DÄ plusForenKommentare NewsFalsche Versprechungen bei Direktversicherungen

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #73846
am Freitag, 29. Januar 2016 um 11:06

Ignoranz des GKV Spitzenverbandes in der Frage der " Doppelverbeitragung "

Kommentar zur Nachricht
Kranken­kassenbeiträge: Nur wenige zahlen bei betrieblicher Altersvorsorge doppelt
vom Donnerstag, 28. Januar 2016
Der GKV Spitzenverband bügelt die Kritik an dem "geltenden System " der Beitragsgestaltung " mit der "fadenscheinigen Begründung" ab, diese Kritik passe NICHT in das geltende System.
Im übrigen fände die " Doppelverbeitragung " nur in einem begrenzten Ausmaße statt, und sei eher zu vernachlässigen !!!
Mit solchen, irreführenden und falschen Parolen werden die doppeltbelasteten Beitragszahler schlichtweg verhöhnt.
Hoffentlich verstärkt sich die Kritik an dem " geltenden System " massiv, denn die " geltende Beitragsgestaltung " ist ein gesellschaftlicher Skandal. Eine Verfassungsklage wäre unbedingt in Betracht zu ziehen.
Avatar #106067
am Montag, 1. Februar 2016 um 11:00

Realsatire bei den LINKEN?

Ironischerweise dehnt die LINKE ihre Forderung „Gerechte Kran­ken­ver­siche­rungsbeiträge für Direktversicherungen und Versor­gungsbezüge – Doppeltverbeitragung vermeiden“ (Drucksachen-Nummer 18/6364) nicht auf Selbstständige und Freiberufler aus.

Denn diese müssen ihre Renten- und Kran­ken­ver­siche­rungs-Beiträge grundsätzlich immer doppelt bezahlen. Sie können diese auch nicht, wie bei ihren angestellten MitarbeiterInnen selbstverständlich möglich, hälftig als Betriebskosten abrechnen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #115425
am Montag, 1. Februar 2016 um 13:44

Falsche Versprechungen bei Direktversicherungen

Es geht bei dieser Diskussion mehr um die Tatsache, dass bei Abschluss von Direktversicherungen die zukünftige Beitragsfreiheit gesetzlich festgelegt war.

Dies wurde jedoch rückwirkend geändert.

Bei Arbeitnehmern wirkt sich der Arbeitgeberbeitrag indirekt so aus, dass das Gehalt niedriger ausfällt, weil der AG noch seine Anteile in der Kostenrechnung berücksichtigen muss.

Allerdings sind die Ärzte m.E. dadurch schon benachteiligt, dass sie wohl "selbständig" (freiberuflich) sind und gleichzeitig noch die Nachteile eines Arbeitnehmers haben, durch das Budget und die Einmischung der Krankenkasse in die Therapiefreiheit.

Was für den selbständig Gewerbetreibenden der Druck der Kunden ist, ist für Ärzte der Druck der Kassen. Ergo, beide haben Lieferantenfunktion, wenn man es so sieht.

Ich bin als Versicherter "Kunde" bei der Krankenkasse. Allerdings mittlerweile ein sehr schlechter, auf den man eigentlich keinen Wert legt und nicht einmal damit "drohen" kann die Kasse zu wechseln. Trotzdem versprechen die Kassen Ihren Versicherten eine "optimale Betreuung".

Was Versicherungsbeiträge angeht, haben Selbständige (Freiberufler oder Gewerbetreibende) eine höhere steuerliche Abzugsfähigkeit ihrer Vorsorgeaufwendungen.

Allerdings nur bei entsprechend hohem Einkommen.

Ich sage in letzter Zeit immer wieder: Jede Medaille hat 2 Seiten - und dazu noch einen Rand.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos