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Der Nachwuchs geht

Der Nachwuchs geht

Viele Nachwuchs­forscher in der Medizin verlassen Deutschland, um dauerhaft in den USA oder in Groß­britannien tätig zu werden. Im Gegen­satz zu Deutschland könne man dort als Arzt klinische Tätigkeit und Wissen­schaft miteinander in Einklang bringen. Wie beurteilen Sie die Rahmen­bedingungen für medizinische Forschung in Deutschland? Ist in den USA und in Großbritannien wirklich alles besser? Mit welchen Maßnahmen könnte der Forschungs­standort Deutschland an Attraktivität gewinnen?

Avatar #89554
am Montag, 10. Februar 2014 um 20:12

Zurück nach Deutschland

Nach mehr als 13 Jahren Norwegen, zieht es uns wieder zurück in die "Heimat". Gibt es hier im Forum jemanden, der es auch nach vielen Jahren Ausland (vielleicht auch Skandinavien) gewagt hat, nach Deutschland zurückzukehren? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht ? Wir haben zwei Kinder, die nur das "sanfte" norwegische Schulsystem kennengelernt haben. Wie ist anderen die Eingliederung in das deutsche Schulsystem gelungen? Gute Erfahrungen? Schlechte Erfahrungen? Empfehlungen?
Und beruflich? Welche Erfahrungen habt Ihr hier gemacht?
Wir möchten aus vielen verschiedenen Gründen zurück nach Deutschland, haben dies bisher noch nicht gewagt, da wir fürchten, dass ein Schulwechsel für unsere Kinder vielleicht zu krass werden würde.
Falls es hier jemanden gibt, der ähnliches gewagt hat, wäre es wirklich nett, wenn er/sie hier etwas schreiben könnte. Vielen herzlichen Dank!
Avatar #615576
am Freitag, 21. Februar 2014 um 15:54

Gut ueberlegen!

Im Telegrammstil: bin nach 11 Jahren Schweden wieder nach D zurueck. Voller Enthusiasmus vor 2 Jahren eine Landarztpraxis aufgemacht. Habe jetzt einen A.... voller Schulden, sitzte deshalb z.B. gerade jetzt in einer schwedischen vårdcentral als stafett. Kann mich in meiner Praxis bestimmt nicht ueber Patientenmangel beklagen, eine vernuenftige Primärmedizin nach skandinavischem Vorbild ist Wunschdenken. Das Einkommen (vor allem nach Abzug der Kreditraten) mager. Nach so vielen Jahren Skandinavien muss man sich erst einmal wieder an die deutsche Mentalität gewöhnen (immer wieder Patienten die sich am Empfangstresen aufspielen und auch recht unverschämt sein können, bei mir dann aber: "Ach was, Herr Doktor, nein sowas Herr Doktor...". Die Arbeit in D ist schon deutlich hektischer, erlebe meine Arbeit hier als Stafett in Schweden ein wenig als "Kuraufenthalt". Zur Schule kann ich nix sagen, da meine Kinder erwachsen sind.
Ich glaube, als angestellter Arzt ist es z.Zt. in D gar nicht so schlecht, ich hatte auch ein wenig als Honorararzt in D gearbeitet. Praxis als Landarzt (zumindest in SH) kann ich im Moment nur von abraten.
Avatar #89554
am Mittwoch, 26. Februar 2014 um 14:33

Danke

Vielen Dank für die Antwort. Das, was du schreibst, ist ungefähr das, was ich befürchtet hatte. Schade, dass sich immer noch nicht viel in D geändert hat, trotz des immer wieder erwähnten Mangels an Hausärzten auf dem Lande. Ich wünsche dir alles Gute!!
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am Mittwoch, 26. Februar 2014 um 17:27

Wie soll sich jemals etwas ändern

wenn immer noch die alten Seilschaften vom MB an der Macht sind?
Avatar #90058
am Mittwoch, 26. Februar 2014 um 19:09

Es lohnt sich nicht mehr

In Schleswig Holstein werden teilweise Hausarztsitze nicht mehr besetzt weil keiner mehr in der Schuldenfalle landen will siehe Praxisbörse der KV.
Das Einzige was ich mir vorstellen könnte wäre ein Angestelltenverhältnis so wie in Schweden in Teilzeit.Ein Ärztemangel wird ueberall beklagt gemacht wird aber nix...

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