DÄ plusForenKommentare NewsAlle unabhängigen Studien belegen die Gefährlichkeit von Glyphosat

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #728167
am Montag, 29. Mai 2017 um 20:45

Alle unabhängigen Studien belegen die Gefährlichkeit von Glyphosat

Das ist stimmt nicht, dass es immer noch unklar sei, ob Glyphosat die Gesundheit schädigt.


Vielmehr ist es so, dass nur alle Studien, die von Monsanto erstellt und in Auftrag gegeben wurden besagen, dass Glyphosat harmlos sei, während alle unabhängigen wissenschaftlichen Studien schon seit den 80er Jahren belegen, das Roundup und Glyphosat nicht nur krebserregend ist sondern zahlreiche massive gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier hat. 



Über 100 Studien belegen, dass Roundup und Glyphosat Zell-, DNA-, Nieren-, Hormone, Leber-, Darmbakterien sowie das Autoimmunsystem schädigt und eben krebserregend ist, wie man in dieser Studienübersicht nachlesen kann:

http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf


Monsanto wird in den USA gerade von hunderten Landwirten und Angehörigen verklagt, die wahrscheinlich durch den Gebrauch von Roundup an einem Non-Hodgkin Lymphom erkrankt bzw. gestorben sind. 



Im Rahmen diese Prozesses beweisen interne Monsanto Emails, die dem US Gericht vorliegen, dass Monsanto Studien selber erstellt hat und dann nur noch externe Wissenschaftler, wie Prof Dr Helmut Greim, Kier, Kirkland, Williams, Kroes und Munro… dafür bezahlt hat, damit sie die Studien nur noch unterschreiben, wie die Süddeutsche hier dokumentiert hat:


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/umstrittene-chemikalie-wie-monsanto-hinter-den-kulissen-agiert-1.3445002



In einer dieser Emails von 2009 gibt Monsantos führende Toxikologin, Dr Donna Farmer, sogar zu, dass sie nicht sagen kann, ob Roundup krebserregend ist, da sie das nie getestet haben.


Das ist doch verantwortungslos, denn die Landwirte spritzen Roundup und Co auf die Felder und Lebensmittel und nicht nur Glyphosat.

Eine aktuelle Analyse von Prof Christopher Portier, ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA, belegt zudem, dass die EU Behörden, BfR, Efsa und ECHA, 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien übersehen haben.

Denn die Efsa hat eben nicht, wie sie behauptet haben, die Originalstudien und Daten wissenschaftlich geprüft, wie Portier in diesem öffentlichen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker belegt.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170529_OTS0116/glyphosat-eu-behoerden-uebersahen-8-krebsbefunde-in-industrie-studien

Zudem wurde Glyphosat schon 1985 in den USA von der FDA als krebserregend eingestuft, was dann 1991 wieder aufgehoben wurde, wie das Ärzteblatt selbst berichtete.


https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62249

Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit, denn im Jahr 1992 hat Monsanto sein erstes Roundup Ready Saatgut auf den US Markt bringen wollen, und da hatte Präsident George Bush Sen. Monsanto Unterstützung angeboten. Und so wurde schnell eine zweifelhafte Gegenstudie erstellt, wie man hier nachlesen kann:

http://naturalsociety.com/revealed-documents-prove-epa-knew-glyphosate-was-carcinogenic-30-years/

Es ist auch bekannt, dass in den US Zulassungsbehörde FDA und EPA ehemaligen Monsanto Mitarbeiter sitzen, wie z.B. Ex- Monsanto Vize Präsident Michael R. Taylor, der als stellvertretender Kommissar praktischerweise seit Jahren in der FDA sitzt, wo die Pestizide und GMOs von Monsanto zugelassen werden.


https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_R._Taylor



Auch die deutschen Chemiekonzerne haben von den US Amerikanern schnell gelernt, und daher sitzen auch die hochrangigen Mitarbeiter der Glyphosathersteller BAYER und BASF in der Pestizid Kommission des BfR, wo sie die geheimen Glyphosatstudien von Monsanto begutachten.



http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html

Das ist so wissenschaftlich, als wenn die AUDI und PORSCHE Ingenieure den VW Abgasskandal untersuchen würden.
Auch das WHO Gremium FAO / JMPR, das nach der IARC Studie schnell einberufen wurde, um zu sagen, dass Glyphosat harmlos sei, wird von Monsanto, Bayer, BASF, Syngenta mit Spenden in Millionenhöhe finanziert, wie die ARD, das ZDF und The Guardian berichten:


„Glyphosat Gremium unter Industrieeinflus“:

http://www.ardmediathek.de/tv/FAKT/Glyphosat-Gremium-unter-Industrieeinflus/Das-Erste/Video?bcastId=310854&documentId=35696344

Oder hier in der ZDF Frontal21 Reportage:


https://www.youtube.com/watch?v=GdZ4b_5cDRQ

https://www.theguardian.com/environment/2016/may/17/unwho-panel-in-conflict-of-interest-row-over-glyphosates-cancer-risk


Auch die Efsa wird schon seit Jahren aufgrund ihrer industriefreundlichen Zulassungen und den Verflechtungen der Mitarbeiter mit der Chemieindustrie von Verbraucherschutzorganisationen angeklagt.

https://www.lobbycontrol.de/2015/06/efsa-bfr-gefaehrden-unsere-gesundheit-zugunsten-der-industrie/

Und auch die ECHA Kommission wird geleitet von einem freien Berater aus der Wirtschaft, der normalerweise für die Chemiekonzerne arbeitet.

https://blog.campact.de/2017/03/dieses-glyphosat-gutachten-gefaehrdet-unsere-gesundheit-experten-erklaeren-warum/



In einer aktuellen Studie von April 2017 wurden über 80 schwangere Frauen auf Glyphosat untersucht, und die Forscher fanden nach der Entbindung bis zu 189ng/ml Glyphosat in der Nabelschnur.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28422580/

Daher ist es auch kein Wunder, dass bereits neugeborene Babys Glyophosat im Urin haben, die nur Muttermilch erhalten haben, wie das ZDF dokumentiert hat:

https://youtu.be/SnBSJ-ockjI?t=2m57s



Und bereits 75% der Deutschen haben laut Studie von 2015 mindestens 0,5ng/ml Glyphosat im Urin, also 5mal mehr als im Trinkwasser erlaubt ist.

Das Erschreckende: Vor allem Kleinkinder unter 9 Jahren mit bis zu 4,2ng/ml sogar das meiste Glyphosat im Urin.

https://www.boell.de/de/2016/03/04/glyphosat-untersuchung-75-prozent-der-deutschen-deutlich-belastet


Und wie man mit einem wissenschaftlich Kniff Glyphosat aus der Muttermilch herauszaubert, hat Monsanto schon vor Jahren gezeigt.

Denn Monsanto hatte einfach der „unabhängigen“ Wissenschaftlerin, Dr. Michelle McGuire zehntausend Dollar + Spesen als Geschenk gespendet, damit sie zusammen mit Monsanto Mitarbeitern die Muttermilch auf Glyphosat untersucht.

Und dann haben die Wissenschaftler einfach die untere Nachweisgrenze, also die Limits of quantification (LOQs, für Glyphosat in Muttermilch auf 10ng/ml bzw. 5ng/ml angehoben, so dass alle gefundenen Rückstandswerte unter 10ng/ml bzw. 5ng/ml in ihrer Studie als nicht nachweisbar gelten, wie dieser kurze Film mit den wissenschaftlichen Quellen belegt.

https://www.youtube.com/watch?v=7NaP1hlSFnI


Eine wissenschaftliche Laborstudie mit Ratten von 2015 hatte zudem bewiesen, dass schon 4ng Glyphosat pro 1kg Körpergewicht im Trinkwasser bei Ratten Nieren- und Leberschäden verursacht.

http://www.ackergifte-nein-danke.de/news/179-toxikologin-diese-studie-duerfte-das-ende-von-glyphosat-besiegeln/view.html

Und dennoch behauptet das BfR weiterhin, dass Glyphosatmengen von 3mg/kg Körpergewicht für Kinder, Schwangere, Alte und Kranke total harmlos seien.

Das ist kriminell und behördliche Körperverletzung mit dem Segen von Frau Merkel, die ja schon 2016 einen Appell des 119. Deutschen Ärztetages erhalten hatte, und natürlich des Landwirtschaftsministers Christian Schmidt, denn die wissenschaftlich Fakten liegen ja allen vor.

Daher muss Gyphosat endlich verboten werden und die Zulassung von Pestiziden komplett neu, unabhängig und transparent geregelt werden. Danke.
Avatar #88255
am Mittwoch, 31. Mai 2017 um 08:58

@Robberta

Die meisten der von Ihnen angeführten Quellen (soweit sie überhaupt erreichbar sind), können wohl kaum als "unabhängig" bezeichnet werden.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos