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am Freitag, 16. Januar 2015 um 10:59

Wie wäre es mit Solidarität der Ärzteschaft auch in der Honorarfrage?

Kommentar zum Print-Artikel
Ambulante Vergütung: Konkurrenzfähiges Honorar gefordert
aus PP 13, Ausgabe Dezember vom Mittwoch, 10. Dezember 2014
Es wird im Artikel ausschließlich vom durchschnittlichen Gewinn der Ärzteschaft gesprochen. Der sieht doch gar nicht so schlimm aus. Eine gesellschaftliche Fehlentwicklung kann daraus m. E. nur schwerlich abgeleitet werden. Zumal die Unterschiede in den Erlösen so dramatisch sind, dass es allen Widersachern in der Frage Honorare der Ärzteschaft leicht gemacht wird, eine "Alles in Ordnung Botschaft" zu senden.
Ich denke es ist an der Zeit das Ungleichgewicht in der Verteilung der Honorar endlich zu nivellieren. Schließlich sind die KVen ja zur Verteilungsgerechtigkeit gesetzlich gezwungen. Dann würde die politische Argumentation in der Frage der gesellschaftlichen Gerechtigkeit der Honorare sicherlich deutlich mehr Gewicht bekommen.
Ich frage mich immer wieder, wie es angehen kann, dass wesentliche Teile der Ärzteschaft mit einem bescheidenen bis jämmerlichen Honorar abgespeist werden, ohne dass es zur Solidarität unter diesen benachteiligten Gruppen kommt. Das die Gewinner der Verteilungsungerechtigkeit nicht umgekehrt anbieten, von ihren Honorar abzugeben, kann man ja leicht nachzuvollziehen.
Es sollte doch möglich sein, dass es in den KV-Parlamenten zu Koalitionen in der Honorarfrage kommt all derer, die sich berechtigter Weise von den eigenen Kollegen benachteiligt fühlen (dürfen). Denn die KVen haben sehr wohl die Möglichkeit, Honorar zwischen den Töpfen zu verschieben, sobald das Parlament dafür grünes Licht gibt.
Ich würde mir sehr eine fundierte Diskussion mit den benachteiligten Gruppen wünschen.

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