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am Sonntag, 5. November 2017 um 15:08

Diskussion im Jahr 2017 zur elektronischen Patientenakte

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Elektronische Patientenakte: Viele Modelle – noch keine Strategie
aus Dtsch Arztebl 2017; 114(43) vom Freitag, 27. Oktober 2017
Wir schreiben das Jahr 2017 und diskutieren tatsächlich ernsthaft noch immer über das ob und wie einer elektronischen Patientenakte?!

Diese Diskussion zeigt mir, einem der so oft zitierten Generation Y angehörigem Arzt, einmal mehr die unfassbaren strukturellen, technischen und organisatorischen Mängel im System "Medizin".

Neben allen medizinisch-inhaltlichen Fortschritten der vergangenen Jahrzehnte scheint die Medizin den organisatorisch-technischen Fortschritt komplett verschlafen zu haben. Von vielen anderen Branchen werden wir wegen dieser Mängel nur müde belächelt.

Bis zum heutigen Tag arbeite ich mit auf der Intensivstation mit Kurvenvorlagen in Microsoft Excel(R), welche teilweise auf Basis von Visual Basic for Applications (VBA) für die entsprechenden Anforderungen aufgrund einer nicht vorhandenen "professionellen" Softwarelösung selbst programmiert wurden. Die alternative wäre eine handschriftliche Kurve. Im medizinischen Patientenverwaltungsprogramm fehlen basale Funktion eines jeden billigen Textverarbeitungsprogramms und man sieht sich gezwungen, Diagnosen oder Hausmedikationen kompliziert händisch einzupflegen. Was für eine sinnlose Zeitverschwendung. Diese Arbeitszeit würde ich viel lieber meinen Patienten zukommen lassen.

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