szmtag Forum: Warum aus China

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Avatar #98372
am Freitag, 5. Oktober 2012 um 22:03

Erdbeeren im Oktober - und auch noch aus Fernost impertiert ...

Kommentar zur Nachricht
Erdbeeren offenbar Hauptverursacher von Brech-Durchfall-Erkran­kungen
vom Freitag, 5. Oktober 2012
... da stehen mir die Haare zu Berge !
Weniger weil "die Chinesen" unseren Kindern Durchfall gemacht haben.

Viel mehr wegen der Tatsachen, dass dieses Nahrungsmittel anscheinend
1) unsachgemäß gelagert oder transportiert wurde
2) so weit durch die Welt gekarrt, geschifft oder geflogen wurde und damit unsere Welt sinnfrei durch Abgase für diesen unnützen Transport verpestet wird.
Avatar #93082
am Freitag, 5. Oktober 2012 um 23:59

Was für ein Wahnsinn!

müssen wir wirklich zu jeder Jahreszeit alles haben, was normalerweise zu seiner Zeit genießbar ist?

Was für ein Wahnsinn!
Avatar #106611
am Samstag, 6. Oktober 2012 um 10:30

Warum aus China

Warum müssen heimische Produkte in anderen weit entfernten Ländern gekauft, werden? Man könnte auch Heimische Produkte Schockfrosten , in Deutschland sind die Anforderungen an Anbau und Lagerung mit Sicherheit höher als in China! Wer weiß mit was der Boden bereits schon vor der Saat in China verseucht war ? Es wäre zu wünschen das sich Jeder wieder auf Heimische Produkte besinnen würde , und da spielt es keine Rolle ob es Nahrungsmittel oder andere Sachen sind, China ist schon mit giftigen Farben an Kinderspielzeug in die Schlagzeilen gekommen , um so unverständlicher das Großhändler dort Nahrungsmittel beziehen.
Avatar #106067
am Sonntag, 7. Oktober 2012 um 14:53

"Gurkentruppe" meldet sich zurück

Die Task-Force aus Bund und Ländern im Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) macht gemeinsam mit den RKI-Experten vermutlich ähnliche Fehler wie bei der EHEC-Krise 2011. Da es bisher keine handfesten infektiologischen Nachweise bei Laboruntersuchungen von Hunderten von Rückstellproben gab, verlegt man sich auf statistische Wahrscheinlichkeiten bei der Rückverfolgung möglicher Krankheitsursachen und Infektionswege.

Persönliche-, telefonische- oder E-Mail-Befragungen beruhen auch bei sorgfältiger Fall-Kontroll-Studie auf einer entscheidenden Irrtumswahrscheinlichkeit in Folge retrospektiver Fehlannahme ("bias"): Wer bei hoffentlich gut überstandener akuter Gastroenteritis-Epidemie nach dem Genuss von aus China importierten Tiefkühl-Erdbeeren gefragt wird, ist eher geneigt dies zu bejahen, als jemand, der dasselbe gegessen hatte und n i c h t erkrankte. Ebenso würden bei Befragungen Nichterkrankte die Einhaltung persönlicher und sozialer Hygiene-Regeln eher behaupten, als akut Erkrankte nicht doch Hygiene-Fehler mit möglicher Schmutz- und Schmierinfektion einräumen würden.

Beim letztjährigen EHEC-Wirrwarr waren es erst Gurken, dann Salat, Gemüse und Sprossen, die massenweise unverkauft vernichtet werden mussten, bis sich ägyptischer Bockshornkleesamen als wahrscheinlicher Übeltäter entpuppte. Medial weitgehend unbemerkt blieb, dass schon länger bis 2010 jährlich ca. 900 EHEC-Infektionen als "Grundrauschen" gemeldet werden. 2011 wurde dann von knapp 5.000 EHEC-Fällen berichtet. In wesentlich höherer Inzidenz und Prävalenz gehören auch ubiquitäre Norovirus-Infektionen zum Alltagsgeschäft in der allgemein- und hausärztlichen Praxis.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) macht im aktuellen Merkblatt zu EHEC unter
http://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps-schutz-vor-infektionen-mit-enterohaemorrhagischen-e-coli-ehec.pdf
präventiv deutlich, dass (Roh-)Milch, Mett(-Wurst), Tatar, Obst, Gemüse, Salat und vor allen Dingen Sprossen n i c h t genossen werden dürfen, wenn Alles nicht zuvor m i n d e s t e n s pasteurisiert wurde. Außerdem wird mit Entschiedenheit vom Besuchen in Landwirtschaft und Streichelzoos bzw. Ferien auf dem Bauernhof abgeraten.

Da kann man wirklich nur noch versuchen, krumme Gurken gerade zu biegen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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