DÄ plusForenKommentare NewsWer überprüft denn die Entscheidungen des G-BA?

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #115425
am Donnerstag, 29. Juni 2017 um 12:17

Wer überprüft denn die Entscheidungen des G-BA?

Kommentar zur Nachricht
Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Kandidaten für Unparteiische durchgefallen
vom Mittwoch, 28. Juni 2017
Es ist schon ein großes Ärgernis für Ärzte und Patienten, dass der G-BA am laufenden Band Fehlentscheidungen trifft.

Fasst alle neuen Medikamente haben angeblich keinen Nutzen bzw. Zusatznutzen. Ich habe schon wieder ein Medikament dringend benötigt, das keinen Zusatznutzen hatte. Der Nutzen für die Krankheit selbst wurde nicht einmal überprüft.

Das war nicht das einzige Medikament, das ich auf diese Weise benötigte. Die viele Ärzte lehnen die Verschreibung ab, weil sie nicht wissen, wie sie das begründen sollen oder sie wissen auch nicht, dass es für den Patienten doch einen Zusatznutzen hat. Sie können ja auch nicht jeden Beipackzettel lesen. Von den Erkrankungen ihrer Patienten wissen Sie auch zu wenig.

Jüngstes Beispiel: Brintellix (Vortioxetin). Ich habe mir den Beschluss und die Begründung des G-BA angesehen. Als Vergleichsmedikamente wurden ausschließlich Medikamente aufgeführt, die eine Q-T-Zeitverlängerung verursachen. (außer einem pflanzlichen Mittel, das keine ausreichende Wirkung hat).

Jeder Arbeitnehmer würde bei dieser Fehlerquote entlassen werden.

Ich musste also wieder Arztaufgaben übernehmen, einen eigentlich unnötigen Antrag stellen, weil der Arzt Regress-Ansprüche fürchtete. Der war sozusagen AOK-geschädigt. Ich hatte glücklicherweise eine andere Krankenkasse, die Genehmigung hatte ich innerhalb ein paar Tage. Es musste aber ausdrücklich die Klausel drinstehen: "Wir übernehmen die Kosten für dieses Medikament".

Ich komme mir bald vor, wie das "Kindermädchen" für Ärzte. :-)

Ich muss ehrlich sagen, dass für die Patienten der G-BA so überflüssig wie ein Kropf ist und nur zusätzliche Beiträge kostet. Vielleicht besteht in Zukunft wenigsten eine geringe Hoffnung auf Besserung.
Avatar #115425
am Donnerstag, 29. Juni 2017 um 12:21

Ergänzung

Brintellix verlängert die Q-T Zeit nicht. Die anderen Medikamente hätten für mich tödlich sein können und aufgrund der massiven Herzschwäche hätte mir nicht einmal der Defi helfen können (Kaskaden von Kammerflimmern). Die Gefahr ist jetzt wenigstens eingeschränkt.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos