Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #107281
am Montag, 28. Juli 2014 um 18:09

Überlastete Entscheidungen?

Kommentar zur Nachricht
Gröhe will organisierte Sterbehilfe generell verbieten
vom Montag, 28. Juli 2014
Diejenigen, die laut Bosbach aus "Liebe, Mitgefühl und lebenslanger Verbundenheit mit einem Schwerstkranken dessen letzten Wunsch" erfüllen, sind doch immer in einer absoluten Überlastungssituation.
Sie brauchen einen neutralen qualifizierten Ansprechpartner, der mit ihnen ergebnisoffen über Therapie- und Pflegealternativen sprechen und beraten kann, und der ihnen ggf. beiseite stehen kann, wenn es beim Wunsch nach Sterbehilfe bleibt.
Je stärker die Verbote betrieben werden, desto offensiver werden Initiativen den Menschen nur in Richtung Sterbehilfe beistehen.
Je stärker die Verbote, desto mehr wird unkontrolliert im Verborgenen geschehen, desto größer werden die Gewissensnöte aller Beteiligten.

Jemand wie Schneider konnte die Situation gut durchdenken und hat Kontakte in alle Richtungen, in denen er (und seine Frau) es braucht. Die meisten anderen Betroffenen nicht nicht in einer derart bevorzugten Position. Wo bleiben sie?

Avatar #687875
am Montag, 28. Juli 2014 um 21:15

Gröhe will organisierte Sterbehilfe generell verbieten

...dann muss er auch vorrangig dafür sorgen, dass die allseits bekannten Praktiken der Freiheitsberaubung durch Fixierungen chemischer wie auch mechanischer Art als Personalmangel-Kompensierung unverzüglich abgestellt
werden und im nachgewiesenen Fall auch strafrechtlich geahndet werden; hier handelt es sich in vielen Fällen auch um Tötung, jedoch auf Langzeitbasis aus niederen Beweggründen , weil Psychopharmaka und Neuroleptika in bestimmten Fällen den vorzeitigen Tod herbeiführen; siehe hierzu meine 'Ode an die Sedierung'; da ergibt sich nicht einmal die Frage, was hier krimineller ist. Und wo setzt man an? Natürlich dort, wo der geringste Widerstand zu erwarten ist. Gleichzeitig aber bezeugen einige CDU-Politiker Ihren Respekt gegenüber der Entscheidung des Herrn Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, wenn er seine Frau für eine Sterbehilfe in die Schweiz begleiten würde. Warum kann man dieses Verständnis und diesen Respekt nicht für eine Sterbehilfe in Deutschland aufbringen? Warum muss eine bedauernswerte Frau in die Schweiz gebracht werden, um dort straffrei Sterbehilfe zu erfahren? Inhuman dazu, dass dieses nicht in der vertrauten, sondern in einer
fremden Umgebung stattfinden muss. Gerade diese Möglichkeit der straffreien Sterbehilfe in der Schweiz eröffnet
doch gerade die Möglichkeit des von Herrn Bosbach als fragwürdig dargestellten "Geschäftsmodells"! Warum kann Liebe, Mitgefühl und lebenslange Verbundenheit mit einem Schwerstkranken, dessen letzter Wunsch erfüllt werden
sollte, nicht durch entsprechende Sterbehilfe in Deutschland möglich sein? Ja, natürlich muss sie organisiert werden; alles im Leben muss mehr oder weniger organisiert werden; aber dieses 'organisieren' kann man nicht als
Geschäftsmodell organisierter Sterbehilfe titulieren und verbieten wollen. Wenn jemand sterben will, Herr Gröhe, dann lassen Sie die Sterbehilfe in seiner vertrauten Umgebung zu.
Avatar #103070
am Mittwoch, 30. Juli 2014 um 21:53

Super!

Ein Mann, ein Wort?
Sollte die CDU am Ende ethisch doch nicht so verrottet sein, wie die jüngere Politik vermuten lässt?
Avatar #103070
am Mittwoch, 30. Juli 2014 um 21:57

Super!

Ein Mann, ein Wort?
Sollte die CDU am Ende ethisch doch nicht so verrottet sein, wie die jüngere Politik vermuten lässt?
Avatar #675503
am Mittwoch, 6. August 2014 um 12:30

absurde Schreibtischtäter

Gröhe will sich kein Urteil über Menschen anmaßen, die in schwerster Not eine solche Entscheidung träfen.
Was für ein bigotter Typ in einer Bande bigotter Politiker.
Ich habe miterlebt, wie meine Mutter unter entsetzlichen Schmerzen starb und obwohl sie absolut nichts bei sich behalten konnte, entschieden die verdammten Mediziner ihr Tabletten zu geben, die sie sofort wieder von sich gab. Das verstehen solche Leute unter einer guten Paliativmedizin. Ich wäre fast zum Amokläufer geworden, als ich dieses perverse Humanitätsspielchen miterleben mußte. Das einzige, was mich davon abgehalten hat, war die Erkenntnis, dass die Mediziner unwissen oder einfach nur ängstlich vor Konsequenzen waren, dass aber die wirklichen Verbrecher in Berlin sitzen.
Ich habe mir mein Mittel besorgt und lasse mir die Entscheidung nicht von absurden Schreibtischtätern nehmen.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos