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am Donnerstag, 11. August 2011 um 21:47

.... auch das ist eine Binsenweisheit!

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Blutentnahmen können zur krankenhaus­assoziierten Anämie führen
vom Donnerstag, 11. August 2011
.... und dafuer braucht man kein aufwendiges Follow up, um aus den Laborergebnissen die Menge des entnommenen Blutes rueckzurechnen, sondern es reicht der gesunde Menschenverstand.
Was hier unter "Nachrichten" als "Studienergebnisse" publiziert wird, ist langsam wirklich unter Niveau! Man muss die "saure- Gurken-Zeit" nicht mit solchen Banalitäten überbrücken!
Avatar #113166
am Freitag, 12. August 2011 um 10:26

Warum Binsenweisheit

Also mal im Ernst. Man kann ja hier viel mit gesundem Menschenverstand argumentieren und es ist mir auch klar, dass den Blutverlust von jedem mit einem Taschenrechner zurück gerechnet werden kann.
Was mit allerdings nicht klar war, ist die Tatsache, dass es tatsächlich zu einer Anämie führen kann. Also mein Menschenverstand sagt mir nicht, dass 180ml Blutverlust zu einer schweren Anämie führen können.
Es ist ja teils gängige Praxis auf Intensivstationen jeden Tag diagnostische Laborkontrollen durchzuführen. Wenn wie sie sagen es ja vollkommen klar ist, dass es dabei zu einer Anämie kommt, frage ich mich warum die Praxis beibehalten wird.
Avatar #99598
am Samstag, 13. August 2011 um 22:53

dann müsste ich schon an Anämie gestorben sein...

...denn ich habe über ca. 20 Jahre hinweg brav alle 6 Wochen Blut gespendet. 173,8ml sind ein Witz gegen die jedes Mal entnommenen 500ml einer Spende. Wo bleibt meine Anämie?
Ach so, ich hatte vorher keinen Myokardinfarkt. :-)

Aber später heißt es in dem Artikel in verallgemeinerter Aussage: "Die Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass regelmäßige diagnostische Blutentnahmen eine Ursache für krankenhausassoziierte Anämie sein können."
Also müssten doch alle Blutspender auch ohne Myokardinfarkt Anämie-bedroht sein???
Avatar #106067
am Sonntag, 14. August 2011 um 16:24

Unnötig hochsterili..., äh, nein, hochstilisiert?

Da kräuseln sich mir im guten 'Alten Europa' die Nackenhaare! Allen Ernstes verkaufen die Autoren der 'Archives of Internal Medicine' ihre Erkenntnis: "Hospital-acquired anemia (HAA) during acute myocardial infarction (AMI) is associated with ... diagnostic phlebotomy" als völlig neu und unerwartet.

Völlig verblüfft sind Studien-erfahrene Leser/-innen wenn sie dann lesen: "The mean phlebotomy volume was higher in patients with HAA vs those without HAA". Was bedeutet: Je höher Blutverluste durch Blutabnahmen, desto ausgeprägter krankenhausassoziierte Anämien.

In dem die Autoren/-innen banale Venenpunktionen und Blutentnahmen durch liegende Katheter bei Herzinfarktpatienten dramatisch zur "Phlebotomy" hochstilisieren (griech. 'phlebos'=Vene, 'tomein'=schneiden), ein Begriff, der eher venae sectio oder Aderlass suggeriert, werden ihre Ergebnisse auf sensationell getrimmt.

Mit der Logik hapert es bei dieser Publikation auch: "For every 50 mL of blood drawn, the risk of moderate to severe HAA increased by 18%". Das heißt doch nichts anderes, dass bei 278 ml diagnostischer Blutentnahme zu 100 Prozent eine HAA auftritt. Und bei 500 ml Blutspende tritt demnach in 180 % aller Fälle eine Anämie auf?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #94352
am Montag, 15. August 2011 um 20:45

@Clemens-X: Sie verdanken Ihr Leben

dem Umstand, dass Blutspende keine diagnostische BE ist und ausserdem ist es wohl Voraussetzung, wenn ich diese hochkarätigen Wissenschaftler richtig verstanden habe, dass die BE im Krankenhaus durchgeführt wird. Auf ein langes anämiefreies Leben!

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