am Mittwoch, 21. November 2012 um 07:39

Cannabis Karte ist Geschichte

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Niederlande kippt "Cannabis"-Karte
vom Dienstag, 20. November 2012
Es ist schlimm, daß Holland die Grenze für deutsche Cannabis-Käufer auch auf Druck deutscher Stellen schließen wollte.

Die Coffee-Shops habe ich nie als Opiumhöhlen wahrgenommen, wohl aber als Teffpunkte, in denen auch üblich ist, daß "man Deutsch spricht!"

"Deutsch" spricht man in Deutschland in dieser Beziehung leider nicht.
Eher schon das bayrische Weißbierdeutsch oder das rheinische Kölschdeutsch.

Holland war in den 50ern bis 70ern schon Zuflucht gewesen für Hilfesuchende bei unerwünschtzen Abtreibungen. Mit den Coffee-Shops hatte man ganz liberal-niederländisch gezeigt, daß hier keine Sucht, sondern eine Lebensweise vorliegt.
Manche mögen eben keinen Alkohol.

Holland hat umgedacht, weil man das Rad nicht zurückdrehen kann.
Jetzt brauchen wir eine Änderung des BTM-Gesetzes.
Danke nach Holland.

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal
am Mittwoch, 21. November 2012 um 19:43

Prohibition? Nein danke!

Die Städte und Gemeinden in den Niederlanden selbst über die Einführung des Wiet-Pas entscheiden zu lassen, ist angesichts der pro Cannabis-Legalisierungsvotings in Colorado und Washington das Bestmögliche, was man in NL aus einer ursprünglich falschen Entscheidung noch "wendehalsen" konnte.

Dort, wo man sich in den Provinzen dennoch für den Kontroll- und Registrierungswahn mit der Einführung eines "Wiet-Pas" entscheidet, werden vermehrt Straßendealer aufkreuzen mit z.T. gesundheitsgefährdendem Dope. Polizisten werden sich erneut Aufgaben widmen müssen, die durch die geduldete Existenz der Coffeeshops bereits als für immer eliminiert galten.

Deutschland hinkt positiven Entwicklungen bei der Entkriminalisierung, Regulierung oder Legalisierung von Cannabis (als Medizin und Genussmittel) seit Jahren schon hinterher. Sozusagen mit geschlossenen Augen, fest verschränkten Armen und schmallippig wie Daniel Bahr.

Drogenpolitik findet m.E. hier ohnehin nur einmal jährlich statt, wenn Frau Dyckmans geschönte und präventionsbezogen zurechtgebastelte Zahlen des Drogen- und Suchtberichtes in die Mikrophone der wenig interessierten Pressevertreter flötet...

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