am Freitag, 25. Mai 2012 um 17:54

Realitätsbezug.

Kommentar zur Nachricht
Elektronische Gesundheitskarte abgelehnt
vom Freitag, 25. Mai 2012
Bis Ende des Jahres 2011 wurden 10 % aller GKV- Versicherten mit einer Gesundheitskarte versorgt; bis Ende 2012 werden es 70 % sein.
Den Zug in voller Fahrt anzuhalten, kann doch nicht ernsthaft gemeint sein!
am Samstag, 26. Mai 2012 um 17:16

welche dezentrale Kommunikationswege...?

Welche sind da gemeint? Ich erlebe ganz überwiegend Probleme vor allem Freitags nachmittags, wenn Patienten eingeliefert werden und oft so gut wie keine Vorinformationen verfügbar sind, der Hausarzt nicht mehr erreichbar. Es mag einzelne "dezentrale" Lösungen geben, die wirken auf mich eher zufällig, dass z.B: der Pat oder dessen Angehörige Kopien von Arztbriefen etc haben. Ein wirkliches verlässliches System kann ich da nicht erkennen. Als Kliniker möchte ich, bei allen berechtigten Bedenken, doch gerne sehen, dass ich die Karte in den Leser stecken und dann alle wichtigen Informationen bekommen kann.
am Samstag, 26. Mai 2012 um 20:43

E-Card vom Ärztetag abgelehnt


Noch ist kein wirklicher Schaden durch die E-Card passiert. Die Karte ist so, wie sie derzeit genutzt wird, nicght anders, als es die alte Chipkarte auch ist.
An diesem Beispoiel zeigt sich ganz deutlich, daß es keinen Sinn macht, etwas mit Gewalt durchsetzen zu wollen.
Ich erwarte von der Bundesärztekammer, daß sie jetzt endlich die immer in Mehrheit getroffenen Beschlüsse des Ärztetags zur E-Card ernst nimmt und umsetzt.
Geben wir diese Technik auf!
Es muß ja nicht einmal vollständig sein. Immerhin wird die Karte ja bald in jedermanns Tasche sein, und wenn es wirklich Bedarf gibt, wer hindert wen daran, sie über den bisherigen Standasrd hinaus auch zu nutzen.
Nur darf es nicht sein, daß die gesamte Ärzteschaft "zwangsbeglückt" wird mit dieser Technologie, die das höchste Organ der deutschen Ärztzeschaft jetzt schon zum x-ten Mal als Fehlentwicklung abgelehnt hat.
Mit deutlicher Mehrheit ist das geschehen, die einer noch deutlicherer Mehrheit an der Basis enztsprechen dürfte.
Mich hat die Entscheidung als Abschluß eines auch sonst sehr lebendigen Ärztetags sehr gefreut.

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal
am Dienstag, 29. Mai 2012 um 10:15

Zusatznutzen.

Die neue elektronische Gesundheitskarte bietet zunächst nur zwei Vorteile:
Die Mißbrauchsmöglichkeit der Karte durch das zusätzliche Foto wird verringert.
Eine Onlineaktualisierung der Patientenstammdaten(diese soll 2013 durch Ausschreibungen regional getestet werden) durch die Kassen, soadss z.B. Adressänderungen ohne Neuausgabe einer Karte erfolgen können.
Weitergehende Funktionen sind möglich, aber noch nicht geplant. Aus meiner Sicht gibt es schwerwiegende Gründe für eine Einführung weiterer Funktionen(Not­fall­daten­satz; sichere Befundübermittlung usw.). Die eGK grundsätzlich und alternativlos abzulehenen, kann nicht die Lösung sein.
am Dienstag, 29. Mai 2012 um 11:59

eine zentrale Datenbank wäre sinnvoll

die lokalen Lösungen sind doch nicht flächendeckend.Je nach lokalem Netzwerk sind nicht alle Ärzte eingebunden (Hautarzt, Facharzt, Orhopäde, Allgemein Mediziner...). Außerdem müsste man als Patient dann jedesmal den richitgen Code kennen. Persönlich bin ich für eine zentrale Datenbank oder die eGK. Frei von Manipulation müsste diese Datenbank dann schon sein. Ich stelle mir gerade meine 83jährige Mutter vor die dann noch verschiedene Zugangscodes sich merken muss oder evtl. verschiedene Karten hat und dem Arzt vorlegt. Auch bin ich mir nicht so ganz im klaren, wer für die Datensicherheit verantwortlich ist. Bei der sicheren Befundübermittlung ist die Frage, woher die Daten kommen sollen? Evtl. über den Einsatz bereits im Rettungswagen wie z.B. EKG-Aufzeichnungen?? Wird die Verbindung zu einem Medizinprodukt wie z.B. EKG geschaffen und ein IT-Netzwerk wird aufgebaut, dann könnte es sein, dass man zum Hersteller eines Medizinproduktes wird. Wer übernimmt das Risiko der Datenübermittlung?
Es gibt viele Fragen, die es zu beantworten gilt. Sowohl für eine zentrale als auch für eine lokale Lösung. Eine zentrale Lösung könnte für die Fragen des IT-Netzwerkes, des Datenschutzes sicherlich einfacher zu bewerkstelligen sein.
Einfach wird es sicherlich nicht.

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