am Sonntag, 10. April 2011 um 12:08

Kodierrichtlinen für Krankenkassen gefordert!

Kommentar zur Nachricht
Ambulante Kodierrichtlinien: Nur noch Querschnitt von Praxen soll kodieren
vom Freitag, 8. April 2011
Aber Hallo!

Wenn wir nicht kodieren (in Worten: die Büroarbeit der maroden Krankenkassen übernehmen, deren Bürokratie inzwischen ohnehin mehr Geld verschlingt als für unsere Arbeitausgegeben wird) ... wenn wir nicht kodieren "wollen" ... droht uns die Hälfte des breits zugesagten Honorarplus für 2011 genommen zu werden.

Anders ausgedrückt, die Steigerung der Honorargesamtsumme von 32 auf 33 Milliarden im Jahr 2011 haben die Krankenkassen nicht als "Honorarerhöhung" angesehen, sondern als Entgeld für die zusätzliche Aufgabe des Kodierens, also als Geld für eine Arnbeitsausweitung.

Das ist eine so bodenlose Verschleierung der Tatsache, daß die Kassen so unwirtschaftlich mit ihren Beiträgen umgehen, daß man sie dafür ins Gefängnis stecken sollte!

Wann führt man endlich Kodierrichtlinien für Krankenkassen ein?
Anhand einfacher 5-stelliger Zahlen mit 2-4 Zusatzziffern, ließe sich leicht herausfinden, welche Krankenkasse zu den mulitimorbiden gehört und welche nicht.

12345 könnte zum Beispiel für stetig steigende Vorstandsgehälter stehen. Der Zusatz "G" für gesichert, der Zusatz "C" für chronisch, "U" für unverschämt, "N" für Nicht-nachvollziehbar. Mehrere Zusätze sind nebeneinander möglich

08-15 wäre ein Ziffern-Vorschlag für für Online-Beratungsdienste, "A" für außergewöhnlich sinnlos, "Z" für Von-zweifelhaftem-Wert, "WWW" für Was-für-eine-Werbung!

00000 ist die einzig richtige Ziffer für Chronikerprogramme mit fester Patientenbindung durch den Erlaß der Praxisgebühr, "R" steht für Reibach, "U" für Unsinn, Unlogik und Unverfrorenheit. 00000 ist nicht zusammen verwendbar mit medizinisch sinnvollen Leistungen, die in den ärztlichen Praxen erbracht werden. Hierfür gibt es schließlich budgeterte Ausschlußkriterien.

Außerdem sollte man den Namen "Codierriertlinien", nachdem das "C" bereits durch ein "K" ersetzt würde endgültig umbenennen und das "D" auch noch durch ein "T" ersetzen.

Was stand in dem Artikel?
Ansonsten würden uns (!) 4-600 Millionen Honorar entgehen.
Verstanden?
Verstanden!

Dr.Karlheinz Bayer, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Ortenau

am Sonntag, 10. April 2011 um 19:28

A wie Ausschluss, V wie Verdacht, Z wie Zustand und W wie Wahnsinn!

Köstliche Idee, Herr Kollege Bayer: GKV-KrankenKassenKompetenz (KKK) gesichert (G), Ausschluss von (A), Zustand nach (Z), Verdacht (V) und, als neue Kategorie "W" wie "weiß nicht".

Apropos "weiß nicht": Unsere KBV mit Herrn Kollegen Köhler an der Spitze (von seinem Kompagnon Herrn Kollegen Müller verliert sich aktuell jede Spur) trägt derzeit auch die Kategorie "W". Noch am 21.09.2010 hieß es aus der KBV-Betonfraktion "die Kassenärztliche Bundesvereinigung will an dem Termin zur Einführung der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) am 1. Januar 2011 festhalten". Damals war auch das mächtige Handbuch "AKR-Richtlinien 2010" verteilt worden, trotz Bedenken von Axel Munthe von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, sonst über jeden Verdacht aufmüpfigen Verhaltens erhabener fachärztlicher KVB-Chef. Dort war ein 1. Praxistest mit rund 100 Ärzten desaströs gelaufen.

Dann kam erbitterter Widerstand aller Vertragsärzte, eine erfolgreiche Online-Petition im Deutschen Bundestag und ein elegantes Ein(k)nicken der KBV. Mit dem Brustton der Überzeugung wurde behauptet, man habe sich schon immer wie auch Ge­sund­heits­mi­nis­ter Rösler g e g e n die unqualifiziert überhastete AKR-Einführung gewandt, und der frühe Zeitpunkt zum 1.1.2011, zum 1.4.2011, zum 1.7.2011 oder zum 1.10.2011 passe nun überhaupt nicht.

Möchte da noch jemand in Gesundheitspolitik und Öffentlichkeit ernst genommen werden mit "die KBV werde außerdem ihre Bemühungen fortsetzen, die AKR zu vereinfachen und praxistauglicher zu machen"?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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