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Avatar #690748
am Freitag, 26. September 2014 um 18:04

Wozu diese Demonstration?????

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Demonstration in Berlin: Psychotherapeuten fordern angemessene und gerechte Honorare
vom Donnerstag, 25. September 2014
In Berlin waren wir von den beiden maßgeblichen Berufsverbänden BVVP und DPTV aufgerufen, für angemessene Honorare zu demonstrieren.
Das verstehe ich nicht. Schließlich stellt doch seit 1999 Jahr für Jahr das BSG "im Auftrag von BVVP und DPTV" klar, was angemessen ist. Das BSG hat quasi Gesetzeskraft. Also warum dann dafür auch noch demonstrieren?
Die beiden Verbände (BVVP und DPTV) begnügen sich in ihrer berufspolitischen Anspruchsbildung seit 1999 doch genau damit, dass sie für "Klarstellung" durch das BSG sorgen. Mehr aber auch nicht. Mit dem bekannten Ergebnis, das in Berlin per Demo eingefordert wurde. Schon etwas schräg.
Dass jetzt die Sache mit dem Bewertungsausschuss noch passiert ist, ändert doch an dieser Sache nicht wirklich etwas.
Gut, wenn die Manipulationen durch die KVen im Bewertungsausschuss irgendwann einmal doch korrigiert werden, dann wird es wohl Nachzahlungen geben.
Aber!!!!
Das wird sich alles INNERHALB der "BSG-Norm" bewegen. Ihr wisst, das ist die Sache mit der Angemessenheit. Dann kommen vielleicht 90 EUR bei raus. Und dafür sollten wir demonstrieren???? Ich war nicht dabei. Ich würde für andere Ziele auf die Straße gehen aber nicht für diese.
Ein Vergleich auf Augenhöhe mit dem Durchschnitts-KV-Arzt würde ein Honorar von 180 EUR zur Folge haben. Dafür wäre ich auf die Straße gegangen. Und übrigens: um nur auf das Einkommen eines angestellten Psychotherapeuten zu kommen müssten es schon 130 EUR sein.
Wer also hat wirklich Schuld an unserem Honorardesaster??
Es sind unsere Berufsverbände, die sich nicht trauen Ansprüche, jenseits einer BSG-Angemessenheit zu definieren. Die sich nicht trauen, mit einer klaren Forderung auf einer Demo zu beeindrucken, stattdessen mit schwammige Angemessenheitsforderungen aufwarten, die doch unsere Realität sind. Auch auf der Demo wurde doch lediglich verlangt, dass die BSG-Norm umgesetzt wird.
Wer diesen merkwürdigen Anspruch der Verbände als verbandsinterne Kritik äußert, dessen Botschaft wird als Querulantentum im Keim erstickt.
Was wir wirklich brauchen sind mächtige Argumente. Warum zum Beispiel wird das haarsträubend ungerechte BSG-Urteil nicht in Karlsruhe überprüft? Warum werden keine Machbarkeitsstudien erhoben zur Frage der Alternative zur KV-Zugehörigkeit? Warum sucht man nur für diese Demo den Schulterschluss mit den Ärzten? Warum sucht man nicht nach Koalitionen mit den anderen benachteiligten Fachgruppen innerhalb der KV-Parlamente (alle unterhalb des KV-Durchschnitts). Und das wichtigste, warum fragt man uns nicht mehr in regionalen Podiumsdiskussionen, zu welchen Schritten wir bereit wären? Was richtig ist in der Anspruchshalten generiert einzig und allein die Selbstherrlichkeit der Verbandsspitzen.
Solange wir nur darauf warten, dass irgendwelche Gremien oder Gerichte das Problem löst, wird sich nichts aber auch gar nichts ändern.
Ich plädiere daher für einen Neuanfang auf den Vorstandsebenen in BVVP und DPTV auf Bundes- und Landesebene und einer flächendeckenden Befragung aller Kolleginnen und Kollegen in Podiumsdiskussion zur künftigen berufspolitischen Anspruchshaltung der Gesamtgruppe der Psychotherapeuten.
Im Übrigen halte ich es für dringlich geboten, beide Verbände unter einem Dach zu einen.
Avatar #672734
am Dienstag, 30. September 2014 um 09:09

Der Himmel über Berlin - lauter honorige, honorargerechte?

Gerechter Himmel! Was fordern die da?
Schauen wir mal ins Grundgesetz zur Gerechtigkeit ...
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Na ja ... da wird wohl nur für Deutschland etwas "Gerechtes" gefordert und nicht für die Welt.

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