am Montag, 12. Dezember 2011 um 08:31

Koalition prüft Änderungen bei der Praxisgebühr

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Koalition prüft Änderungen bei der Praxisgebühr
vom Montag, 12. Dezember 2011
Ich bin seit langer Zeit auf einige Medikamente dauerhaft angewiesen (chronisch krank). Weiterhin bin ich immer noch voll berufstätig (40 Std./Woche), so dass ich mir unnötige Arztbesuche gern ersparen würde. Doch wenn man für jedes Folgerezept mehrmals im Quartal zum Arzt gehen muß, wäre es sehr angebracht, hier mal über eine Änderung nachzudenken und eventuell, so wie es früher auch möglich war, soviel Medikamente zu verordnen, dass diese bis zum nächsten tatsächlich notwendigen Arztbesuch ausreichen und man nicht gezwungen ist, bei der Sprechstundenhilfe am Empfangstresen, mehrmals im Quartal zu erscheinen, weil nur eine Packung verordnet werden darf!
am Montag, 12. Dezember 2011 um 08:50

Praxisgebühr? Wieviel denn noch?

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Leider ist es nur die Sozialagentur, welche zusammenlebende Paare ohne Trauschein wie Eheleute behandelt. Aber nicht Finanzamt und Krankenkassen. Das heisst, dass ich als 400 Euro Kraft mich und meine Tochter selber Pflichtversichern muss, weil wir knapp über der Einkommensgrenze liegen.
Bitte argumentier nun keiner mit "Dann heiratet doch" ...
Allein schon der Beitrag für die KV tut uns recht weh. Den gesetzlichen Pflichtanteil an Hilfsmitteln und Medikamenten lassen wir mal aussen vor. Wir gehen schon mit der jetzigen Praxisgebühr nur noch zum Arzt wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt. Danach wohl noch seltener.
Und ich weiss auch noch von vielen anderen die einen Arztbesuch seit der Einführung der Gebür nach Möglichkeit vermeiden.
am Montag, 12. Dezember 2011 um 15:29

Viel hilft viel?

Auch wenn ich 20 Euro bezahlen muss pro Arztbesuch, werde ich jedes Quartal wegen eines Rezeptes gehen müssen, was ich seit 15 Jahren bekomme (auch chronisch krank). Zudem habe ich oft den Eindruck, sinnlos beim Arzt zu sitzen, nach dem Motto "Kommen Sie in 8 Wochen nochmal wieder". Wozu? Zum Hallo sagen? Zum Spontanheilung prüfen? Vielleicht sollten "Herren im Anzug" mal lernen, dass "mehr desselben" keine adäquate Problemlösestrategie darstellt.
am Montag, 12. Dezember 2011 um 16:08

Automaten aufstellen...


ist parallel mit der berühmten Patientenkarte (light version) gut realisierbar.

Procedere, z.B.:

Zunächst wird ein Forschungsauftrag an eine Hochschule, IT-Unternehmen und Siemens vergeben, wie man so etwas am kompliziertesten, teuersten und zeitraubendsten gestalten könnte.

Später beginnt man mit dem Verkauf der neuartigen Arztsprechautomaten und der Praxissystemimplementierung, um festzustellen, daß die Abrechnung des Münzgeldes vielleicht nicht ganz zur ärztlichen Tätigkeit gehört (div. Proteste). Service-Packs für Mitarbeiterschulung können mitbestellen werden, weil die Abrechnungselektronik gelegentlich spinnt...

Zur Vereinfachung stellt man dann auf größere Scheine um... Dann kommt kein Patient mehr, das geht auch nicht.

Irgendwie ist das alles krank, mit dieser Abrechnerei.

am Montag, 12. Dezember 2011 um 20:56

Herr Wasem hat sich als wieder mal entbehrlich geoutet...


... ansonsten zeigt der Artikel sehr gut das Dilemma auf.
Man soll bitte auch hier die Frage des Ärztemangels auf dem Land ins Spiel bringen. Häufige Hausbesuche,überdruchschnittlich häufige Arzt-Patient-Kontakte bei einigen, aber nicht allen Patienten, die aber diese Kontakte brauchen, und eine mangelhafte Hoborierung (Budget).

Hier steht eindlich einmal klipp und klar, daß die Praxisgebühr ein Instrument war, Patienten vom Arztbesuch abzuhalten. Besserverdienende haben die 10 Euro noch nie gejuckt. Aber die alternde Bevölkerung auf dem Land wird nicht mehr die Kontakte wahrnehmen können, die notwendig wären.

Die Einführung der Praxisgebühr war der Anfang vom Ende der Solidargemeinschaft. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, sich wieder der Idee einerBürgerversicherung pder Kopfpauschale zu nähern - es istb egal,wie es heißt und wie die Details aussehen. Wichtig ist nur, die Basis der Beitragszahlerzu verbreitern, wenigstens auf das Potential der Leistungsnutzer.

Herr Wasem würde dazu sicher wieder eine Meinung haben. Aber abgesehen von der Tatsache des Meinunghabens an sich, wäre das unbedeutend. Von den Fehlern im System hat er solange keine Ahnung, wie er Kranke abhalten will vom Arztbesuch.

Dr. Karlheinz Bayer, Bad Peterstal

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