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Avatar #612077
am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 18:34

In einem Punkt muß

ich Herrn Peuser rechtgeben: Der Aloe-Vera-Saft, den er meint (und der in vielen Kosmetika eingesetzt wird), ist harmlos. Wikipedia schreibt hierzu: "Ein weiteres von der Echten Aloe stammendes Produkt ist das „Aloe-vera-Gel“, das aus dem Wasserspeichergewebe der Blätter gewonnen wird.[10] Durch den Gehalt an hauptsächlich aus D-Glucose und D-Mannose aufgebauten Polysacchariden weist es eine schleimartige Konsistenz auf. Das Gel kann ferner Einfachzucker wie Glucose, Mannose, Galactose und Xylose sowie wasserlösliche Vitamine, Aminosäuren, Amylase, alkalische Phosphatase, Lipase und Salicylsäure enthalten,[11] außerdem Glycoproteine und Aloenine.[7] Aloe-vera-Gel ist bei entsprechend sorgfältiger Gewinnung frei von dem abführend wirkenden Aloin, das außerhalb des Wasserspeichergewebes in dem gelben Saft unter der Blattrinde vorkommt.

Aloe-vera-Gel wird kosmetisch und volksmedizinisch in einer Reihe von Anwendungen eingesetzt.[11] Dem Gel werden entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Eigenschaften zugeschrieben."

Schon im Jahr 2004 stellte die PZ aber fest, daß für eine medizinische Anwendung keine ausreichenden Daten vorliegen (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm1_04_2004). Hierzu paßt, dass für die topische Anwendung bei Mucositis laut der aktuell gültigen S3-Leitlinie (die der DÄB-Artikel ja bespricht) keine Indikation besteht.

Warum ich allerdings davon ausgehe, daß Herr Peuser uns keine Quellen nennen wird, die seine B3ehauptungen belegen? Ganz einfach: Der Herr Staatspreisträger, der ausweislich seiner WEbsite diesen Staatspreis von der letzten brasilianischen Militätdiktatur verliehen bekommen hat und ein unschönes Beispiel für eine zu enge Beziehunng katholischer Institutionen mit einem autoritären Regime darstellt, verdient nicht nur ordentlich Tantiemen mit seinem Buch, sondern auch mit dem Verkauf seiner nutzlosen Produkte (was eine kleine Googlerecherche deutlich macht). Eigentlich gehören seine Postings in den Mülleimer, aber nicht hier ins Forum (das einmal als subtiler Hinweis @ Redaktion).
Avatar #715180
am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 18:42

Risiken von Aloe vera

Sehr geehrter Herr Peuser,

hier eine Übersicht (a-t 2002; 33: 64-5); arznei-telegramm.de/html/2002_06/0206064_02.html.

Nierenversagen bspw. Luyckx VA et al (2002) Herbal remedy-associated acute renal failure secondary to Cape aloes. Am J Kidney Dis. 2002 Mar;39(3):E13.; ajkd.org/article/S0272-6386(02)04291-9/fulltext

Ein Nutzen in der Behandlung von Dialysepatienten scheint nicht beschrieben; natürlich könnte die abführende Wirkung unterstützen, was aber die bekannten Risiken bei weitem nicht aufwiegt (a-t: "Als begründbar gilt die Einnahme von Aloe-Extrakt als Laxans. Kanzerogenes und genotoxisches Potenzial der abführend wirkenden Anthrachinone stehen der Verwendung jedoch entgegen [...]"), und gut untersuchte Alternativen zur Verfügung stehen.

Bei PubMed (Suchwort "Aloe/adverse effects") finden sich etliche Hinweise u.a. auch auf Leberversagen; Übersicht bei Guo X, Mei N (2016) Aloe vera: A review of toxicity and adverse clinical effects. J Environ Sci Health C Environ Carcinog Ecotoxicol Rev. 2016 Apr 2;34(2):77-96. doi: 10.1080/10590501.2016.1166826.

Zitat: "Ingestion of Aloe preparations is associated with diarrhea, hypokalemia, pseudomelanosis coli, kidney failure, as well as phototoxicity and hypersensitive reactions."

Ich verstehe nicht, weshalb Sie – bei aller Euphorie – auf derartige Umstände nicht hinweisen. Mit Verlaub: als Betroffener (erst recht als Behandler) möchte ich die Risiken KENNEN. Sie klein zu reden, gar zu verschweigen, ist mMn kein seriöses Verhalten.

Mit Verlaub: ggf. sprechen gerade viele Einzelfallberichte manchmal eher GEGEN als für etwas; bspw. reichte Robert Koch ein einziger Bericht, als er die Tuberkelbakterien beschrieb. Und die (ggf. irreführende/euphemistische?) Bezeichnung "Vitalgetränk" für ein – aus meiner Sicht schlussendlich reines – Laxans gibt mir jedenfalls zu denken.

Offenbar sind Sie kein Arzt (michaelpeuser.de), und daher für Ihre Aussagen ggf. nicht "verantwortlich" (haftbar!), sondern äußern sich iR der "freien Meinung". Bei aller (ausdrücklicher!) Anerkennung für Ihr Lebenswerk: ganz sicher ist unstrittig, dass "armen Menschen" (Dritte Welt) schon aus reiner Menschlichkeit geholfen werden muss, und dies manchmal unter (nach unseren "westlichen" Maßstäben) möglicherweise höchst riskanten Umständen.

In der "ersten Welt" haben wir inzwischen (bspw. nach dem Fall "Contergan") allerdings bestimmte Sicherheitskriterien entwickelt, denen sich eine moderne Arzneimitteltherapie stellen muss: "Wirkung" PER SE ist eben kein genügendes Kriterium mehr. "Nil nocere" (Schaden vermeiden) steht ebenso hoch, wenn nicht höher. MMn sollten wir aber jeden Versuch unternehmen, unsere Qualitätsstandards auch der "Dritten Welt" zugänglich zu machen.

Auch interessant (bspw. zu Depressionen und Alternativen Therapieformen): http://www.neuro24.de/d14.htm

Zu guter Letzt: ob in den gut "300 Fabriken" ausnahmslos pharmazeutisch nachvollziehbare Qualität hergestellt wird, ist diesseits nicht bekannt.
Andreas Schnitzler
Lüneburg
Avatar #724084
am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 18:50

Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern

Das die Vitalgetr6anke der Aloe vera L. keine guten Kommentare bekommen, ist sehr logisch, da diese das grösste Geschenk Gottes für unsere Gesundheit sind. Diese sind seit 5.000 Jahren schon in Persien beschrieben worden, da dort die ersten Universitäten der Medizin existierten. In dieser Zeit gab es in Europa keine Universitäten der Medizin. Die erste wurde erst im Jahre 700 nach Christus in Salerno gegründet. Diese war die Mutteruniversität aller medizinischen Fakultäten Europas. Und diese Fakultät stand unter dem Einfluss des Morgenlandes und in Salerno war die Aloe vera L. die meist genutzte Medizin. Damals in Salerno wurden schon Gedichte gereimt, dass die Aloe den Krebs zerstört.
Ja, das waren noch Zeiten!!!!
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
Avatar #724084
am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 19:32

Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern

Sehr geehrter Herr Dr. Schnitzler,
wenn Sie leider nicht unterscheiden können zwischen dem medizinischen Ausdruck "Aloe", welcher Aloin bedeutet und dem weltweit benutzten Vitalgetränk der Aloe vera L., dann kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.
Sie verwechseln das uralte Abführmittel, welches als "Drastikum" beschrieben wurde und in der medizinischen Literatur als "Aloe" bezeichnet wird mit dem ältesten und heute am meisten genutztem
Nahrungsergänzungsmittel der Welt mit dem Namen Aloe vera L.
Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium wünschte meinem brasilianischen Bestseller der Aloe vera L. in deutscher Sprache "KAPILLAREN BESTIMMEN UNSER SCHICKSAL" 296 Seiten und 12 Farbseiten ISBN 978-3-00-009640-2 und dem weiteren Siegeszug der Aloe vera L. viel Erfolg. Im Schreiben heisst es dazu noch wortwörtlich:"Dies gilt umso mehr, wenn es dabei nicht nur um die Verbesserung der medizinischen Versorgung, sondern auch um die Erschliessung von Wirtschaftlichkeitsreserven im Gesundheitswesen geht."
Zu diesem Thema habe ich auch als Co-Autor zusammen mit Prof. Dr. med. Klopp, Chef des Institutes der Mikrozirkulation in Berlin/Bernau die Schrift "FREIE FAHRT FÜR DAS BLUT" herausgegeben. Ich wurde auf Grund meiner Kapillarenlehre bisher zu mehr als 1.300 Vorträge von Brasilien aus nach Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Russland, Ukraine, Griechenland, Holland, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Ungarn, Frankreich und Portugal eingeladen und meistens stehend applaudiert. Anwesende Ärzte kommen nach dem Vortrag zu mir und sagen stet sinngemäss den gleichen Satz:"Was haben wir denn in der Universität gelernt? Jetzt begreife ich erst einmal die Zusammenhänge!"
Letzten Samstag hatte ich einen grossen Vortrag in der Megapole São Paulo. Da reisten sogar Gäste aus mehr als 1.000 km Entfernung an. Eine grosse Gruppe mit 30 Gästen reiste aus Santos an. Auch an diesem Tag wurde ich stehend applaudiert. Vor dem Senat (entspricht dem Bundesrat von Deutschland)von Brasilien
hielt ich eine Rede und wurde ausgezeichnet mit einem "Voto de Aplauso" und vom Parlament von São Paulo erhielt mein Kapillarenbuch ein "Voto de Júbilo".
Die heutige Medizin bezeichnet die Kapillaren immer noch als Haargefässe, obwohl diese so fein sind, so dass 400 von ihnen parallel geführt in ein Haar passen würden. Wenn die Kapillaren Haargefässe wären, wurden die 150.000 km Kapillaren ein Volumen von 1.200 Liter umfassen. Aber alle Kapillaren zusammen ergeben ein Volumen von drei Liter. In meinem Buch aus dem Jahre 2000 bezeichnete ich die Kapillaren als den Hauptentscheidungsträger unserer Gesundheit. Im Jahre 2008 veröffentlichte Prof. Dr. med. Klopp in seinem grossen Werk "MIKROZIRKULATION" diese als die Hauptstrasse der Gesundheit. Leider kümmert sich die Medizin zu wenig um die Kapillaren, denn da entscheidet sich hauptsächlich unsere Gesundheit inkl. die Nebenwirkungen der Chemietherapie.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
Avatar #612077
am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 20:34

Wirtschaftlichkeitsreserven

Ahhhh jaaaaa, genau das, was man sich unter Politikersprech vorstellt - wat solln dit sein? wie man in Berlin fragen würde.
Herr Peuser, daß Sie hier sich eitel aufführen, sei Ihnen gestattet, mache ich auch gerne. Aber nur, weil Sie große Vortragssäle füllen können, heißt das noch lange nicht, daß Sie in einer Sache recht haben (einen Saal füllen kann im übrigen jeder Popstar besser als Sie). Daß Sie sich mit dem nicht ganz unumstrittenen Institut für Mikrozirkulation schmücken, spricht ja einmal mehr für die Dunstkreise, mit denen Sie sich umgeben (https://www.psiram.com/de/index.php/Bemer, hierbei ist zu berücksichtigen, daß das Insitut jetzt eine Website hat, die aber trotzdem nicht viel aussagt).
Kurz und gut: Kommen Sie uns nicht mit solch plumpen Ad-hominem-Argumenten, Pseudowissen über die Schule von Salerno (als Verkaufsargument aufgepeppt) und Ihrer schier unerschöpfbaren Selbstgefälligkeit. Verkaufen Sie Ihr Schlangenöl woanders, am besten in der Antarktis!

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