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am Dienstag, 1. April 2014 um 20:16

Wie kann man sich vor Negativ-Stories der Medien und dem „Volkszorn” (Pöbel) retten?

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Medienskandale: Ärzte sollen ihre Kommunikation mit Journalisten verbessern
vom Dienstag, 1. April 2014
Wir haben es nun doch schon oft genug erlebt:
Egal ob Jörg Kachelmann, ob Gustl Mollath, ob Christian Wulff, ob der Lehrer oder der Vater unschuldig wegen angeblich sexueller Gewalt im Knast landete oder ob Sebastian Edathy...
So schnell kann es gehen! Und es kann JEDEN treffen, JEDERZEIT! — Mögliche Tatbestände für Hexenjagden sind neben ärztlichen / therapeutischen Kunstfehlern alle ethisch besonders verwerflichen und zugleich kriminellen Anschuldigungen, besonders aber die sexuelle Gewalt.

Besonders leicht kann es Ärzte oder andere in Heilberufen Tätige treffen:
Was wollen Sie denn konkret unternehmen, wenn eine Patientin oder Klientin in der Öffentlichkeit Anschuldigungen wegen Übergriffen oder sexueller Gewalt gegen Sie erhebt? Oder wenn das Gerücht gestreut wird, Sie hätten sexuelle Neigungen zu Kindern?

Sie können noch so gut Ihre Unschuld versuchen zu beweisen... Der gute Ruf ist ruiniert. Und wenn Sie glauben, Sie könnten Ihre Praxis „mal eben” an einen anderen Ort verlegen... Das Internet ist überall! Und aus wirtschaftlichen Gründen kann man auch nicht „mal eben” die Praxis verlegen.

Die Medien sind fast immer nur an auflagen-steigernden Schlagzeilen interessiert und der Journalist dient seiner Karriere, wenn er die nötigen Stories dazu liefert. Das ist nunmal Fakt! Wie wollen Sie den Journalisten dazu bewegen, auf „seine” Erfolgsstory und somit seine Karrierechance zu verzichten, bloß um der Wahrheit willen?
Schauen Sie sich die Schlammschlachten an, die medial über die oben genannten Personen hereingebrochen sind! Als Gewinner und „unbeschädigt” ist keiner aus diesen üblen Machenschaften heraus gekommen, auch nicht mit teuren Anwälten. Manche sind bis ans Lebensende materiell und psychisch ruiniert!

Und wie schütze ich mich?
Ich arbeite als Heilpraktiker der Psychotherapie. Ich habe fast nur Klientinnen. Wenn nun eine Klientin mit Borderline-Syndrom mir gegenüber von der Idealisierung in die Entwertung kippt, z.B. wegen des Eindrucks, ich würde sie im Stich lassen, könnte die Klientin sich rächen wollen, indem sie mich z.B. wegen sexueller Gewalt in der Therapie beschuldigt.

Auch auf solche Möglichkeiten habe ich mich vorbereitet. Jede Sitzung wird mit Zustimmung der Klienten als Tonaufnahme komplett aufgezeichnet. Die Klienten erhalten diese Aufnahme auf USB-Stick, damit sie sich die Sitzung zu Hause noch mal anhören können und so die gewonnenen Erkenntnisse vertiefen können. Deshalb sind bisher alle Klienten mit der Aufzeichnung einverstanden gewesen und freuen sich über den zusätzlichen Service, der die Therapie effizienter werden lässt. – Zugleich ist diese Aufzeichnung aber auch ein potenzielles Beweismittel.

Zusätzlich führe ich natürlich lückenlos die Patientenakte. Diese Akte in Verbindung mit der Aufzeichnung kann ich jederzeit gegenüber Journalisten und Redaktionen anführen. Und dann muss ich jeder Journalist und jeder Redakteur sehr in Acht nehmen wegen der Risiken und Konsequenzen, die er bei Veröffentlichung rufschädigender Aussagen auf sich nehmen würde.

Sicher ist auch das nicht perfekt, zumal ja evtl. bereits ohne mein Wissen berichtet werden kann oder Gerüchte in die Welt gesetzt worden sind.

Schreiben Sie doch bitte mal hier im Kommentar, wie Sie sich absichern! Wenn der GAU eingetreten ist, ist es für Maßnahmen meist zu spät.

Bin sehr neugierig.

Clemens M. Hürten – Lebenslust jetzt! – Rottweil

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