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Avatar #2546
am Dienstag, 6. Dezember 2011 um 10:14

Hier werden Äpfel und Birnen verglichen...

Personaler vergleichen die Honorare der Honorarärzte gerne mit den Bruttogehältern der Mitarbeiter des Hauses. Unberücksichtigt bleiben meistens die hohen Kosten für krankheitsbedingte Ausfälle, Schlechterfüllung, Fortbildungskosten usw. bei den Mitarbeitern des Hauses und die Kosten für Arzt-Haftpflichtversicherungen, Krankheitsausfallversicherungen, Betriebshaftpflichtversicherungen, Vermögensschadenversicherungen, Fahrtkosten, Fortbildungskosten usw. bei den Honorarärzten. Meiner Erfahrung nach sind die Honorare der Honorarärzte immer noch viel zu niedrig kalkuliert, weil Risiken der Freiberuflichkeit gar nicht adäquat berücksichtigt sind. Und die Tatsachen "Leistung gegen Geld" und „Vollständige Haftungsübernahme“ werden von Krankenhaus-Auftraggebern immer noch unterschätzt. Ich bin überzeugt, dass die Honorare der Honorarärzte noch deutlich steigen werden und erst in der Zukunft höher sein werden als die wirklichen Kosten der ärztlichen Mitarbeiter des Hauses.
Dr. med. Sascha Baller
Dr. Baller | Medizincontrolling
Rohrbacher Straße 92/1 | 69115 Heidelberg
Avatar #115523
am Donnerstag, 8. Dezember 2011 um 17:59

So isses!

Herrn Dr Sacha Baller ist uneingeschränkt zuzustimmen.

Ich bin aber was die Zukunft der HÄ betrifft skeptisch, da Chefärzte, Ordinarien, Krankenhaus- und Verbndspolitiker betrifft mit allen möglichen Methoden (z.B. Scheinprozesse bzgl Feststellungsverfahren zur Selbständigkeit) versuchen, dieser Art der unabhängigen ärztlichen Tätigkeit das Wasser abzugraben. Auch werden sog. Qualitätsmängel und Teamunfähigkeit der HÄ bekrittelt (die es in Einzelfällen geben mag, wie auch bei Angestellten!!).

Die Wahrheit sieht anders aus. Als HA sieht man in der Khs-Landschaft erschreckendes. (Und man arbetet nicht nur dort, wo andere längst nicht mehr wollen). Selbst vermeintlich gut geführte Abteilungen (durch Collegae habilitati) haben Mängel, daß man Angst bekommen kann.

Das macht vielleicht den HA so verhaßt, weil das System plötzlich transparent wird. Honi soit qui mal y pense!

Hoffen wir, daß HÄ die Anerkennung und die finanzielle Honorierung erfahren, die sie im Einzelfall verdienen.

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