DÄ plusForenKommentare Newswieso nur in den USA? In deutschen Pflegeheimen allabendlich „im Ausschank”…

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #99598
am Freitag, 24. Februar 2012 um 22:26

wieso nur in den USA? In deutschen Pflegeheimen allabendlich „im Ausschank”…

Kommentar zur Nachricht
Demenz: Haloperidol gefährlicher als andere Neuroleptika?
vom Freitag, 24. Februar 2012
Melperon, Truxal und andere „Stöffchen” werden auch ohne jegliche ärztliche Verordnung an jeden Senior ausgeschenkt, der zu unruhig und widerspenstig ist, dauernd klingelt und die unterbesetzten Nachtwachen damit nervt oder dauernd auf den Topf will. Genau das ist die jahrelange Praxis in einem städtisch geführten Seniorenheim hier im Kreis Rottweil.
Woher ich das weiß? - Meine Freundin arbeitete über 15 Jahre lang in diesem Heim.

Wie rücksichtslos man oft mit alten Menschen umgeht, zeigt sich u.a. darin, dass manche bis zu über 15 verschiedene Medikamente je Tag einnehmen und sich anscheinend niemand um die Wechsel- und Nebenwirkungen kümmert.

Und es zeigt sich darin, dass Depression und Suizid ab 60 Jahre extrem zunehmen und „Therapie der Wahl” Psychopharmaka sind, statt Psychotherapie. Ruhig stellen, statt echte Hilfe leisten! Wie verträgt sich dies eigentlich mit dem ärztlichen Eid und dem beruflichen und persönlichen Selbstverständnis der Verantwortlichen???

„Psychotherapie für Senioren lohnt sich ja doch nicht mehr! - Und die Kosten! Wer soll das bezahlen?” - Wer so denkt, geht davon aus, selbst nie in solch eine Situation zu kommen!

Clemens M. Hürten - gesSso - Rottweil
Avatar #664268
am Montag, 1. April 2013 um 23:41

Bedenkenloser Umgang mit Psychopharmaka mangels Ärzte-Fortbildung

In einschlägigen Psychatrie-Lehrbüchern wird auch in Deutschland mindestens seit 20 Jahren auf die überwiegend unerwünschten "Nebenwirkungen" (Dyskinesien, Parkinson-Maske, irreversible Schädigung unvorhersehbarer Hirnregionen und somit des gesamten Zentralnervensystems) hingewiesen und vor unverantwortlichem Missbrauch - anstelle unschädlicher Therapiemöglichkeiten - gewarnt. Demnach dürfte z.B. Haloperidol keinesfalls bei gesunden geriatrischen Fällen zur "Ruhigstellung" eingesetzt werden. Deutsche niedergelassene Internisten und Neurologen der Kreiskrankenhäuser scheinen fortbildungs-resistent diesen "Abend-Trunk" für alle geistig noch Gesunden munter zu empfehlen, und die in der Folge danach eingetretene Hirnschädigungen als "normalen Demenzverlauf" und "Beweis" ihrer angeblich "berechtigten Medikation " umzudeuten. Auf Kongressen werden diese Fallbeispiele dann verspottend als "Zivilisationsschäden" denunziert. Wie steht es um Ihr Berufsethos meine Damen und Herren Allgemein-Mediziner?

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos