DÄ plusForenKommentare Newsre: Notruf 113 - ein wenig mehr Farbe

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Avatar #111441
am Mittwoch, 14. März 2012 um 21:20

Notruf 113

Kommentar zur Nachricht
Uniklinikum Marburg/Gießen: „Die Stimmung ist gereizt“
vom Mittwoch, 14. März 2012
Das, was die Rhön-AG da macht, hat Methode.

Besitzer sind u.a. Frau Liz Mohn, die "Bertelsmann-Witwe", die nicht zu Unrecht "Weichzeichner-Liz" genannt wird (weil sie in der Öffentlichkeit immer die fürsorgliche Wohltäterin mimt und sich dabei in der Pose der leider verstorbenen Queen-Mum abbilden läßt).
Sie geht bei uns Angela ein und aus.

Aber auch die Familie Guttenberg - richtig, dass sind die, die es mit den Formalien nicht so genau nehmen - trägt große Anteile an der Rhön-AG.

Ziel ist, renommierte Kliniken billig aufzukaufen und den deutschen Gesundheitsmarkt flächendeckend in eine Art "Gesundheitsaldi" umzuwandeln. Nach dem Prinzip: man bekommt billig etwas, was gerade so den Notwendigkeiten entspricht. Und häufig eben auch nicht. Aber wer dann sowieso nur bei "Aldi" einkaufen kann, weil es nichts anderes mehr gibt, dem fällt das dann irgendwann gar nicht mehr auf.

Erst wenn er sich morgens nicht mehr im Spiegel wiedererkennt.

Apropos Aldi: übertragen auf die "Wirtschaft" wäre das so, als ob der Reichstag an die Gebrüder Albrecht zu einem Schrottpreis verkauft würde. Damit sie eine Kaufhalle an zentraler Stelle mit guter Beleuchtung draus machen können.....

Dabei helfen die "guten" Kontakte in die Politik, zu den Sozialversicherungen und in die Gesundheitsindustrie allgemein. Deren Vorstände so eine Art Ringtausch betreiben. Nach dem Motto "gibst du mir deinen, kriegste meinen".

Alles sehr schön beschrieben z.B. bei "Notruf 113" http://notruf113.org/

Aber es gibt ein Gegenmittel: die Bürger, die ja zugleich Wähler und Versicherte sind sollten sich deutlich gegen solche Machenschaften zur Wehr setzen.

Bevor die Verantwortlichen ( in diesem Falle u.a. Herr Koch, ehemaliger Ministerpräsident) sich vom Acker machen.

Angelika Oetken, Ergotherapeutin, Berlin-Köpenick

Avatar #109757
am Donnerstag, 15. März 2012 um 11:31

re: Notruf 113 - ein wenig mehr Farbe

Um ein wenig Farbe in den Beitrag zu bringen: Nicht nur, dass die "Bertelsmanns" große Anteile an deutschlands größtem Klinikbetreiber der RhönAG haben, die Bertelsmann-Stiftung stellt (natürlich ganz ohne jegliche Hintergedanken und aus reinem Gutmenschentum) auch noch einen sehr großen Anteil an den "unabhängigen Beratern" des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums...
Ein Schelm wer da Zusammenhänge vermutet.
Avatar #648588
am Donnerstag, 15. März 2012 um 16:34

Leuchtturm

Das also verstehen Landesregierung und Rhön-Konzern unter einem "Leuchtturmprojekt". Die sogenannte "Erfolgsgeschichte" erweist sich in jeglicher Hinsicht als desaströs: Mitarbeiter werden wie Zitronen ausgepresset, Patienten häufig schlecht versorgt, Forschung und Lehre bleiben auf der Strecke, weil bereits jetzt an allen Ecken und Enden Personal fehlt. Die jetzt geplanten weiteren Stellenkürzungen sind verantwortungslos und offenbaren nur eins: Für Rhön geht es allein um die Rendite und der Landesregierung fällt ihre Inkompetenz vor die Füsse. Statt personelle Mindeststandards bereits im Vertrag festzulegen (dann wäre aber der Verkauf sicher nicht zustandegekommen) oder zumindest jetzt per Gesetz neu zu schaffen, beschränkt sie sich auf hilflose Appelle und die Flucht in ein Pseudo-Mediationsverfahren mit vorgegebenen (!) Mediatoren aus dem eigenen schwarz-gelben Lager. Was für ein absurdes Schauspiel! Es wird Zeit, dass alle aufstehen und kundtun, was sie von derartigen Leuchttürmen halten. DEMO am 17.03. um 14 Uhr in Marburg

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