DÄ plusForenKommentare NewsDass es überhaupt zu einer Verurteilung gekommen ist...

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #108934
am Montag, 28. März 2011 um 16:34

Mir kommen die Tränen des Mitleides mit diesem armen Chef

Kommentar zur Nachricht
Vier Jahre Haft für früheren Chefarzt der Klinik Wegberg
vom Montag, 28. März 2011
Hat raffgierig seine Patienten im wahrsten Sinne des Wortes ausgenommen und bekommt nur 4 Jahre. Eigentlich wurde er überhaupt nicht bestraft und die 30.000 Euro sind wohl ein Witz. Hier hat jemand seine Patienten bewusst und gewollt falsch behandelt um seinen Hals noch voller zu stopfen. Dass man keine Revision einlegen möchte, verstehe ich.
Na, alle Plastischen Chirugen arbeiten ja auch auf ähnlichem Nivean. Hier werden auch gesunde Menschen operiert. Im schlechtesten Falle zu Tode.
Avatar #110523
am Montag, 28. März 2011 um 18:24

Gerechtigkeit - ein Fall für das Berufsgericht

Da das Landgericht Mönchengladbach für Recht erkannt hat:
Dr. Arnold P.
der Körperverletzung mit Todesfolge,
der fahrlässigen Tötung,
der schweren Körperverletzung und
der fahrlässigen Körperverletzung
schuldig zu sprechen mit der Strafe:
1. vier Jahren Haft und
2. vierjähriges Berufsverbot.

Wäre es nur gerecht, wenn ein Berufsgericht wegen Ausübungen von Straftaten mit schwerwiegendsten Folgen bei der Berufsausübung eine
Berufsunwürdigkeit als Arzt auszusprechen!
Avatar #108934
am Dienstag, 29. März 2011 um 08:22

@arzt1960

Wo kommen wir denn da hin,wenn wir so einflussreiche Kollegen verurteilen. Da unterschätzen Sie unser Amigosystem enorm. Wenn es ein wenig einflussreicher Kollege wäre, hätte man ihn schon am nächsten Baum mit Schild aufgeknüpft. Aber wie sich schon aus diesem Marshmallowurteil ablesen lässt: Da gibt es wohl Einflussnahme.
Aber ich gebe Ihnen vollkommen recht!!
Avatar #99598
am Dienstag, 29. März 2011 um 10:34

Dass es überhaupt zu einer Verurteilung gekommen ist...

...ist erstaunlich. Aber das ist der Bereich Chirurgie. Was die Ärzte an Behandlungsschäden verursachen, ist meistens sichtbar, messbar, vielleicht auch relativ leicht beweisbar.

Werfen Sie aber bitte auch einen Blick in die Psychiatrie (psychiatr. Krankenhäuser): Ab Einweisung und Unterbringungsbeschluss sind die Patienten de facto rechtlos und fast aller Möglichkeiten beraubt, sich gegen unangemessene "Behandlung" zu wehren. Auch heute noch erhalten Patienten in vielen Kliniken eine Medikation, die eher ihrem Ruhigstellen und Verwahren dient, als ihrer Therapie. Kliniken und Pharma-Industrie verdienen sich dumm und dämlich daran.
Und schauen Sie, was sich im Bereich Psychiatrie durch das neue Patientenrechtegesetz verbessern wird! — NULL und NIX!

Haben Sie schon jemals davon gehört, dass Ärzte oder gar leitende Ärzte aus psychiatrischen Einrichtungen verklagt und verurteilt worden sind, so wie hier der Chirurg?
Wie war das mit dem "Fall Gert Postel"? Ein hochstapelnder Briefträger hat sich mit gefälschten Zeugnissen über zwei Jahre lang als Oberarzt einer psychiatr. Klinik betätigt und niemandem seiner dort tätigen Kollegen ist etwas aufgefallen! Er hatte Sachverständigengutachten für Gerichte gefertigt, mit denen Menschen in der Klinik zwangsuntergebracht wurden! - Aber noch schlimmer war, dass später vor Gericht festgestellt wurde, dass angeblich alle von ihm erstellten Gutachten fachlich richtig gewesen seien und von daher keine Notwendigkeit bestanden hätte, Gutachten neu zu erstellen und die beschlossenen Unterbringungen neu zu überprüfen!

Mir ist nicht bekannt, dass sich seit dem Fall Postel die Rechtslage und die Patientenrechtslage im Bereich Psychiatrie so geändert hätte, dass so etwas nicht mehr möglich ist.

Clemens M. Hürten, gesSso, Rottweil

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos