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Avatar #704583
am Mittwoch, 4. November 2015 um 07:28

Keine neue Euthanasie in Deutschland: Tötungsfreie Zone Deutschland

Kommentar zur Nachricht
Neuregelung der Suizidbeihilfe: Verfechter liberaler Entwürfe verbünden sich
vom Dienstag, 3. November 2015
Die Euthanasiediskussion vor und im 3. Reich hat genau zur T4-Katastrophe geführt. Es sollte uns das Blut gefrieren, diese Entwicklung erneut einzuleiten.

"Ich bin der Herr, Dein Gott, Du sollst nicht töten." Mehr Text hat Gott nicht gebraucht, um uns zu sagen, was Seine Sicht der Dinge ist. Es ist uns Menschen nicht erlaubt, andere Menschen zu töten. Das gilt von der Vereinigung zwischen Samen- und Eizelle bis zum vollständigen natürlichen Tod. Abtreibung ist Tötung eines neuen Menschen, der nichts mit dem Wirtskörper der Mutter zu tun hat und deshalb auch nicht Teil ihres Körpers ist, über den sie bestimmen könnte. Tötung ist Tötung und dass der Selbstmord ein Mord ist, sagt schon das Wort. Dass dieser Mord straffrei ist, ist immanent, denn wenn sowohl Täter wie Opfer nicht mehr leben, hat die menschliche Justiz keine Funktion. Erlaubt ist der Selbstmord aber nicht, sondern ist ein Mord und damit eine Straftat, die dem Täter in die Ewigkeit folgt. Gott zieht ihn dafür zur Rechenschaft. Gott lässt sich nicht spotten.

Wer sich an einem Mord beteiligt, wird von Gott zur Rechenschaft gezogen. Das Post Abortion Stress Syndrom (PASS) führt häufig lebenslang zu schweren körperlichen und seelischen Krankheiten. Das Gewissen stumpft ab und stirbt. Jedenfalls wird jeder Mensch, wird jeder Arzt oder sonst an Abtreibung und Euthanasie und auch bei der Entnahme von lebenswichtigen Organen aus Menschen Beteiligte, dafür die Folgen tragen und von Gott zur Rechenschaft gezogen. Niemand tut sich einen Gefallen, der einen anderen Menschen, z.B. die Eltern eines Kindes im Mutterleib, auch nach einer Vergewaltigung, dabei unterstützt ein anderes Menschenleben auszulöschen (auch das eigene) oder es gar selbst tut (wie bei der Abtreibung). "Hilfe" ist in allen diesen Zusammenhängen ein vollkommen falscher Begriff.

Es ist wie bei der Folter. Ein bisschen Folter ist nicht möglich und deshalb ist muss auch die Tötung von Menschen komplett geächtet und verboten sein, jedenfalls sollte niemand bereit sein, sowas zu tun.

Deshalb habe ich als Christ und Politiker die Initiative "Tötungsfreie Zone Deutschland" gegründet, www.toetungsfreie-zone.de, und die dazugehörige Stiftung ins Leben gerufen. Wir freuen uns über Mitwirkende, Spenden und Zustiftungen.

Wirken Sie mit: Erklären Sie Ihren Verantwortungsbereich, Ihre Praxis, Ihr Krankenhaus, Ihre Beratungsstelle, Ihre Apotheke, Ihr Pharmaunternehmen, Ihr Hochschulinstitut, Ihre Forschungseinrichtung, Ihre Kirchengemeinde oder Ihre Kommune, Ihr Haus, Ihren Verein oder Verband, erklären sie diese zu "Tötungsfreien Zone". Es kann gesetzlich geregelt sein, was es wolle, wenn niemand tötet oder sich daran beteiligt, dann findet keine Tötung statt.

Noch ein Hinweis. Tötung und die Beteiligung daran ist eine schwere Sünde, aber diese wird von Gott vergeben, wenn der Betreffende den dreieinigen Gott der Bibel darum bittet. Vergebung und damit Befreiung von dieser Sünde ist möglich.

Avatar #675503
am Mittwoch, 4. November 2015 um 13:22

...qualvoll Sterben...abgesichert

Und das stimmt sogar. "Der Wunsch eines qualvoll Sterbenden nach Suizidassistenz wird durch unsere Gesetz­entwürfe abgesichert".
Meine Mutter hat sich tagelang wirklich gequält, sie konnte nichts bei sich behalten, dennoch meinte der "Arzt" man soll ihr Schmerztabletten mit Joghurt geben. Wir haben erst hinterher erfahren, dass es Schmerzpflaster gibt und waren machtlos. Der "Arzt" unseres Vertrauens hat die Patienten im Stich gelassen und ihr ein gesetzlich, qualvollen Tod geschenkt.
Da kommen auch alle Bibelsprüche an wie ein Verhöhnung, meine Damen und Herren "Doktoren".
Avatar #106067
am Mittwoch, 4. November 2015 um 14:00

Aktive Sterbehilfe? - Nein, Danke!

Den Beitrag von Dr.-Ing. Walter Weiblen subsummiere ich unter freier Meinungsäußerung und Religionsausübung: "[* 28. August 1955 in Neuenstein]... deutscher Politiker und Unternehmensberater...von Oktober 2005 bis Dezember 2007 Bundesvorsitzender der Partei Bibeltreuer Christen...von deren Gründung im Januar 2008 bis November 2008 Vorsitzender der AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie..." (nach WIKIPEDIA)

Die Bundesrepublik Deutschland ist dagegen ein säkularisierter Staat j e n s e i t s von Fundamentalismus und Gottesgemeinschaften. Unsere Republik muss a l l e gesellschaftlichen Strömungen und die Meinungsvielfalt aufgreifen. Für mich persönlich ist die Sache klar: Ich eigne mich definitiv n i c h t zum "Dr. Death"! Ich kann unmöglich palliativ- und sozialmedizinisch ebenso qualifiziert wie engagiert "Hilfestellungen am Lebensende" leisten und g l e i c h z e i t i g überlegen, wie ich meine Patienten am besten assistiert "um die Ecke bringe".

Meine medizinische Sozialisation ist auf Krankheiten abgestellt: von der Prävention über Früherkennung, Anamnese, Untersuchung, erweiterte Differenzialdiagnostik, Diagnose, konservative/operative/interventionelle Therapie, Palliation. Möglichst Heilung, wenigstens Linderung und hoffentlich Tröstung. Und das füllt meine professionelle hausärztliche Tätigkeit mit prallem Leben, Arbeit, Anstrengung, Genuss, Ruhe und kultureller Reflexion voll und ganz aus. Zur weitergehenden, oft selbstherrlich behaupteten "Erlösung" meiner Patientinnen und Patienten mit aktiver Sterbehilfe und der Gratwanderung zur "Tötung auf Verlangen" (§ 216 StGB) bin ich weder bereit noch befugt oder ausgebildet.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #115425
am Mittwoch, 4. November 2015 um 14:12

Voller Zustimmung für "Widerstand"

Ich kann Ihrem Kommentar nur noch zustimmen. Es gibt allerdings auch Ärzte, die nicht so denken können wie Dr. Ing. Walter Weiblen. Ein Arzt sagte mir, wir stehen mit einem Bein im Gefängnis. Wenn wir Schmerzen bekämpfen wollen, besteht immer die Gefahr, dass wir zu wenig Schmerzmittel geben und der Patient gequält wird (man könnte es auch Folter nennen), geben wir zu viel, dann könnte es den Tod bedeuten.

Ich bin sogar über meine eigenen Krankheiten zum Atheisten, bzw. zum Agnostiker geworden. Es gibt keinen Gott der eingreift, sondern er lässt lediglich die Naturgesetze bestimmen wie eine Krankheit verläuft.

Andererseits beneide ich diejenigen, die noch glauben können und werde niemals - wie andere Atheisten auch - Gläubige von Ihrer Hoffnung abzubringen.

Manchmal habe ich in letzter Zeit gedacht, dass es für Kranke eine Diktatur der Gesunden gibt.

Was die Tötungsfreie Zone Deutschland betrifft, so gilt das momentan für gesetzlich Versicherte nicht. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hat für beschlossen, dass Antidiabetika, die keine "Unterzuckerung" hervorrufen können, von der Erstattung der GKV ausgeschlossen werden. Diabetiker können Insulin nehmen, obwohl eine Unterzuckerung ein "Patientenrelevanter Endpunkt" bedeutet (Tod oder Morbidität), aber sie seien ja dafür "geschult". Es gibt zwar andere Medikamente, die der Patient allerdings nicht nehmen kann, weil er z.B. eine Niereninsuffiziens hat. Hier fängt doch die Tötung der Patienten bereits an, oder?

Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht den Beschluss des G-BA mit einem Einzelurteil (richtungsweisend aufgehoben). Dies wissen allerdings die wenigsten Patienten und die Ärzte wissen von diesem Urteil nichts oder wollen es nicht wissen, denn es bedeutet (eigentlich nicht zu viel) Arbeit. Aber wäre da nicht noch das "Totschlagargumente" Budget.

@Dr.-Ing. Walter Weiblen,

Sie können das nicht wissen und ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht eines Tages "daran glauben müssen", bzw. nicht, dass Sie solche Erfahrungen machen müssen.
Avatar #115425
am Mittwoch, 4. November 2015 um 14:25

Dank auch an Dr. med. Thomas G. Schätzler

Ihren Kommentar kann ich auch voll akzeptieren. Ich würde mir sogar wünschen, dass ich "unter Ihren Bedingungen" sterben könnte und dürfte. Ich habe übrigens meinen zweiten kurzen Sterbeprozess "hinter". Ich hoffe nur dass der finale Prozess eher so gnädig ausfällt wie der erste.

In meiner Patientenverfügung habe ich bestimmt, dass ich mehr oder weniger den Tod durch eine Überdosierung von Schmerzmitteln akzeptiere als Schmerzen und vor allem Übelkeit. An der Übelkeit durch einen Hitzschlag wäre ich im Sommer fast gestorben. Aber eine VT hervorgerufen durch zum Schluss unerträglichen Brechreiz hat mein "Defi" abgefangen.

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