlich. Eine Verordnung zu diesem Zweck entspricht genau der Mentalität: "Bedieeeenung! Ach Doc, mach's mir! JETZT!" statt den Patienten zur Eigenverantwortung zu motivieren und ggfs. in einer Psychotherapie zu klären, welche grundlegenden Ursachen denn unter der Nikotinsucht stecken.

Wie in vielen anderen Bereichen, wie Depression usw. propagiert die Pharmaindustrie Pillen statt Therapie als schnelle schmutzige (quick 'n dirty) Lösung, weil es billiger sei und weil es tatsächlich ja auch an Therapieplätzen mangelt. Geld- und Therapieplatz-Mangel können nicht durch Pillen, wohl aber durch eine soziale Gesundheitspolitik behoben werden.
Die schnelle "Lösung" per Pille entspricht allerdings auch dem häufig anzutreffenden, narzisstischen Allmachts-Anspruch der "Helfer in Weiß".

Es liegt an Ärzten und Psychiatern selbst, ob sie diese Spiele der Pharmaindustrie zu Lasten der Gesundheit der Patienten mitmachen!

Clemens M. Hürten, gesSso - Rottweil
Avatar #98093
am Mittwoch, 5. Januar 2011 um 19:08

"Antiraucher-Medikamente", zum 3151.

Unbeabsichtigter Fauxpas, aber dennoch eine ausgesprochen treffende Bezeichnung. Bei den berüchtigten unerwünschten Wirkungen wie erhöhter Suizidneigung, epileptischer Anfälle usw. kann man die Substanzen zu Recht so bezeichnen.

"Ihre Publikationen zeigen, dass die beiden Antiraucher-Medikamente die unerwünschte Hirnaktivität bremsen." - Manchmal passt ein verunglückter Satz besser als ein perfekt redigierter.

-PhilRS.

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