szmtag Forum: Seit wann ist Realität "Nörgeln"?
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Der Nachwuchs geht

Der Nachwuchs geht

Viele Nachwuchs­forscher in der Medizin verlassen Deutschland, um dauerhaft in den USA oder in Groß­britannien tätig zu werden. Im Gegen­satz zu Deutschland könne man dort als Arzt klinische Tätigkeit und Wissen­schaft miteinander in Einklang bringen. Wie beurteilen Sie die Rahmen­bedingungen für medizinische Forschung in Deutschland? Ist in den USA und in Großbritannien wirklich alles besser? Mit welchen Maßnahmen könnte der Forschungs­standort Deutschland an Attraktivität gewinnen?

Avatar #96249
am Mittwoch, 18. Juli 2012 um 21:39

Flamers

Wenn das Negative bei euch doch so überwiegt, warum bleibt ihr dann im Job und geht den wenigen, die sich arrangieren können auf den Geist?

Zwei Alternativen stehen euch bereit;

1. Geht auf die Barrikaden und nehmt nicht hin was nicht hinnehmbar ist

2. Gewinnt Land

Ich bin es leid immer wieder dieselbe Leier von alteingesessenen Kollegen zu hören, die sich jeden Dienst wieder über all die Unmöglichkeiten aufregen und ich mich jedes mal wieder frage, wie die es fertig gebracht haben teilweise 15 Jahre und länger das auszusitzen ohne einmal das Maul aufgemacht zu haben.

Ohne Rückgrat steht es sich schlecht!
Ich gewinne Land, da ich kündigen werde. Wenn es dir auf den Geist geht, dann lies es nicht.
Avatar #653799
am Samstag, 21. Juli 2012 um 00:52
geändert am 21.07.2012 00:54:49

Seit wann ist Realität "Nörgeln"?

Es ist schon bezeichnend, welch große Intoleranz Sie hier zeigen. Oder haben Sie vom wahren Krankenhauswesen in Deutschland etwa gar keine Ahnung, oder "riskieren" hier in der Anonymität nur die - vielleicht gar bezahlte - große Klappe?

Zum "Rückgrat": Ich hatte noch bis zum Facharzt befristete Verträge, die Kollegen nach mir nur noch Ketten-Zeitverträge von maximal sechs!!! Monaten. Gern würde ich sehen, wie jemand dabei "Rückgrat" zeigen kann.

Zum "Land gewinnen": Ich hatte das große Glück, aus speziellen - nicht von mir selber zu vertretenden - persönlichen Umständen nicht auf die Stelle angewiesen zu sein. Darum, und nur darum!!! habe ich meinem letzten Chef die Meinung gegeigt und ihn sogar vor Gericht verklagt.

Wäre diese finanzielle Unabhängigkeit nicht gewesen, hätte ich selbstverständlich meine Klappe gehalten und zähneknirschend bis zum Facharzt gebuckelt.
Aufgrund meiner Erfahrungen in den Unikliniken habe ich nach meinem Facharzt genau das getan, nämlich "Land gewonnen" und lebe jetzt mit Mitte Fünfzig im sonnigen Süden und arbeite nur noch hobbymäßig als Arzt. Zur Freude meiner Patienten und meiner eigenen, denn so hatte ich mir den Beruf vorgestellt.

Nie hätte ich mir allerdings träumen lassen, daß das derzeitge Medizinwesen in Deutschland so herunterkommen könnte.
Avatar #654143
am Dienstag, 24. Juli 2012 um 21:32
geändert am 24.07.2012 21:33:38

Circulus vitiosus

Ja, da hat Circulus vitiosus vollkommen recht.
Avatar #645177
am Dienstag, 24. Juli 2012 um 23:32
geändert am 24.07.2012 23:48:36

Intoleranz?

Es ist schon bezeichnend, welch große Intoleranz Sie hier zeigen. Oder haben Sie vom wahren Krankenhauswesen in Deutschland etwa gar keine Ahnung, oder "riskieren" hier in der Anonymität nur die - vielleicht gar bezahlte - große Klappe?

Zum "Rückgrat": Ich hatte noch bis zum Facharzt befristete Verträge, die Kollegen nach mir nur noch Ketten-Zeitverträge von maximal sechs!!! Monaten. Gern würde ich sehen, wie jemand dabei "Rückgrat" zeigen kann.

Zum "Land gewinnen": Ich hatte das große Glück, aus speziellen - nicht von mir selber zu vertretenden - persönlichen Umständen nicht auf die Stelle angewiesen zu sein. Darum, und nur darum!!! habe ich meinem letzten Chef die Meinung gegeigt und ihn sogar vor Gericht verklagt.

Wäre diese finanzielle Unabhängigkeit nicht gewesen, hätte ich selbstverständlich meine Klappe gehalten und zähneknirschend bis zum Facharzt gebuckelt.
Aufgrund meiner Erfahrungen in den Unikliniken habe ich nach meinem Facharzt genau das getan, nämlich "Land gewonnen" und lebe jetzt mit Mitte Fünfzig im sonnigen Süden und arbeite nur noch hobbymäßig als Arzt. Zur Freude meiner Patienten und meiner eigenen, denn so hatte ich mir den Beruf vorgestellt.

Nie hätte ich mir allerdings träumen lassen, daß das derzeitge Medizinwesen in Deutschland so herunterkommen könnte.
Seit wann ist es intolerant seine Meinung zu sagen? Das Schwert ist aber auf beiden Seiten scharf lieber Kollege!

Sie beschreiben doch ganz wunderbar was ich versuchte, wenn auch in drastischen und plakativen Phrasen zu beschreiben. Sie haben die Gelegenheit ergriffen und sich bewusst gegen die Buckelei und Unmenschlichkeiten entschieden und gehören damit eindeutig nicht zu denen, die das alles tatenlos hinnehmen und sich hinter vorgehaltener Hand dann aber aufregen.
Ich habe nie gesagt, dass eben jene Entscheidung und der damit verbundene Weg einfach ist, das ist er sicher nicht, doch da gestehe ich, spreche ich nicht aus Erfahrung, ihr Beispiel ist da ja beschreibend!

Ich bin mit Sicherheit auch nicht blauäugig zu ignorieren, dass die eigene finanzielle Lage sicher mit eine Rolle in der Offenheit spielt, mit der man Ungerechtigkeiten entgegentritt.
Das funktioniert aber nur solange, wie alle das Spiel mitspielen und auf diesen Kern der Sache wollte ich kommen.

Solange alle schimpfen und gleichzeitig aber zum Eigenschutz den Kopf einziehen passiert nämlich gar nichts, dann kann man sich auch die Ausbrüche gegenüber den Kollegen sparen, die sind es nämlich, die ich nicht akzeptiere und die ich mehr als Leid bin. Verhasst vom Chef sprechen aber seit 15 Jahren in derselben Abteilung arbeiten kann es nicht sein!

Noch einmal: Ihr Weg kann doch, wie auch immer er zustande kam, nicht richtiger sein, ein Arzt weniger, der sich knechten lässt und eine Stelle, die weniger besetzt wurde, weil jemand "laut" nein gesagt hat!

Avatar #645177
am Dienstag, 24. Juli 2012 um 23:37
geändert am 24.07.2012 23:44:59

Klarstellung

Ich gewinne Land, da ich kündigen werde. Wenn es dir auf den Geist geht, dann lies es nicht.
Auf Sie bezog ich mich mit meiner Aussage gar nicht.
Was Sie aus einer Uniklinik beschreiben kenne ich genauso!
Ich bezog mich auf diverse andere Kommentare, die nicht viel mehr oder weniger zum Ziel hatten junge oder noch werdende Kollegen noch vor Berufsbeginn zu demotivieren, entsprechend motiviert dürfte die Hilfestellung ebenjener Kollegen gegenüber den "Neulingen" auch sein und das ist schlicht nicht fair!

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