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am Dienstag, 22. Januar 2013 um 19:02

Der Kardinal Meisner hat sich „entschuldigt” — das geht nicht!

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Katholische Krankenhäuser weisen Kritik der Politik zurück
vom Dienstag, 22. Januar 2013
Ich finde, diese „Entschuldigung” ist nur ein widerliches Wortgeklingel, mit dem auch bisher schon immer die Opfer von kirchlicher Gewalt und Missbrauch platt geschwätzt worden sind.

Liebe Leser!
Bitte reflektieren die Bedeutung von: „Er hat sich entschuldigt.”!!! — Das heißt doch, dass er sich seiner Schuld selbst entledigt hätte! Das ist unmöglich!
Denn die Schuld wird für immer auf den Tätern, den Verantwortlichen, liegen bleiben. Aber der Täter könnte das Opfer um Verzeihung bitten. Und wenn das Opfer will, kann es ihm diese Verzeihung gewähren. Für diesen Vorgang ist aber das Schuldeingeständnis des Täters erforderlich. Und dann auch das Akzeptieren aller aus der Schuld entstehenden Konsequenzen.
So etwas heißt auch „Verantwortung übernehmen”. Und um diese beiden Schritte zu tun und um dann um Verzeihung bitten zu können, dazu braucht es die Fähigkeit zur Demut. Und all diese echten menschlichen und emotionalen Werte scheinen um so mehr abhanden gekommen und in ihrer Bedeutung verbogen worden zu sein, je höher die Täter in der Hierarchie angelangt sind — gleich ob die Führungskräfte der Kirchen der Unternehmen oder der Politiker!

Oder sind diese allgemein auch in der Psychotherapie anerkannten Werte und Zusammenhänge in der Kirche unbekannt? Es scheint so!

Davon abgesehen unterliegen auch die Kliniken dem staatlich gesicherten Versorgungsauftrag unseres Gesundheitswesens. Wieso die Kirche sich dort glaubt, Sonderrechte herausnehmen zu können, das sollte mal rechtlich geprüft werden! Aber unsere Bundesregierung ist wohl zu feige, der „Macht der Religionen” entschieden gegenüber zu treten. Das ist auch bei der Beschneidungdebatte oder beim Umgang mit dem massenhaften Missbrauch Schutzbefohlener in der katholischen Kirche sichtbar geworden.

Clemens M. Hürten — Lebenslust jetzt! — Rottweil

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