am Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 16:34

Unwissend

"Der Wissende weiß und erkundigt sich, aber der Unwissende weiß nicht einmal, wonach er sich erkundigen soll."
Das ist das Problem der Ärztekammer. Sonst wüßte man, wie verantwortungsvoll und an der untersten nGrenze eines Risikos die Heilpraktiker wirken.

"Der Umgang mit Unwissenden ist kein Umgang und verschafft auch ihnen kein Vergnügen."
Trotzdem sind die Heilpraktiker aber immer bereit, aufzuklären und wissend zu machen.
am Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 16:46

Ablenkungsmanöver

Will die Kammer von den eigenen hinlänglich bekannten Problemen und Risikofällen ablenken? Heilpraktiker belegen und beweisen, daß sie kein Risiko für die Patienten darstellen. Daran ändern auch Einzelfälle, die man an der Hand abzählen kann, nichts. Was mehr kann man erwarten?
Sind der Kammer irgendwelche Zertifikate wichtiger als die Prüfung der Gefahrenabwehr und damit die Sicherheit der Patienten?
Seit Jahrzehnten und nicht erst seit gestern wirken Heilpraktiker verantwortungsvoll. Die Versicherer können den Heilpraktikern Berufshaftpflicht für 200,00 Euro jährlich anbieten. Und die haben sicher nichts zu verschenken, wenn es um Risiken geht.
Danach handeln Heilpraktiker:
http://www.heilpraktiker-berufs-bund.de/patienten/heilpraktiker-ethikrichtlinie-und-heilpraktikereid.html
am Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 20:39

Vor der eigenen Haustür kehren

Eine ärztliche Expertengruppe fordert also tief greifende Reformen des Heilpraktikerwesens. Oder will den Beruf am liebsten ganz abschaffen. Beruft sich dabei darauf, dass 3 Krebspatienten eines Heilpraktikers in Bocholt gestorben sind. (Nebenher: es wird bisher lediglich ermittelt, mehr nicht).
Man möge das nun mal auf die Schulmedizin übertragen, da sind es jedes Jahr Hundertausende, die an dieser Erkrankung sterben. Oder auch an der Behandlung mit Skalpell, Strahlung und Chemo. Primum nil nocere (lat.: erstens nicht schaden), ist ein Grundsatz, den die hippokratische Tradition ins Zentrum ihres Begriffs des moralisch geforderten ärztlichen Handelns stellt. Diesem antiken Wahlspruch zufolge soll der Arzt in seinem Bemühen, dem ihm anvertrauten Individuum zu helfen, zunächst darauf achten, ihm nicht zu schaden. Von daher ist auf die Anwendung von Medikamenten mit Nebenwirkungen zu verzichten.
Von daher möge die selbst ernannte Expertengruppe incl. Medizin-Ethikern (!!) lieber vor der eigenen Haustür kehren.
Im Übrigen habe ich täglich mit Patienten zu tun, die bei der Schulmedizin keine Hilfe fanden. Zum Teil krank therapiert wurden (Nebenwirkungen etc,), in Angst und Schrecken versetzt wurden, ausgelacht wurden, aufgegeben wurden. Wo Ärzte nicht mal einen Funken von Verstehen eines Krankheitsprozesses aufwiesen. Wo Symptome mit Krankheit verwechselt wurden. Vergiftet, verstrahlt, verstümmelt - ohne Not operiert, des Mammons wegen. Von Pharma-Unternehmen gesponsorte Medikamente verordnet. Fehldiagnosen. Keine Ahnung von Krankheitsursachen. Usw. usw.
Da kann ich nach mehr als 30 Jahren Praxis sagen: ich habe noch keinem einzigen Patienten geschadet mit meinen Methoden. Aber Tausenden geholfen, die bei der Schulmedizin keine Hilfe fanden.
am Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 23:07

Anmerkungen zu einigen der Ausführungen im Artikel

Einige Punkte möchte ich - durchaus aus persönlicher Sicht, nicht etwa stellvertretend für "die Heilpraktiker" - gerne anmerken.

1. Zitat: "Die Autoren der Leitlinie für die Prüfung haben laut BÄK „die Komplexität des medizinischen Kontextes“ völlig verkannt, „insbesondere das Ausmaß des notwendigen medizinischen Wissens, das für eine gefahrenminimierte Ausübung der Heilkunde notwendig ist“, so die Kammer weiter."

Da es sich bisher bei den vorliegenden Leitlinien um einen erklärten ENTWURF handelt ist zu erwarten, dass es vor Verkündigung zu weiteren Überarbeitungen kommen wird. Dies ist vor allem auch seitens der Heilpraktikerschaft ebenso wie der federführenden Autoren durchaus so erwünscht. Insbesondere durch die Heilpraktikerverbände und -schulen wird seit Jahren auf eine Verbesserung der Ausbildungs- und Prüfungsmodalitäten gedrängt und an entsprechenden Vorschlägen gearbeitet. Der Bundesärztekammees sicher freigestellt, sich hier ebenfalls zu beteiligen. Dies ist jedoch bitte nicht im Sinne eines "was wir beitragen muss kritiklos umgesetzt werden" zu verstehen.

Ganz allgemein zur hier zitierten Formulierung bezüglich "gefahrenminimierter Ausübung der Heilkunde": Selbst mit den - aus Sicht der Bundesärztekammer sicher unzureichenden - Prüfungs- und Berufsausübungsrichtlinien der Heilpraktiker der letzten Jahrzehnte kam es weitaus seltener zu ernsthaften gesundheitsgefährdenden Zwischenfällen im Rahmen der Berufspraxis, als vergleichbares im Rahmen ärztlicher und allgemein naturwissenschaftlich basiert heilkundlicher Tätigkeit nachweislich der Fall ist. Bei der Formulierung vor allem solcher Forderungen, die nichts anderes eine "überdurchschnittliche Gefährlichkeit" eben der Heilpraktikerschaft anzudeuten scheinen, sollte schon aufgepasst werden, "die Kirche im Dorf zu lassen". Es gibt explizit bei diesem Problem weitaus mehr Handlungsbedarf in den eigenen Reihen.

2. Zitat " „Konkret sieht die Bundes­ärzte­kammer insbesondere den Ausschluss aller invasiven Maßnahmen sowie der Behandlung von Krebserkrankungen als zwingend notwendig an“, heißt es in der Stellungnahme."

a) zum "Ausschluss aller invasiven Maßnahmen" -> Die natürlich auch gemeinten Injektions- und Infusionstechniken gehören zu den grundlegenden Maßnahmen der Heilkunde, auch der Naturheilkunde. Können Heilpraktiker diese Methoden im Grundsatz nicht mehr anwenden, dann kann ein großer Teil von ihnen ihren Beruf nicht mehr sinnvoll ausüben. Somit läge hier ein nicht akzeptabler Eingriff in das Berufsausübungsrecht der Heilpraktiker vor.

Desweiteren würde dadurch indirekt in das Recht eines jeden Patienten eingegriffen: Dieser kann sich bisher frei entscheiden, ob er die Anwendung solcher Verfahren durch einen behandelnden Heilpraktiker wünscht, oder eben nicht. Als Patient habe ich das Recht, naturheilkundliche Therapien sowohl durch Ärzte, als auch Heilpraktiker in Anspruch zu nehmen. Dieses Recht würde unverhältnismäßig eingeschränkt.

Die Anwendung solcher Methoden wird meiner Ansicht nach durch die auch für Heilpraktiker geltende Sorgfaltspflicht ausreichend geregelt. Voraussetzung zur Anwendung ist demnach, dass die entsprechende Maßnahme erlernt wurde und sicher beherrscht wird. Nebenbei: Ein Sachverhalt, der ohnehin - ibs. betreffend Injektionstechniken - im Rahmen der bisherigen Heilpraktikerüberprüfungen einer der zu überprüfenden Schwerpunkte war und zukünftig noch stärker hinterfragt werden wird.

Wiederum bemerkt sei an dieser Stelle, dass die Durchführung solcher Methoden durch die weitaus meisten mir bekannten Heilpraktiker sehr viel mehr lege artis stattfindet, als dies in machen Arztpraxen oder Kliniken aktuell der Fall zu sein scheint. Erwartungsgemäß kommt es bei Anwendung durch HP nachweislich auch weitaus seltener zu, für Injektionstechniken typische, behandlungsbedürftige Nebenwirkungen oder Komplikationen. Dies sollte zu denken geben. Neben der oft ungenügenden Patientenaufklärung spielt hier auch das zumeist unzureichende Desinfektionsvorgehen eine erhebliche Rolle. Derartige Fehler sieht man von Heilpraktikern ausgesprochen selten.
Wenn die Bundesärztekammer hier trotzdem Verbesserungsbedarf sieht - für den sie übrigens im Bereich des Heilpraktikerberufes ohnehin keine wesentliche Zuständigkeit hat, jedoch sei es drum - dann wäre der richtige Weg, auf bessere Absicherung der Grundausbildung zukünftiger Heilpraktiker zu drängen. Der geäußerte Wunsch nach einem "zwingenden" Generalverbot ist jedenfalls rechtlich gar nicht möglich, zudem inhaltlich nicht sinnvoll.

b) Die Behandlung von Krebserkrankungen möchte die Bundesärztekammer ebenfalls zwingend verbieten lassen? Adjuvante naturheilkundliche Therapie im weitesten Sinne bei "Krebserkrankungen" ist eine von vielen Patienten dieser Art als hilfreich empfundene und etablierte Behandlungsform. Sie ist zumeist gut verträglich und verbessert oftmals sowohl das Allgemeinbefinden als auch das Outcome der Patienten mit verschiedenen onkologischen Krankheitsbildern.

Wie dem auch sei: Grundsätzlich hat jeder Patient das RECHT auf die Wahl solcher Behandlungsmethoden und jeder Patient hat das Recht darauf, hierfür auch einen Heilpraktiker hinzuzuziehen. Ein generelles Behandlungsverbot wäre ein in diesem Sinne patientenfeindlich einschränkender Eingriff vor allem in die Grundrechte eines jeden Patienten. Das kann nicht wirklich die erklärte Absicht der BÄK sein. Oder doch?

3. Zitat: "Eine Expertengruppe, der „Münsteraner Kreis“, hatte unlängst Vorschläge für eine umfassende Reform erarbeitet."

Die Inhalte und Ausführungen des Münsteraner Memorandums sind zwischenzeitlich mehrmals als irreführend und inhaltlich ungenügend bis ausgesprochen fragwürdig, zudem unwissenschaftlich und manipulativ enttarnt worden. Die darin abgeleiteten "Reformvorschläge" beziehen sich im ersten Fall auf die sofortige Abschaffung des HP-Berufes, im zweiten Fall auf eine Neuregelung, die der Abschaffung des HP-Berufes faktisch gleich käme. Abgeleitet wird all das vor allem aus der Darstellung eines einzigen Falles - dies obendrein unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, denn ein faktischer Nachweis der Schuldhaftigkeit des betreffenden Heilpraktikers steht immer noch aus.

Persönlich zweifle ich zudem offen die tatsächliche "Expertenhaftigkeit" der am MK teilnehmenden Personen an: Dieser wohlgemerkt selbsternannte "Expertenkreis" möchte sich selbst als Spezialistengruppe für das Heilpraktikerwesen im Besonderen wie die Naturheilkunde im Allgemeinen verstanden wissen. Da der Gruppe jedoch kein einziger Heilpraktiker angehörte, geschweige dem Heilpraktikerverbände als die tatsächlichen Spezialisten für den Heilpraktikerberuf eingebunden wurden - ist eine diesbezügliche Expertenhaftigkeit schon einmal per se ausgeschlossen. "Naturheilkunde" im weitesten Sinne wird von den selbsternannten "Spezialisten" im Sinne der eigenen Überzeugungen reduktionistisch (um)definiert ("Kam"). Auch das ist unwissenschaftlich, stellt somit ebenfalls die diesbezügliche Expertenhaftigkeit des Arbeitskreises erheblich in Frage. Nach meiner Ansicht ist dieser Personenkreis nicht ernsthaft zitierfähig: Die Glaubwürdigkeit und den Anspruch auf Expertenhaftigekit untergräbt sich das Münsteraner Memorandum - ebenso wie dessen Autoren - durch Form und Inhalt selbst.

Fazit:
Insgesamt ist es aus meiner Sicht sehr schade, dass bei den aktuellen Diskussionen zwar viel ÜBER, kaum aber MIT Heilpraktikern gesprochen wird. Dabei sollte man annehmen, dass genau diese die tatsächlichen Spezialisten für den Heilpraktikerberuf im Besonderen, wie übrigens erklärter Weise der Naturheilkunde (im weitesten Sinne, nicht etwa im Sinne der reduktionsistischen "KAM"-Definition des Münsteraner Kreises) im Allgemeinen sind. Es sind insbesondere die Heilpraktikerschaft und vor allem die Heilpraktikerverbände, die seit Jahren auf bessere Grundausbildung der Heilpraktiker drängen und an entsprechenden Ideenkonzepten arbeiten. Konstruktiven Lösungen gegenüber sperrt sich aus der Heilpraktikerschaft mit Sicherheit niemand nennenswert. Dieses Sperren gegen eine Weiterentwicklung des Berufsbildes geht ausnahmslos von Nichtheilpraktikern aus, denen bisher offensichtlich sehr viel mehr Stimmgewicht zugesprochen wird. Es bleibt abzuwarten, ob dieses befremdliche Schauspiel auch in Zukunft weitergehen soll - oder ob der Heilpraktikerberuf und seine wirklichen Spezialisten endlich auch als Solches ernstgenommen und gehört werden.

Freundliche Grüße
am Freitag, 20. Oktober 2017 um 22:13

Es ist ganz einfach

wer sich zum Heilen berufen fühlt, kann ja den üblichen Weg gehen: Abitur machen, Medizin oder Pschologie studieren und eine klinische Weiterbildung durchlaufen. Die EU gibt recht genau vor, in welchem Umfang welche Kenntnisse erworben und nachgewiesen werden müssen, bevor jemand auf kranke Menschen losgelassen werden darf...
Es ist völliger Blödsinn, Menschen ohne diese Kenntnisse eine Erlaubnis zu erteilen, Kranke zu behandeln... Krankenbehandlung ist mehr als der Griff zum Rezeptblock, auch wenn die Krankenkassen bei Honorarverhandlungen immer so tun, als würden Ärzte freiwillig 2-Minuten-Medizin praktizieren.
Es ist nachgewiesen, dass Heilpraktiker grundsätzlich die Wirksamkeit ihrer Therapien weit überschätzen und die Effizienz wissenschaftlicher Medizin unterschätzen bzw überhaupt nicht kennen.
Der Heilpraktikerberuf gehört abgeschafft, es gibt schließlich genug "erlaubnisfreie" Behandlungsmethoden wie Reiki, Gesundbeten,Aroma- Farb- oder Klangschalentherapie, Kartenlegen, Pendeln...

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