Kommentare Print

Kommentare Print

Alle Kommentare zu Print-Artikeln

am Dienstag, 13. Februar 2018 um 23:17

Titel irreführend

Kommentar zum Print-Artikel
Humanistische Psychotherapie: Hochwertige Studien fehlen
aus PP 17, Ausgabe Februar vom Samstag, 10. Februar 2018
In diesem Arktikel steht nicht:
- Der WBP hat Studien abgelehnt, welche z.B. der Habilitation an einer deutschen medizinischen Fakultät zugrunde lagen, oder eine solche, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert, in der renommierten Zeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics veröffentlicht und von den Juroren der Society of Psychotherapy Research mit dem internationalen Forschungspreis der SPR ausgezeichnet worden war.
- Der WBP hat Studien abgelehnt, die er selber 2002 für die Gesprächspsychotherapie als "wissenschaftlich anerkannt" hat.
- Der WBP hat den Antrag der Humanistischen Psychotherapie an einer einzigen, aus seiner Sicht fehlenden Studie für den Indikationsbereich der „Angststörungen und Zwangsstörungen“ „scheitern“ lassen, für die anderen Indikationsbereiche lagen ausreichend Studien vor.
-Die Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (AGHPT) hatte die Ablehnung von 9 RCT-Studien zum Angstbereich beanstandet. Ein Beispiel für die Unredlichkeit der Prüfung ist eine Studie von „Ascher, 1986“, die mit der Begründung abgelehnt wurde, sie hätte keine Humanistische Psychotherapie sondern Verhaltenstherapie untersucht. Die AGHPT legte in ihrer Stellungnahme ein Schreiben von Ascher vor, dass er als Ehrenmitglied der Wiener Existenzanalytiker die Vorgehensweise in dieser Studie persönlich mit Viktor Frankl, dem Begründer der Existenzanalyse, abgesprochen habe und der Kern der Interventionen sich an dessen Konzept "paradoxer Intention" orientiere. Gleichwohl hielt der WBP an seiner Sicht fest, in der Studie handle es sich um Verhaltenstherapie und ignorierte damit die Aussage des Autors.
- Die Aufteilung in "10 Ansätze" ist ein willkürlicher Zersplitterungsakt des WBP. Der Antrag der AGHPT spricht von 6 Humanistischen Methoden innerhalb des Humanistischen Verfahrens (Gesprächspsychotherapie, Gestaltpsychotherapie, Psychodrama, Körperpsychotherapie, Transaktionsanalyse und Existenzanalyse).
-Der WBP besteht fast ausschließlich aus Verhaltenspsychotherapeuten, und Psychodynamischen Psychotherapeuten und darf entscheiden ob die Humanistischen Psychotherapie zu einer Konkurrentin werden darf.
Deswegen bin ich auch der Meinung, dass diese Gutachten unwissenschaftlich, lobbyistisch und sachwidrig ist. Und ich frage mich, wieso der Artikel diese Überschrift trägt?

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos

Alle Foren
Kommentare Print
Kommentare News
Ist der Präparierkurs noch zeitgemäß?
Was ist ein guter Arzt?
Akupunktur: Spekulative Lehrinhalte?
Ärzte als Suizidhelfer?
Priorisierung
Aufstand Kassenärzte
Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte
Arbeiten im Ausland
Organspende
Forschungsbetrug
Gesundheitszentren
Der Nachwuchs geht
Ärzte-TÜV
Praxis-EDV
Vermischtes
NEIN-Sagen