DÄ plusForenKommentare NewsVerwaltung und Korruption auch im Gesundheits(un)wesen

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #99598
am Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 11:00

Verwaltung und Korruption auch im Gesundheits(un)wesen

Kommentar zur Nachricht
Rechnungshof untersucht Beitragseinzug durch Krankenkassen
vom Mittwoch, 14. Dezember 2011
Zusammengefasst bedeutet die Meldung, dass nicht nur 7 Mrd Euro jährlich "verschwinden" sondern auch, dass durch einen aufgeblähten Verwaltungsapparat (wem nutzt dies? den Vorständen?) das Inkasso viel teurer ist, als nötig.
Rechnen wir mal nach:
Laut KBV-Statistik hatten wir in 2009 rund 51 Mio GKV-Versicherte. 7 Mrd. Euro dividiert durch 51 Mio Versicherte macht 137,25 Euro pro Jahr und 11,43 Euro pro Monat. Um diesen Betrag könnten die Krankenkassenbeiträge also bei genügend sorgfältigem Inkasso sinken.
Und trotz der ersichtlichen Schlamperei beim Inkasso ist dieser Inkassoweg deutlich teurer, als der über die Rentenversicherung!
Folglich könnten die GKV-Beiträge noch erheblich weiter abgesenkt werden, wenn endlich sauber gewirtschaftet würde!
Gerade die GKV-Versicherten haben meist kleinere Einkommen. Es würde gerade für eine Friseurin, eine Verkäuferin, eine Pflegekraft, eine Krankenschwester viel bedeuten, wenn ihr dieser mal auf ca. 20 Euro monatlich geschätzter Betrag erlassen würde.

Gab es nicht irgendwo in unseren vielen Gesetzen auch welche, die die Amtshaftung beschrieben haben? Muss nicht der Verursacher für den von ihm angerichteten Schaden aufkommen? Muss nicht bei grober Fahrlässigkeit zusätzlich eine Strafe gezahlt werden?

Clemens M. Hürten - gesSso - Rottweil

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos