DÄ plusForenKommentare NewsEine Bundestagspetition gegen die rituelle Beschneidung wurde bereits gestartet:

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Avatar #38287
am Donnerstag, 23. August 2012 um 20:29

"das Recht, ihre Kinder beschneiden zu lassen"

Kommentar zur Nachricht
Ethikrat tendiert zu Erlaubnis für Beschneidung unter Vorbehalten
vom Donnerstag, 23. August 2012
ist kein Recht, sondern selbstherrliche Willkür, nicht zum Wohl des Kindes. Diese Leute schrecken nicht davor zurück, ihre eigenen Kinder zu verletzen. Sie rechtfertigen das mit religiöser Überzeugung aus Tradition. Wie erbärmlich und gleichzeitig lächerlich, die Vorhaut zu einem Zentralpunkt eigener Religiosität zu stilisieren. Wenn diese Leute ein Verbot der Penisbeschneidung als Einschränkung der Religionsfreiheit bezeichnen, sollten sie diese "Beschneidung" als Ersatz für die Penisbeschneidung bis zum Erwachsenenalter annehmen. Eine Weiterentwicklung ihrer Vorstellung von Glauben muss wohl erzwungen werden. Kinder sind keine Spielwiese elterlicher Willkür.
Avatar #93878
am Donnerstag, 23. August 2012 um 21:18

Abschied von der Ethik - Willkommen im Mittelalter

Seit wann kann der Ethikrat Empfehlungen aussprechen, die mit geltendem Recht (Körperverletzung an Einwilligungsunfähigen), mit dem Grundgesetz (Gleichheitsgrundsatz männliche - weibliche Kinder, Religionsfreiheit des Kindes) und mit den Menschenrechten (Selbsbestimmungsrecht des Kindes) nicht vereinbar sind? Ein riesiger gesetzgeberischer Spagat wäre nötig (und es ist wahrscheinlich unmöglich) solch eine Regelung juristisch und verfassungskonform auf die Reihe zu bringen - und das alles weil Deutschland sich verpflichtet fühlt, einer archaischen sturen religiösen Minderheit einen Gefallen zu tun. Und jetzt bläst auch noch der Ethikrat in das selbe Horn. Die haben wohl die Hierarchie der Grundrechte nicht verstanden! Geht's noch?
Avatar #655624
am Freitag, 24. August 2012 um 07:07

Bundestagspetition gegen rituelle Beschneidung

20. Juli 2012

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

§ 1631d

Verbot der rituellen Genitalmutilation

Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

Begründung

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 10.12.1948) und das auf ihr beruhende Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949) richten sich zuallererst an den Menschen als Individuum und nicht, wie in der von Stammesreligion, Rechtspluralismus und Initiationsriten geprägten kulturellen Vormoderne, an den Menschen als Angehörigen eines ethnoreligiösen Kollektivs,

[stark gekürzt, ausfühlich hier]

http://www.gam-online.de/text-Beschneidung-petition.html

http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/
Avatar #87626
am Freitag, 24. August 2012 um 15:13

Eine Bundestagspetition gegen die rituelle Beschneidung wurde bereits gestartet:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_06/_27/Petition_25502.html
Der zum Teil fehlerhaft orthographische Text sollte hier nicht weiter stören, auf den Inhalt kommt es an!

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