DÄ plusForenKommentare NewsWeitere Studie: "Cytokine network analysis of cerebrospinal fluid in myalgic encephalomyelitis/chron

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #109758
am Freitag, 6. März 2015 um 16:08

Practicus, einen Merksatz haben Sie unterschlagen

Gestatten Sie, dass ich ergänze:
Wissen, es ist Bier im Kühlschrank, aber behaupten, es sei keines drin - das ist Lüge.
Dies ist, im übertragenen Sinne, genau die Faktenlage, die Millionen Patienten zum Verhängnis wurde. Man weiß seit den ersten wissenschaftlichen Studien in Deutschland (PubMed!) Anfang bis Mitte der 90er Jahre, dass CFS (ME) eine Erkrankung organischer Genese ist.

(Eigentlich sollte ich die unsachlichen Beiträge von Ihnen und User malledoc unbeachtet lassen.)
Avatar #79783
am Sonntag, 8. März 2015 um 00:41

Nana...

Hallo Kollege Pollux,
das CFS als Diagnose nach der ICD-10 beschreibt chronische Müdigkeit im Zusammenhang mit fassbaren Funktionsstörungen des Immunsystems, des ZNS, des vegetativen Nervensystems und einer ganzen Reihe weiterer Items.
Ca 95% der von Patienten "reklamierten" CFS-Fälle verfehlen jedoch - zumindest in meiner Praxis - die notwendigen Kriterien für die Diagnose, wenn man die diversen klinischen Skalen heranzieht.
"Echtes" CFS ist m.E. eine Rarität, die übrigen Fälle sind eher den somatoformen Störungen zuzurechnen
Avatar #109758
am Sonntag, 8. März 2015 um 11:27

95% somatoforme Störung?

Wenn das tatsächlich eine realistische Schätzung aus Ihrer Praxis ist, dann sei Ihnen eine umfangreiche und v.a. unabhängige Weiterbildung empfohlen. Die in Deutschland kursierenden Empfehlungen zur Eingangsdiagnostik führen regelmässig zu solch absurden Zahlen. Und dahinter steckt ein System.

Sie kennen sicher das Schreiben der Ärztekammer Nordrhein von 1993 an den Kollegen Dr. B. aus Velbert. Es ist im Internet verfügbar. Zitat:

„Die Ärztekammer Nordrhein ist bemüht, Gutachter zu finden, die die neue Krankheit «Chronisches Müdigkeitssyndrom» wissenschaftlich entkräften und die äußerst teuren Diagnose- und Behandlungsmethoden widerlegen können.

Dieses Unterfangen hat sich als äußerst problematisch herausgestellt.

Wir möchten Ihnen jedoch versichern, dass wir zusammen mit anderen zuständigen Behörden und Gesellschaften versuchen werden, dieses "Problem“ in den Griff zu bekommen.“

Das ist der Stand bis heute. Unterstützen Sie die Bemühungen, das "Problem in den Griff zu bekommen"? Ich hoffe nicht!
Avatar #114590
am Samstag, 4. April 2015 um 00:46

Weitere Studie: "Cytokine network analysis of cerebrospinal fluid in myalgic encephalomyelitis/chron

http://www.nature.com/mp/journal/vaop/ncurrent/full/mp201529a.html
http://medicalxpress.com/news/2015-03-scientists-clues-cognitive-dysfunction-chronic.html
"We now know that the same changes to the immune system that we recently reported in the blood of people with ME/CFS with long-standing disease are also present in the central nervous system," says Dr. Hornig.
Avatar #716523
am Donnerstag, 8. September 2016 um 13:00

Es stimmt doch garnicht, dass es kein 'objektivierbares Krankheitszeichen' gibt

In http://ptjournal.apta.org/content/early/2013/06/26/ptj.20110368.abstract hat man schon 2013 ein solches gefunden. Dass man nicht weiß warum sich die anaerobe Schwelle verschiebt und dass man weiß dass es nicht an XMLV liegt heißt doch nicht, dass sie sich nicht verschiebt. Nur wird das halt wieder keiner gelesen haben weil der Artikel in einer Physiotherapiezeitung erschienen ist.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos