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am Sonntag, 22. März 2015 um 13:13

Verharmlosung der Heizbeteiligung bei Lyme-Borreliose

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Diagnostik, Therapie und Prognose der Lyme-Karditis
aus Dtsch Arztebl 2015; 112(12) vom Freitag, 20. März 2015
Einerseits muss man dankbar sein für jede Arbeit, die sich mit Lyme-Borreliose befasst, andererseits verharmlost diese Arbeit wie viele andere die wahre Ausbreitung von Lyme-Borreliose und von Herzbeteiligung. Die in der Einleitung genannten Zahlen von 60.000 bis 100.000 stammen aus einer niedersächsischen Studie aus den Jahren 1987 bis 1988. Das RKI hat zugegeben, dass man - in der Annahme einer homogenen geografischen Verteilung - diese Zahlen einfach hochgerechnet habe. Und auf diesem Stand werden sie jährlichals aktuell wiedergekäut. Bei der Umfrage der Redaktion BORRELIOSE WISSEN bei Ärzten, die sich schwerpunktmäßig mit Borreliose befassen, kommen die Herzbeteiligungen keineswegs als "selten" vor. Hier ist die Rede von "mehr als 50 Prozent der Patienten" bis nahezu "fast alle" klagen über Herzbeschwerden. Die Patienten werden einfach nicht zum Kardiologen geschickt. Außerdem sind die spürbaren Herzattacken im EKG nicht zu sehen. Herzultraschall wird nicht gemacht. Finale Herzinfarkte werden nicht auf Borrelien untersucht. Zitat vom Erfurter Borreliose-Kongress 20/21. März 2015: "Bei Ötzi konnte man die Borrelien-DNA noch nach mehr als 5000 Jahren nachweisen. Wir suchen den direkten Nachewis nicht einmal bei frischen Toten".

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