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Avatar #79783
am Samstag, 24. September 2016 um 22:07

Blödsinniger Aktionismus

Kommentar zur Nachricht
Bundestag verbietet „Legal Highs“
vom Freitag, 23. September 2016
ohne jeden Effekt... auch verbotene Stoffe müssen erst mal nachgewiesen sein, bevor jemand deshalb bestraft werden kann. Es kann eigentlich nur bestraft werden, wer behauptet, ein Rauschmittel zu verkaufen, oder seine Substanz genau deklariert. Ob ein "Badesalz" tatsächlich unerlaubte Stoffe enthält, muss weiterhin mühsam und teuer mit Strukturanalysen untersucht und bewiesen werden.
Die eigentliche Lösung bestünde darin, die bestens erforschten und gut bekannten Originalsubstanzen für Erwachsene auf einem regulierten Markt legal verfügbar zu machen.
Als Beispiel kann Alkohol dienen: Hier regulierter Mark, anderswo illegal produziert, gehandelt und konsumiert.
Der größte Schaden entsteht für die Konsmenten illegaler Drogen durch die Illegalität und Verfolgung, nicht durch die Drogen selbst
Und beim Tabak ist belegbar, dass eine weitgehend frei verfügbare Droge ohne Prohibition, allein durch Präventionsmaßnhmen für Jugendliche uninteressant gemacht werden kann.
Und in den USA bestätigen sich die Beobachtungen aus den Niederlanden: Cannabis-Liberalisierung führt zu einer Verminderung des Cannabiskonsums Jugendlicher!
Avatar #711626
am Sonntag, 25. September 2016 um 06:55

pro Legalisierung

@ Practicus: Da kann ich nur zustimmen und mich ebenfalls für eine Legalisierung aussprechen. Die auf Seiten der Kontrolle eingesparten Gelder und die zu erwartenden Steuereinnahmen können dann viel besser in der Aufklärung wirken und soziale Missstände beheben, die primär für die Drogenmisere verantwortlich sind...
Aber passend zu diesem System ist ja letztlich, dass auch wir Ärzte immer nur den Symptomen hinterherrennen, anstatt präventiv zu wirken.
Avatar #697854
am Sonntag, 25. September 2016 um 14:05

bravo Bundestag, schön dass man noch auf Ärzte hört,

wir wollen uns ja nicht in ein Entwicklungsland zurückentwickeln.
@Practicus haben Sie sich nun verschrieben Verminderung statt Zunahme,
oder wollen Sie uns hier anlügen?
Avatar #691359
am Montag, 26. September 2016 um 00:35

Prohibition ist ein Konjunkturprogramm für die Mafia

Spätestens seit Machiavelli sollte allgemein bekannt sein, dass man mit guten Absichten allein noch lange keine gute Politik macht. In der o.g. Form kann man das Gesetz nur als Aktionismus (siehe Kommentare meiner Vorredner) bewerten und als Beruhigungspille für die Politiker, die es beschlossen haben.

Das einzige gute Element dieses Gesetzes ist aus meiner Sicht die Fokussierung auf Stoffgruppen, um nicht bei jeder neuen Substanz hilflos dazustehen. In dem Augenblick, wo für den Konsumenten ein legaler Zugang besteht (was nicht gleichbedeutend ist mit freier Verfügbarkeit), kann auf die illegale Produktion und den Großhandel der notwendige Druck ausgeübt werden, der gebraucht wird um den Markt auszutrocknen. Erst wenn illegale Drogen unwirtschaftlich sind, kollabiert dieser Markt. Die jetzige Politik dagegen führt nur durch die Erhöhung des Risikos zu einer Erhöhung der Preise. Dies wiederum führt zu einer Selektion der "Anbieter", die verbleibenden Anbieter haben dann eine noch höhere Gewinnspanne und das wirtschaftliche Potential, durch aggressives Marketing weitere "Marktsegmente" zu erschliessen.

Der zweite Weg, um den Drogensumpf auszutrocknen, führt über die Aufklärung und die Bekämpfung der Ursachen (Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit). Beides kostet Geld, Kraft und viel Hirnschmalz und ist nicht mit ein paar Stammtischparolen zu erledigen. In Bezug auf Drogen mag der Begriff "Legalisierung" mißverständlich erscheinen. Ich würde hier den Begriff "Entkriminalisierung" bevorzugen.

@Dr. Bayerl: Es wäre schön, wenn Sie die Tatsache akzeptieren, dass Sie mit Ihrer Meinung nicht die Haltung der gesamten Ärzteschaft vertreten und dies bei der Wahl der Überschrift Ihrer Beiträge berücksichtigen
Avatar #697854
am Montag, 26. September 2016 um 08:56

anonymer @Staphylococcus rex Sie dürfen ja gerne anderer Meinung sein

aber es fehlt Ihnen nun schon mehrmals das Benehmen anders denkende nicht persönlich anzugreifen. Merken Sie sich das endlich!

Unbestritten ist bei uns der Jugendschutz sowohl für legale wie für illegale Drogen völlig unzureichend. Drogen werden am Schulhof gehandelt.
Legalisierung macht das nicht besser sondern schlechter.
Gerade zu kindlich naiv ist die Vorstellung, dass die Legalisierung zum Rückgang von Drogenkonsum führen könnte. Das Gegenteil ist bekanntlich der Fall.
Cannabis boomt gerade in USA WEGEN der Legalisierung. Wer hier für eine Legalisierung argumentiert muss wenigsten bei der Wahrheit bleiben.
Vielleicht steckt ja auch bei manchen der zynische Wunsch dahinter an den Opfern mitverdienen zu wollen.
Weder Alkohol noch Tabaksteuer wird ja ins Gesundheitssystem gesteckt.

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